Abraham Joshua Heschel, Das Gebet als Äußerung und Einfühlung (1939): „Beten heißt, an ein Wort fassen, an den Endpunkt einer Schnur, die gleichsam zu Gott führt. Je größer die Kraft, um so höher ist der Aufstieg an dem Wort. Beten heißt aber auch, dass der Widerhall des Wortes wie ein Senkblei in die Tiefe der Person fällt. Je reiner die Bereitschaft, um so tiefer dringt das Wort.“

Nachdem Martin Buber Abraham Heschel 1937 als seinen Nachfolger an das Jüdische Lehrhaus in Frankfurt am Main berufen hatte, wurde … Mehr

Ein britisches Gebet für Deutschland während des Ersten Weltkriegs: „Gib Deinen Segen, o Vater, dem Volk jenes großen und schönen Landes, mit dessen Herrschern wir im Krieg stehen. Stärke die Hände der Weisen und Gerechten, die der Nächstenliebe folgen und nach Gerechtigkeit und Freiheit suchen, unter ihnen wie unter uns. Vertreibe die bösen Leidenschaften von Hass, Misstrauen und dem Fieber des Krieges, unter ihnen wie unter uns.“

Ein britisches Gebet für Deutschland während des Ersten Weltkriegs Dieses Gebet für Deutschland, das Frau Lucy Gardner zugeschrieben wird, wurde … Mehr

Hans Joachim Iwands Predigtmeditation zu Johannes 16,23b-33 (Rogate, 1950): „Wo die Gemeinde sich selbst schon als Sieger fühlt und nicht mehr teilnimmt an der Enge und Drangsal dieses todgeweihten, angefochtenen Daseins in der Welt, wo man jetzt schon mitherrschen und mittriumphieren und die Knechtsgestalt der Kirche hin­ter sich lassen möchte, da wird man ebenso lasch und glaubenslos, phrasen- und formel­haft werden im Gebet wie dort, wo man sich einem pseudochristlichen Fatalismus überlässt und mit dem Unglauben an den Sieg Jesu über den Kosmos auch den ‚Sinn des Bittgebetes‘ über­haupt in Frage stellt und die entscheidenden Schlachten und Aufgaben eben nicht mehr so, in der eigenen Ohnmacht vor Gott und allein durch sein Eingreifen und sein Handeln zu bestehen wagt.“

Predigtmeditation zu Johannes 16,23b-33 (Rogate, 1950) Von Hans Joachim Iwand Er in der Mitte der auf seinen Namen hin vereinigten,er, … Mehr

Martin Luther über die not-wendige Praxis des Gebets in ‚Das schöne Confitemini‘: „Das Beten, Notanzeigen und Händeaufheben sind Gott die allerangenehmsten Opfer. Er begehrt es, er will es haben, dass du deine Not ihm vorlegen, nicht auf dir liegen lassen und dich selbst damit schleppen, zernagen und martern sollst, womit du aus einem Unglück zwei, ja zehn und hundert machst. Er will, dass du zu schwach sein sollst, solche Not zu tragen und zu überwin­den, damit du in ihm stark zu werden lernst und er in dir durch seine Stärke gepriesen wird. Siehe, daraus werden Leute, die da Christen heißen, andernfalls nur Schwätzer und Wortemacher, die viel über Glauben und Geist von sich geben, aber nicht wissen, was es ist oder wovon sie selbst reden.“

Über die not-wendige Praxis des Gebets In seiner Schrift „Das schöne Confitemini“ von 1530 hat Martin Luther Psalm 118 ausgelegt. … Mehr