Ewiger Gott,dein Wort uns zugesprochen birgt Frucht.Öffne die Türe des Glaubens,damit es sich segensreich entfalte.Durch unsern Herrn Jesus Christus,deinen Sohn,der…
Martin Luther, Entwurf zum Lobpreis der Musik (Encomion musices, 1538): „In summa die edle Musica ist nach Gottes wordt / der höchste Schatz auff Erden. Sie regiret alla Gedanken / sinn / hertz und muth. Wilstu einen betrübten frölich machen / einen frechen wilden Menschen zeumen das er gelinde werde / einem zaghafftigen einen muth machen / einen hoffertigen demütigen / und dergleichen / was kann besser dazu dienen / denn diese hohe / theure / werde und edle kunst.“
Entwurf zum Lobpreis der Musik (Encomion musices, 1538) Von Martin Luther Allen liebhabern der freien Kunst Musica / wünsch ich…
Salmen Gradowski, Freitagabend (Aufzeichnungen aus Auschwitz): „Kann man denn jetzt den Schöpfer noch rühmen? Hat das noch einen Sinn? Ist es denn denkbar, samstäglichen Segen zu sprechen, wenn ringsherum das Blut in Strömen fließt? Das Gebet an denjenigen richten, der die Schreie und das Weinen unschuldiger Säuglinge nicht hören will? Nein! Mit schwerem Seufzer verließen die Gebetsgegner die Versammlungen, gegen alle zürnend, die ihre Empörung nicht teilten.“
Salmen Gradowski (gestorben am 7. Oktober 1944 im KZ Auschwitz-Birkenau) war dem jüdischen Sonderkommando zugeteilt, das die Häftlinge bei der…
Wie die Luther-Bibel 2017 in der Übersetzung von Matthäus 18,6 die Betroffenen sexueller Gewalt in der Kirche zu Mittätern macht: „Wer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, …“
Wie die Luther-Bibel 2017 in der Übersetzung von Matthäus 18,6 die Betroffenen sexueller Gewalt in der Kirche zu Mittätern macht…
Odo Marquard, Narrare necesse est (1999): „Je mehr wir rationalisieren, umso mehr müssen wir erzählen. Je moderner die moderne Welt wird, desto unvermeidlicher wird die Erzählung.“
Narrare necesse est Von Odo Marquard Erst seine Widerfahrnisse und Geschichten machen den Menschen als solchen erkennbar Hat die Erzählung…
Karl Barth 1968 im Telefonat mit Eduard Thurneysen am Vorabend seines Todes: „Lassen wir die Hoffnung nicht sinken, die Hoffnung für alle Menschen, für die ganze Völkerwelt! Gott lässt uns nicht fallen, keinen einzigen von uns und uns alle miteinander nicht! – Es wird regiert!
Am Abend des 9. Dezember 1968, dem Vorabend seines Todes, telefonierte Karl Barth (1886-1968) mit seinem Freund Eduard Thurneysen (1888-1974).…
Ernst Wiechert über den Nationalsozialismus in seiner Rede an die deutsche Jugend 1945: Es war nicht eine politische Form wie andere Formen. Es war nicht ein System der Philosophie wie viele Systeme, die der Menschengeist geboren und dem Menschengeist dargeboten hatte. Es war nicht eine Sekte, die an das alte Gottesgewand einen neuen Saum nähte. Es war mehr als alles dieses. Es knetete mit seinen Händen ein neues Götterbild und richtete es auf, hoch über allem Volke, und es sagte: „Dies ist Gott, und nichts ist außer ihm. Und wer nicht anbetet, soll des Todes sterben.“
Seit Anfang der 1930er Jahre gehörte Ernst Wiechert (1887-1950) zu den meistgelesenen Autoren deutscher Sprache, seine Werke erreichten Millionenauflagen. Nach…
Tagesgebet zum letzten Sonntag nach Epiphanias (Verklärung Christi), 28. Januar 2024
HERR Gott, himmlischer Vater,deinen Sohn hast du in das ewige Licht deiner Herrlichkeit verklärt.Zieh uns zu ihm hin,dass wir aus…
Pfarrer Karl Steinbauer über die Verweigerung des Glockengeläuts zum Wahlsieg der NSDAP im März 1936: „Ich soll sozusagen mit dem Läuten Gott zu diesem Betrug ,Ja‘ sagen lassen und der Gemeinde gegenüber so tun, als sei die Wahl Anlass, auf die Knie zu fallen und Gott zu danken. Dann hätte ich Menschen und Gott belogen, wie es in der Apostelgeschichte bei Ananias und Saphira heißt (Apg. 5,1 ff.). Ich kann das um keinen Preis der Welt tun. Unsere Glocken rufen zum Wort der Wahrheit und zum Gebet. Ich würde mich schämen, wieder auf die Kanzel zu gehen, wenn ich wissentlich solchen Betrug mit Glockenläuten gedeckt hätte.“
Verweigerung des Geläuts nach der über 99 % „Ja-Wahl“ am 29.3.1936 Von Karl Steinbauer Zufällig war ich am Dienstag um…