Michael Heymel, Die Geschichte einer Fälschung: Wer wirklich „I Was in Hell with Niemoeller“ schrieb: „Auf die Spur des wirklichen Verfassers von „I was in Hell with Niemoeller“ kam ich erst, als ich Kurt Singers Buch über Niemöller von 1939 mit dem Bericht von Leo Stein verglich und Singers Autobiographie las. Auffällige Parallelen ihrer Berichte über Niemöller legen es nahe, zwischen Kurt Singer und Leo Stein eine engere Beziehung anzunehmen. Hatte Stein sich von Singer beraten lassen? Oder waren beide dieselbe Person? Was Singer später über sein Leben erzählt hat, bestärkte mich in dem Verdacht, dass er es war, der sich in den USA als Leo Stein ausgegeben hat.“

Die Geschichte einer Fälschung: Wer wirklich „I Was in Hell with Niemoeller“ schrieb Von Michael Heymel 1942 erschien im New … Mehr

Martin Niemöller, Predigt über Matthäus 5,13-16 (1937): „Die stumme Kirche, die nicht mehr sagt, wozu sie da ist, verleugnet sich selbst. Das Wort Gottes laut und deutlich zu verkündigen, das ist unser Dienst; aber dass die Kirche weiter lebt und nicht umgebracht wird, dass das Licht nicht ausgepustet wird, Freunde, das ist nicht unse­re Sache. »Wer sein Leben erhalten wird, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden.« Und das gilt vom Leben der Gemeinde genau so, wie es im Leben des einzelnen Christen seine Geltung hat.“

Predigt über Matthäus 5,13-16 (1937) Von Martin Niemöller Ihr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm wird, … Mehr

Martin Niemöller, Sermon on 1. John 4:9 at Christmas Eve, 24th December, 1936, Church of Jesus Christ, Berlin-Dahlem: „To-day, you see, we are not dealing with the eternal laws of Nature and History, according to which we must adjust and regulate our lives, while behind these laws stands immutable Fate, with which our thoughts had rather not meddle; but the vital point about the Christmas message and the Christmas story is that the eternal, living God, in Whose sight none is guiltless and Who is unfathomable, comes forth from His secret dwelling-place, in order to prove His existence to us.“

Sermon on 1. John 4:9 at Christmas Eve, 24th December, 1936, Church of Jesus Christ, Berlin-Dahlem By Martin Niemöller “In … Mehr

Martin Niemöller, Predigt zur Christvesper am 24. Dezember 1936 über 1 Johannes 4,9 in Berlin-Dahlem, Jesus-Christus-Kirche: „Wer etwas weiß von der Unentrinnbarkeit Gottes, der weiß auch, daß es an unserem Rennen und Laufen nicht liegt, der merkt auf, der tut seine Ohren auf, wenn eine Botschaft der Rettung kommt. An dieser Stelle, bei der großen Furcht, da hat die Weihnachtsbotschaft ihre Stätte: »Christ, der Retter, ist da!« Da ist die Tür aufgestoßen zur großen Freude, die uns durch Leben und Sterben hindurchtra­gen wird“

Predigt zur Christvesper am 24. Dezember 1936 über 1 Johannes 4,9 in Berlin-Dahlem, Jesus-Christus-Kirche Von Martin Niemöller Daran ist erschienen … Mehr

Martin Niemöller, Osterpredigt zu Johannes 20,11-18 aus dem KZ Dachau (1945): „Wir dürfen uns nicht durch die Macht solcher Naturstimmungen dazu verleiten lassen, dass wir die biblische Kunde von der Auferstehung des Herrn nur als ein Gleichnis ansehen für jenen Sieg des Lebens über den Tod, wie wir ihn alljährlich im Frühling sehen oder vielmehr zu sehen vermeinen. Es handelt sich dabei ja doch nur um einen Gedankenkurzschluss; wir wissen durchaus, dass das Leben, das jetzt da draußen aufblüht, doch auch dem Tode verfallen ist; wir schieben nur den Gedanken daran immer wieder von uns fort und wehren uns auf diese Weise gegen einen Pessimismus, der an sich berechtigt wäre, aber nun einmal zu nichts nütze ist. Nein, um recht Ostern zu feiern, müssen wir schon auf die Botschaft hören, die Gott uns in seinem Wort sagen lässt, und die weiß nichts von einem allgemeinen Naturgesetz, dass das Leben stärker sei als der Tod, dass das Gute kräftiger sei als das Böse, oder was dergleichen idealistische Dogmen mehr sein mögen, an die ja ohnehin niemand mehr recht glaubt.“

Drei Wochen bevor 163 Sonderhäftlige aus dem KZ Dachau von der Gestapo abstransportiert wurden, hält Martin Niemöller am Ostermontag, 2. … Mehr

Martin Niemöller, Weihnachtspredigt zu Lukas 2,10-12 im KZ Dachau 1944: „Wenn wir aber nun in die Tiefe schauen und fragen, was denn diese menschliche Hilflosigkeit und irdische Heimatlosigkeit des Jesuskindes uns zu sagen haben, dann fängt eben hier die wahrhaft frohe Botschaft an: Gott – der ewigreiche und allmächtige Gott – geht ein in die äußerste menschliche Armseligkeit, die man sich denken kann. Kein Mensch ist so schwach und hilflos, in Jesus Christus kommt Gott zu ihm her, mitten hinein in unsere Not; und kein Mensch ist so verlassen und heimatlos in dieser Welt, in Jesus Christus sucht Gott ihn auf, mitten in unserm Elend.“

An Heiligabend 1944 durfte Martin Niemöller im Zellenbau des Konzentrationslagers Dachau einen Gottesdienst halten, der ersten nach siebeneinhalb Jahren Gefangenschaft. … Mehr