Hans Ehrenberg, Pfingstpredigt über Apostelgeschichte 2,1-13 (1937): „Diejenigen, welche sich bei den ersten Pfingsten über Jesu Jünger erregten, waren Menschen, ge­wohnt an Bibel und kirchliche Gemeinschaft und bekannt mit den Weissagungen der Schrift auf das Kommen des Geistes, und doch waren sie nicht vorbereitet, als sie urplötzlich dem heiligen Geist in Person begegneten. Um wieviel weniger ist der Mensch von heute in der Lage, den Geist in Person zu erkennen, der Mensch von heute, der ohne Bibel lebt und anstatt Weissagungen auf einen kommenden himmlischen Geist Nachrichten über einen gegenwärtigen irdischen Geist aufzunehmen gewohnt ist! Der Mensch von heute, der von dem, was er Religion nennt, bestenfalls eine Ergänzung seines irdischen Schaffens, aber niemals einen vollständigen Duchbruch durch sein Erdenwallen erwartet! Gerade das ist doch Pfingsten: Durchbruch, radikaler und totaler Durchbruch durch alles, was menschlich und irdisch ist!“

Hans Ehrenberg (1883-1958), Vetter Franz Rosenzweigs, war als Judenchrist von 1925 bis 1937 Pfarrer an der Christuskirche in Bochum. Er … Mehr

Hans Ehrenberg, Das trinitarische Denken (1925): „Die Trinitätslehre ist keine Lehre vom Gottesbegriff. Denn es gibt im Angesichte Gottes keinen Begriff Gottes. Da gibt es nur den Namen Gottes. Und dieser kann nicht gelehrt, sondern nur „genannt“, nur angebetet werden. Jede Lehre vom Gottesbegriff entwurzelt die christliche Lehre, läßt also die Wurzel des Stammes, Israel, absterben und gibt dem Stamm eine künstliche Wurzel in der Philosophie.“

Es hat in jüngerer Zeit verschiedene Aufsätze über eine biblische Trinitätslehre gegeben, so z.B. B. Klappert, Die Trinitätslehre als Auslegung … Mehr