Reinhold Schneider, Das Zeugnis. Zum Ostersonntag (1952): „Wir haben in dieser Stunde kein mächtigeres Wort als das des Ostertages; es verkündet den Sieg, in den jeder auf Erden mögliche Sieg eingeschlossen ist. Der Sieg hat kein anderes Zeichen als das Kreuz. Und nur diejenigen werden die gülti­gen, glaubwürdigen Zeugen dieses Sieges sein, denen wie den Aposteln die Bereitschaft zum Kreuze eingeprägt ist. Die ge­schichtliche Tat des Christen ist das Zeugnis des Lebens.“

Das Zeugnis. Zum Ostersonntag (1952) Von Reinhold Schneider »Den Urheber des Lebens habt ihr getötet, welchen Gott auferweckt hat von … Mehr

Reinhold Schneider, Passion (1953): „Das Kreuz kann hoch im Lichte erfahren werden von Begnadeten – und tief unten in den Schluchten, in die kein Strahl fällt; es steht ja in der Mitte aller Kreise des Geschaffenen. Der Christ wird entdecken, daß nicht seine Bestimmung, nicht seine Aufgabe das Letzte war, das ihm gesendet wurde, sondern das Kreuz, das sich in ihnen verbarg, und er wird ahnen, daß es verhüllt war in seiner Liebe und ihn mit deren Kräften zog.“

Passion (1953) Von Reinhold Schneider »Denn wenn die Toten nicht auferweckt würden, so wäre auch Christus nicht auferweckt worden; wäre … Mehr

Reinhold Schneider, Wie der Herr. Das Kreuz besteigen (1943): „In der Zeit des Leidens soll das Leben enden, daß wir bisher gelebt; wir sol­len eingehen in Christi Tod; nur dieser Tod wird uns weiter­tragen. Berührt das Licht uns wieder, so können wir nicht mehr sein, was wir waren. Das, was wir unser eigen nannten, wird dann verzehrt sein; wir konnten den großen Sieg vorbe­reiten durch unsern Entschluß zum Kreuze; aber siegen wer­den nicht mehr wir. Siegen kann und wird nur der Herr.“

Wie der Herr. Das Kreuz besteigen (1943) Von Reinhold Schneider »Jetzt ergeht das Gericht über diese Welt, jetzt wird der … Mehr

Reinhold Schneider, Das Friedensreich der Toten. Zu Allerheiligen – Allerseelen (1945): „Es dunkelt früh, und die verlassene Trümmermasse baut sich zusammen zur Totenstadt, über die der Turm gebietet. Und wieder ist ein Tag über den Garten gegangen, und es ist nichts geschehen, als daß der Teppich der Blätter noch dichter wurde und die Zweige sich ein wenig mehr gelichtet haben. Die Stunden glitten hin wie der Flug der Vögel, der keine Spuren läßt.“

Das Friedensreich der Toten. Zu Allerheiligen – Allerseelen Von Reinhold Schneider In der Nacht, gegen Morgen, breitete sich der Nebel … Mehr

Reinhold Schneider über Schuld und Neuanfang nach 1945: „Wir glauben, diese Mahnung unserem Volke schuldig zu sein und zugleich der Welt und den Toten allen. Das unsägliche Leid darf nicht verlorengehen für das Leben der Völker; die Gnade, die Gottes Barmherzigkeit in der Schuld verborgen hat, muß errungen werden. Es ist die Gnade der Wandlung, der Herzensveränderung, der Wiedergeburt, erneuter Einsicht in die Wirklichkeit unseres Lebens vor Gott, eines neuen Trachtens und Denkens.“

Über Schuld und Neuanfang nach 1945 Von Reinhold Schneider Ein Vorgang, der fast ohne Beispiel ist, rollte in wenigen Jahren … Mehr

Reinhold Schneider, Das Weihnachtszimmer: „Die Erinnerungen! Man schöpft sie nicht aus. Man schöpft auch eine Zeit nicht aus, gewiß eine fragwürdige und doch eine reiche Zeit, die sich, was die geistige Leistung betrifft, nicht zu schämen braucht. Auch war sie das Vorzimmer unserer Geschichte, unseres Schicksals.“

Das Weihnachtszimmer Von Reinhold Schneider Durch den Schneefall wehte das Läuten gedämpft vom Markte herab über das Tal. Der Gärtner, … Mehr