In ihren Frankfurter Poetikvorlesungen sowie ihren Zürcher Poetikvorlesungen 2011 befasste sich Sibylle Lewitscharoff wie schon vor ihr Ingeborg Bachmann mit … Mehr
Schlagwort: Namen
Ingeborg Bachmann über die Strahlkraft des Namens: „Es gibt nichts Mysteriöseres als das Leuchten von Namen und unser Hängen an solchen Namen, und nicht einmal die Unkenntnis der Werke verhindert das triumphierende Vorhandensein von Lulu und Undine, von Emma Bovary und Anna Karenina, von Don Quijote, Rastignac, dem Grünen Heinrich und Hans Castorp. Ja, der Umgang mit ihnen in Gesprächen oder in Gedanken ist uns so selbstverständlich, so geheuer, dass wir nicht ein einziges Mal fragen, warum ihre Namen in der Welt sind, als wäre jemand mit ihnen besser getauft als wir mit unseren Namen, als hätte da eine Taufe stattgefunden, bei der zwar kein Weihwasser hat herhalten müssen und von der kein Schriftzug in einem Register spricht — als hätte da eine Namensgebung stattgefunden, die endgültiger und von einem Vorzug ist, an dem kein Lebender teilhat. Diese Namen sind eingebrannt in erdachte Wesen und vertreten sie zugleich, sie sind dauerhaft und so mit diesen Wesen verbunden, dass, wenn wir sie ausborgen und Kinder so nennen, diese zeitlebens mit der Anspielung herumgehen oder wie in einem Kostüm: der Name bleibt stärker an die erschaffene Gestalt gebunden als an den Lebenden.“
Es sind Schriftstellerinnen (und weniger die Theologen), die es zur Sprache bringen können, welche Macht und Bedeutung Namen haben. Im … Mehr
Doctrine of the NAME Instead of Onto-Theology: „Christian doctrine, which appears to be a transcultural doctrine of salvation for the gentiles, is the doctrine of the Name and not the doctrine of “God”—Onomatology instead of onto-theology.“
The following text is the revision of my farewell lecture at Lutheran Theological Seminary in Hong Kong delivered in September … Mehr
Bei diesen Berufen ist Nomen hoffentlich nicht Omen
Der Volontär war’s, der im badischen Südkurier unter der Überschrift „Richter Henker und Doktor Qual: Bei diesen Berufen ist Nomen … Mehr
Zelda Schneersohn Mishkovsky, Jeder Mensch hat einen Namen (Lechol isch jesch schem): „Jeder Mensch hat einen Namen, / den seine Sünde ihm gibt / und die Sehnsucht, die sein Leben prägt. / Jeder Mensch hat einen Namen, / den seine Feinde ihm geben / und den seine Liebe ihm gibt.“
Nur wem ein eigener Namen gilt, hat seine eigene Lebensgeschichte. Im Eigennamen verdichtet und erhält sich besonderes Geschehen über die … Mehr
Mission als Namenszeugnis – eine Rezension
In der Aprilausgabe der Theologischen Literaturzeitung ist von Prof. Gerhard Sauter, Bonn folgende Rezension meines Buches „Mission als Namenszeugnis“ erschienen: … Mehr
Der – die – das Gott
„Der, die, das, wieso, weshalb, warum, wer nicht fragt, bleibt dumm“ hieß früher das Intro zur Sesamstraße. Wie sag ich’s … Mehr
Martin Luthers über den Glauben an den Namen des Herrn (Auslegung zu Galater 2,16, 1519): „Siehe zu, dass du den Namen des Herrn hörest oder sein gedenkest, nämlich dass Gott gerecht, gut, heilig ist. Dann hänge dich geschwind an ihn und glaube fest, dass er so zu dir sei [wie sein Name sagt]: dann bist du mit ihm auch schon so, bist ihm gleich. Den Namen des Herrn wirst du aber nirgends leuchtender erblicken als in Christus.“
Luther hat in seiner Vorlesung über den Galaterbrief von 1519 Folgendes über den Glauben an den Namen des Herrn geschrieben: … Mehr
NAMENSgedächtnis statt Gottdenken
In der neuesten Ausgabe der Zeitschrift Interkulturelle Theologie (ZMiss) 4/2011 ist von mir ein Aufsatz unter dem Titel „NAMENSgedächtnis statt … Mehr