Dietrich Bonhoeffer, Predigtmeditation über Johannes 20,19-31 (1940): „Auf dem, was wir sehen, kann der Glaube nicht ruhen und gewiss werden, sondern allein auf dem Worte Gottes. Millionen von Zweiflern werden nach Thomas kommen. Ihr Zweifel wird nicht durch Sehen und Tasten überwunden werden, sondern durch das Zeugnis von dem lebendigen Christus. Auch Thomas konnte nicht seinen Augen und Händen trauen, sondern Christus allein. Darum das Schweigen über das, was er tat, und der schlichte Bericht über sein Osterbekenntnis.“

Für den Sonntag Quasimodogeniti 1940 hatte Dietrich Bonhoeffer folgende Predigtmeditation verfasst: Predigtmeditation über Johannes 20,19-31 Von Dietrich Bonhoeffer Am Abend … Mehr

Über alle Zweifel erhaben? Je mehr der Glaube fassen und tragen soll, umso eher wird er angezweifelt: „Da mag mancher sich die eigenen Zweifel ersparen wollen, indem er die überlieferten Glaubenshinhalte in das Sieb der eigenen Vernunft gibt. Das, was man vernünftigerweise durchgehen lassen kann, lässt sich in der Tat problemlos begreifen – eben wie feiner Sand. Aber wie soll man auf einem solchermaßen durchgesiebten Glaubenssand für die Ewigkeit bauen können? Mit der Zeit entrinnt der vernünftige Glauben unseren eigenen Händen.“

Über alle Zweifel erhaben? Je mehr der Glaube fassen und tragen soll, umso eher wird er angezweifelt Gibt es Gott … Mehr

Zweifel ist der Bruder des Glaubens (Über Glaubenszweifel): „Was sich da­bei im Bereich des Gemütes und der Empfindungen als „Trockenheit“ und „dunkle Nacht“ äußert, wird im Be­reich des Erkennens als Verunsiche­rung und Zweifel erfahren: Bisherige Gottesbilder und Glaubensvorstellun­gen, die einmal tragfähig waren, erwei­sen sich als zu vordergründig und zu eng gedacht, Wünsche und Erwartun­gen an Gott offenbaren sich als allzu menschliche „Projektionen““ (Reinhold Körner).

Glaubenszweifel sind für Protestanten weithin kein theologisches Thema, allenfalls die Anfechtung (tentatio) wird bedacht. In der RGG4 fehlt jedenfalls der … Mehr

Im Raum des Glaubens. Predigt zu Johannes 20,19-29 (Ungläubiger Thomas und die Glaubenszweifel): “ Glaube ist keine Kopfgeburt, kein Geäst lebensdürrer Lehren, auch kein Irrgarten sonderlicher Gedanken, sondern Gottesnähe. Dass ich mich mit meinem Leben auf Jesus Christus beziehen kann, das ist mein Glaube, meine Hoffnung, …“

Im Raum des Glaubens. Predigt zu Johannes 20,19-29 24Thomas aber, einer der Zwölf, der auch Didymus genannt wird, war nicht … Mehr