NAMENSgedächtnis statt Gottdenken. Warum Christen nicht an „Gott“ glauben: „Was Menschen Zukunft verheißt, sind weder allgemein Gedachtes noch die Natur, sondern Namen, die glaubwürdige Geschichten tragen. So wird JHWH im Psalmgebet vertrauensvoll angegangen: ‚Du bist mein Fels und meine Burg, und um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen.‘ (Ps 31,4) Dem biblischen Zeugnis zufolge umfasst der Name all das, was JHWH an seinem Volk Israel und durch seinen Sohn Jesus Christus zum Heil der Völker getan hat. Wer das unaussprechliche Tetragramm überliest, erweist sich als Analphabet des eige­nen Lebens.“

Seit meiner Lehrtätigkeit in Hongkong 2002-2008 bearbeite ich einen eigenen Text „NAMENSgedächtnis statt Gottdenken“. Diesen halte ich selbst für die…

Johann Eberlin von Günzburg über die Pfarrer im Utopiestaat Wolfaria: „Der Bischof soll jedoch fünfzehn Gulden weniger bekommen als die anderen Pfaffen. Unter großer Strafe soll niemand einem Pfaffen etwas besonders für seine Arbeit geben, weder Opfer, Bußgeld noch Seelen-Messen.“

Der Reformator und vormalige Franziskanermönch Johann Eberlin von Günzburg (1460-1533) hat im zehnten seiner „15 Bundsgenossen“, einer Sammlung reformatorischer Flugschriften,…

Hans Joachim Iwand, Den Cäsaren keinen Weihrauch opfern (DIE ZEIT, 1959): „Da ich an das Absterben des Staates nicht glaube, diese These auch – das bedeutet Römer 13 – für nicht biblisch halte, muss ich noch etwas sagen: Niemand hat ein Recht, Bischof Dibelius in seiner Stellungnahme zu tadeln, der die Nichtanerkennung des ostdeutschen Staatswesens gerechtfertigt findet. Diese Schrift ist nur der Ausdruck der Verzweiflung über den anarchi­schen Zustand in den das deutsche Volk politisch geraten ist und der notwendigerweise zu einem gefährlichen ethischen Dilemma führt, das Dibelius offen beim Namen genannt hat, allerdings mit falschen Konsequenzen.“

Da gab es innerhalb der EKD 1959/60 einen „Obrigkeitsstreit“, der vom damaligen Ratsvorsitzenden der EKD und (Gesamt-)Berliner Bischof Otto Dibelius…

Hans Joachim Iwand, Martin Luther – Der Kampf um die reine Lehre: „Am Anfang der Reformation steht kein sich selbst täuschender Optimismus, sondern ein neugewonnener Sinn für letzte Realität, für die Entdeckung der Wirklichkeit Gottes und des Menschen. Dieser tapfere Glaube wendet sein Angesicht ganz und gar der furchtbaren Wirklichkeit zu, der Wirklichkeit in uns und um uns, wie sie vor Gott und durch Gott vor aller Welt offenbar ist — mit der nimmt er den Kampf auf. Nicht aus eigener Kraft, aber aus der Kraft dessen, der am Kreuz das Gericht über unsere Wirklichkeit enthüllt und diese zugleich verändert hat. ‚Der Kreuzestheologe sagt, was wirklich los ist‘, schreibt Luther einmal. Seine Theologie ist schonungsloser Realismus der Tiefe und der Höhe, des Zorns und der Gnade. Weil es um den wirklichen Gott geht und um den wirklichen Menschen, darum muss der eingebildete Himmel und die eingebildete Menschennatur aus dem Blick gebracht werden.“

Martin Luther – Der Kampf um die reine Lehre Von Hans Joachim Iwand Wir haben uns hier versammelt, um uns…

Hans Joachim Iwand, Der letzte Feind, der aufgehoben wird, ist der Tod. Predigt zu 1. Korinther 15,26 (1935): „Der Tod ist nicht nur der Feind des Menschen, sondern er ist auch Gottes Feind! Wenn wir das glauben könnten, dass Gott und wir denselben Feind haben, dass der Tod nicht nur mit Menschen, sondern mit Gott im Kampfe liegt, dass wir hier mit Gott in einer Front stehen! Gerade das will die Schrift uns sagen. Es wäre nur die halbe Wahrheit, wollten wir uns von ihr die Herrschaft und Größe des Todes vor Augen malen lassen, dann aber den Blick abwenden, wenn sie uns gerade daran die Herrschaft und Größe Gottes dartun möchte. Der Tod muss auch weichen, wenn der Tag der Gottesherrschaft hereinbricht.“

Da findet Hans Joachim Iwand starke Worte in seiner „Totenfestandacht“ zu 1 Korinther 15,26 aus dem Jahr 1935, die das…

Charles A. Feys „Liberty Bell“ und das göttliche Lebensglück: „Der Klang der metallenen Wertmarken sowie der Einbau eines Glöckchens in den Mechanis­mus inspirierte Charles Fey zu der Namensgebung ‚Liberty Bell‘, die sich als Emblem – mit Riss – und dem entsprechenden Schriftzug auf dem Gehäuse seines Spielautomaten findet. Was für ein Versprechen – Gewinn der eigenen (finanziellen) Freiheit an einem Spiel­auto­maten! Hirnforschung wie auch Lebenserfahrungen sprechen da eine gegenteilige Sprache: Im Zusammenspiel von Spielautomat und Spieler hat nämlich der Automat den Spieler im Griff. Geld erregt das Belohnungssystem im Gehirn.“

Charles A. Feys „Liberty Bell“ und das göttliche Lebensglück Als am 8. Juli 1776 in Philadelphia zum ersten Mal in…