Hans Joachim Iwand, Lutherische Kirche?: „Die VELKD ist eine Konstruktion in einem gedachten Raum. Hier wird keine der uns heute bedrängenden Fragen, sei es theologischer, christlich, ethischer, sozialer oder staatsrechtlicher Natur neu angefasst und entschieden. Ob sie kommt oder nicht, ist ‚praktisch‘ egal. Sie ist lediglich eine Umgruppierung ‚im kirchlichen Raum‘. Solche otia sind uns heute verwehrt und haben schon genug Mühe und Zeit gekostet. Es wird für die echten Lutheraner der Tag kommen, da die Kirche, die ihrem Bekenntnis wirklich gemäß ist, in echten, praktischen Entscheidungen wachsen wird, wir sind darum ausgerufen, gerade von unserem Bekenntnis her, diesen Sturm an uns vorübergehen zu lassen. Das ist nicht die Reformation an Haupt und Gliedern, die die furchtbaren Ereignisse, die über uns gekommen sind, von uns verlangen.“

Da hat Hans Joachim Iwand schon 1946 scharfsinnig erkannt, dass die „Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD“ nicht im Dienst des…

Zur Ethik der Zahlen: „Wenn hinter Zahlen nicht länger wertzuschätzende Güter stehen, werden sie selbst zur alles bestimmenden Wirklichkeit. Es entsteht ein zahlen­getriebenes Handeln, das sich selbst nur noch zahlenwertig darzustellen und sich darin mit anderen Zahlengefügen zu vergleichen weiß. Die allumfassende Relativität der Zahlen lässt nichts gelten, was auf sich selbst beruhen kann. Zahlen sind in ihrer komparativen Eigendyna­mik nicht satisfaktionsfähig; ihnen fehlt die Genugtuung.“

Wenn Zahlen uns die alles bestimmende Wirklichkeit sind. Zur Ethik der Zahlen Zahlen sind uns alltäglich gegenwärtig, vorrangig im beruflichen…

Landesbischof Martin Haug gegen den staatlichen Einzug der Kirchensteuer (1950/54): „Man macht unserer Kirche ja den Vorwurf, dass wir eben das Kirchenvolk in die Kirche hineintaufen und es dauernd zum Objekt machen. Machen Sie bitte auch in finanziellen Dingen unsere Kirchenglieder je länger je mehr, was an uns liegt, zum Subjekt auf die Gefahr hin, dass vielleicht nicht wenige — ich bekomme ja viele Drohungen — wenn wir ernst machen die Kirche verlassen. Ich würde das sehr schwer nehmen und nehme es in jedem einzelnen Fall schwer. Aber ich würde das leichter nehmen, als dass wir sie auf diesem Weg allein festhalten. […] Wie kommen wir weiter auf dem Wege, auf den uns Gott gestellt hat, von der Staatskirche zur lebendigen Gemeinde?“

Das hat es im Nachkriegsdeutschland tatsächlich gegeben, ein Landesbischof, der sich deutlich gegen den staatlichen Einzug der Kirchensteuer gestellt hat…

„Und Gott befahl im Traum …“ Wenn Träume nicht nur Schäume sind: „Wir mögen auf Ermutigung für eigene Lebenspläne aus sein – Gott auf meiner Seite, der mir zusagt, dass ich es schaffen werde. Gerne reden wir von Lebensträumen, aber deren Verwirk­lichung kann unser Leben nicht dauerhaft erfüllen. Es gibt immer ein unerfülltes Danach. Wenn uns Gott im Traum etwas zu sagen hat, will er damit unser Leben zu ihm führen. So hat es einst Jakob in seinem Traum von der Himmelsleiter erfahren: ‚Hier ist die Haus Gottes und das Tor zum Himmel!'“

Wenn Träume nicht nur Schäume sind Jede Nacht ist bei uns Kopfkino angesagt. Die meisten Träume schaffen es nicht in…