Wilhelm Vischer, „Der im Himmel Thronende lacht“ (1966): „Es gab sogar und gibt vielleicht noch Kirchen, in denen das Lachen des im Himmel Thronenden in hellem Ostergelächter widerhallt. Das ist das Lachen des Glaubens. Und wie die Auferweckung Jesu nur eine Spielart der ugaritischen oder sonst einer Naturmythologie wäre, wenn Jesus nicht wirklich ein Mensch gewesen wäre, als solcher gelebt, gelitten und die ganze Bitterkeit des Todes geschmeckt hätte und in der Erde begraben worden wäre, so ist auch der Osterglaube nur echt, wenn er am Leiden Jesu teilnimmt. Darum gilt den Jüngern Jesu immer noch: ‚Selig seid ihr, die ihr jetzt weinet; denn ihr werdet lachen.‘ Weinend sind sie selig durch den gewissen Trost, dass der im Himmel Thronende lacht.“

„Der im Himmel Thronende lacht“ Von Wilhelm Vischer Diese Aussage des zweiten Psalms stößt an die Grenze der weiten biblischen … Mehr

Wilhelm Vischer, Alttestamentliche Vorbilder unseres Pfarramts (1958): „Ein Pfarrer, dem das aufgegangen ist, der liest die Bibel mit offenen Sinnen für das, was um ihn herum vor sich geht. Das Problem «Christ und Welt» bewegt er in Fragen und Antworten. Er ist in der Gefahr, sich zu zersplittern. Weil man ihn von allen Seiten um seine Ansicht fragt, bildet er sich ein, er verstehe alles. Und am größten ist die Gefahr, dass er Christus verleugnet, indem er das sagt, was man gern hört, und zu dem rät, was Erfolg verspricht.“

Alttestamentliche Vorbilder unseres Pfarramts Von Wilhelm Vischer Der Hirt An ihn denken wir zuerst, heißt doch in manchen Kirchen der … Mehr

Wilhelm Vischer, Du sollst dir kein Bildnis machen (1956): „Der Gott, der Israel verbietet, ihn in einem Bilde darzustellen, ist Derselbe, der den Himmel und die Erde geschaffen hat. Seine Schöpfung ist das vollkommene Kunstwerk der Architektur und Technik, der Formen und Farben, Harmonien und Melodien, Tänze, Dufts und Geschmacks. Wenn er an ihr arbeitet – und bis jetzt arbeitet er an ihr (Joh. 5, 17) –, dann ist der Genius der Kunst, «die Weisheit»“

Du sollst dir kein Bildnis machen Von Wilhelm Vischer «Moses, um des Volkes sich für die Zukunft zu versichern, stiftete … Mehr

Wilhelm Vischer, Die rechte Methode für die Exegese der Bibel (1959): „Der Kanon ist die bestimmte, normative Auswahl der Schriften, deren Exegese zum Hören des Wortes Gottes führt. Er ist uns gegeben, und zwar auch wieder nicht unmittelbar durch Gott, sondern mittelbar durch Menschen. Entscheidungen sind gefallen; eine erste, als die Gemeinde des Chri­stus Jesus ein und dieselbe Heilige Schrift haben wollte wie Israel und damit bekannte, daß Jesus nicht der Stifter einer neuen Religion, sondern die leben­dige Wahrheit der Offenbarung Gottes an Israel ist.“

Die rechte Methode für die Exegese der Bibel Von Wilhelm Vischer Die Exegese der Bibel versucht, mit den Mitteln der … Mehr

Friedrich Mildenberger über Wilhelm Vischers „Das Christuszeugnis des Alten Testaments“ (1981): „Christologische Auslegung des Alten Testaments verlangt so, sich in zweifacher Hin­sicht der Sache des Alten Testaments zu stellen: in Hinsicht auf die Lebendigkeit des unabgeschlossenen Geschichtszusammenhangs, der in neuen Situationen eine neue Beleuchtung verlangt, und in Hinsicht auf das Gefälle dieser Geschichte hin auf die Kreuzigung Christi.“

Über Wilhelm Vischers „Das Christuszeugnis des Alten Testaments“ Von Friedrich Mildenberger Besonders energisch hat Wilhelm Vischer (geb. 1895) die Frage … Mehr

Wilhelm Vischer, Die Bedeutung des Alten Testaments für das christliche Leben (1938): „Der Christus ist der von Gott selbst gesalbte Priesterkönig des auserwählten Volkes, dessen Ankunft alle Worte des Alten Testaments ankündigen. Deshalb berufen sich die neutestamentlichen Verkündiger beständig auf das, was im Alten Testament geschrieben steht. Nur so können sie Jesus von Nazareth als den Christus verkündigen. Nur durch die Beziehung auf das Alte Testament kann gezeigt und erkannt werden, dass er der Messias ist, und was es heißt, dass er der Messias ist.“

Die Bedeutung des Alten Testaments für das christliche Leben Von Wilhelm Vischer Die einzigartige Bedeutung des Alten Testaments für das … Mehr

Wilhelm Vischers Leserbrief wider die schweizer Einreisesperre für Juden 1942: „Die Sorge um unsere eigene Ernährung und die Angst vor den Machthabern dieser Zeit dürfen uns nicht dahin drängen, daß wir die Gottesfurcht wegwerfen. Jetzt müssen und können wir mit der Tat den Dank an Gott beweisen, der so oft in Reden ausgesprochen worden ist, den Dank dafür, daß er durch seine Gnade unser Vaterland wunderbar erhalten hat.“

Leserbrief wider die schweizer Einreisesperre für Juden Von Wilhelm Vischer Nachdem die Schweiz am 13. August 1942 eine Einreisesperre für … Mehr