Friedrich Mildenberger über den Prediger Salomo (Kohelet) in seiner Abschiedsvorlesung Freiheitsverständnisse und ihre Folgen (1994): „Wir alle wissen, wie das ist: »Ich bin so frei«, sage ich, wenn ich irgendwo zu Gast bin und mir ein Stuhl oder auch ein Glas Wein angeboten wird. Dazu fordert der Prediger auf, zu solcher Freiheit: »Am guten Tag sei guter Dinge«, – sei so frei, diese Zeit anzunehmen. Und Luther hat das noch unterstrichen, indem er die zweite Hälfte des Satzes so übersetzte: »und den bösen Tag nimm auch für gut. Denn diesen schafft Gott neben jenem, dass der Mensch nicht wissen soll, was künftig ist.« Sicher ist das eine sehr freie Übertragung Luthers. Aber warum sollte er nicht so umschreiben, um damit die Aufforderung zu unterstreichen: sei so frei! Frei, bei dem zu bleiben, was dir gerade zukommt, auch wenn es nicht zu passen scheint.“

Über den Prediger Salomo Von Friedrich Mildenberger Wer einen Einblick in die theologische Arbeit Friedrich Mildenbergers gewinnen will, ist mit … Mehr

Erzliberal und radikal-orthodox: „Radikal-orthodox besagt, dass die Kirche eine distinkte Lehre mit eigenem Wortschatz und eigener Grammatik hat, die nicht unter einem universalen Geltungsanspruch hermeneutisch sinnentleert werden kann. So bleibt man als Christ in der Kirche beim Evangelium auf die endzeitliche Wiederkunft Jesu Christi hin.“

Erzliberal und radikal-orthodox Das gehört für Christen einfach zusammen: In Sachen Religion und Glaube wahrhaft liberal zu sein und gleichzeitig … Mehr

That’s Not What Luther Meant: „‚Christian Freedom‘ as Martin Luther proposed, was not at all about freedom in civil society nor about do-it-yourself religion. According to Luther the thoroughly sinful human has no birthright to genuine freedom. Humans also have no native right to stand in freedom before the triune God.“

The Lutheran „Crossing Community“ published the translation of my article „So hat es Luther nicht gemeint“ (which originally appeared in … Mehr

So hat es Luther nicht gemeint – Warum das Reformationsjubiläum fragwürdig ist: „Solange man Kirche als weltanschauli­ches Unternehmen missversteht, das auf einer Gottesidee sowie je eigenen religiösen Vorstellungen basiert, kann der Re­formation nicht wirklich gedacht wer­den.“

In der FAZ  ist von mir im Dezember 2010 ein Artikel zum Reformationsjubiläum unter dem Titel „So hat es Luther … Mehr