Rudolf Bohren, Predigen in dürftiger Zeit (2004): „Wo ein Christ ist, wird das Wunder wiedergeboren. Darum ist jeder Christ sehr wichtig – ein Wunder eben. Vielleicht kann ein armer Bauernknecht aus dem Berner Oberland auch dem Land an der Ostsee zum Segen werden. Was ihm zuwuchs, haben andere in jahrelanger spiritueller Übung sich anzueignen versucht, bis die Gnade über sie kam. Und Gnade braucht das Land wie Regen und Sonnenschein. Wer sie empfängt, erhält sie für das Land.“

Predigen in dürftiger Zeit Von Rudolf Bohren I. Kirche — Auslaufmodell oder Hoffnungsträger? In meinem langen Predigerleben habe ich in…

Elie Wiesel, Erinnerung und Ethik. Lektüren und Kommentare (2007): „Die Herausforderung und die Bedrohung für die Kultur, für die Bildung, vom ethischen Standpunkt aus gesehen, haben also einen Namen. Und der Name der Herausforderung ist natürlich der Name eines Feindes. Der Feind der Kultur, des Gedächtnisses. Und er heißt Fanatismus. Fanatismus bedeutet Hass. Fanatismus macht blind, und Hass ist eine ansteckende Krankheit.“

Erinnerung und Ethik. Lektüren und Kommentare Von Elie Wiesel „Sie hat dunkle Augen und das Lächeln eines verängstigten Kindes. Ich…

Hans Seifert, Das Ulmer Münster: „Dieser Hauptturm, der sich weit über die Mauern dieser Stadt, ja selbst über den schwäbischen Albrand hinaus­streckte, war das Zeichen einer gültigen, überirdischen, christlichen Ordnung. So fand der Baugedanke des Ulrich von Ensingen seine Verwirklichung. Wenn wir etwa von Südosten her das Ganze auf uns wirken lassen, so mögen wir etwas ahnen von dem Schwung dieser Komposition in Stein, der die Erbauer bestimmt hat.“

Das Ulmer Münster Von Hans Seifert Wer in seinem Denken bestimmt ist von den Forderungen eines zweckgebundenen Nutz­baues, wird nie…

Edmund Burkes Rede an die Wähler von Bristol über die Unabhängigkeit eines Volksvertreters (1774): „Wohl wählt ihr allein einen Abgeordneten, aber wenn ihr ihn ge­wählt habt, dann ist er nicht mehr Vertreter von Bristol, sondern ein Mitglied des Parlamentes. Falls der lokale Auftraggeber ein Interesse verfolgen oder sich eine voreilige Meinung gebildet haben sollte, die ganz offensichtlich im Wider­spruch zum wahren Wohl der restlichen Gemeinschaft stehen, dann sollte der Abgeordnete dieses Wahlkreises, so gut wie jeder andere, davon Abstand neh­men, diese Sonderinteressen durchzusetzen.“

Rede an die Wähler von Bristol über die Unabhängigkeit eines Volksvertreters Von Edmund Burke Gewiss, meine Herren, es sollte das…

Cicely Saunders, Wenn Patienten sagen, dass sie sterben wollen (Hospice and Pallative Care, 1990): „Die spezifische Bitte „Töte mich“ oder „Mein Vater sollte nicht mehr aufwachen“ kommt immer noch äußerst selten vor. Das jeweilige Teammitglied muss zuhören und zeigen, dass die Verzweiflung erkannt und ver­standen wird, die zu dieser Bitte geführt hat. Einige brauchen die Beruhigung, daß der Tod selbst ganz einfach kommen wird, wenn es gute Betreuung gibt. Und die Befreiung von Schmerzen kann dazu führen, dass die Bitte immer schwächer und schließlich vergessen wird.“

Wenn Patienten sagen, dass sie sterben wollen Von Cicely Saunders Menschen, die in einem aktiven interdisziplinären Team arbei­ten, finden, daß…

Brief der Kirchenvorsteher aus Ay-Senden und Weißenhorn an den bayerischen Ministerpräsidenten Ludwig Siebert vom 15. Januar 1939: „Die ganze evangelische Kirchengemeinde Ay-Senden und Weissenhorn ist über den Überfall der SA-Leute auf das Pfarrhaus äußerst empört, erhebt flammen­den Protest und verlangt, dass Herr Pfarrer Steinbauer sofort wieder aus der Schutzhaft entlassen wird, um zu seiner Familie zurückzukehren und sein Amt in der Gemeinde wieder bekleiden kann. Ebenso verlangt die ganze evangelische Bevölkerung, dass die schuldigen SA-Leute über diesen Überfall zur Rechenschaft gezogen und bestraft werden, denn Herr Pfarrer Steinbauer hat sich nichts zu Schulden kommen lassen, das eine derartige Behandlung rechtfertigen würde.“

Nachdem Pfarrer Karl Steinbauer am 15. Januar 1939 nach seiner Predigt über Matthäus 2,13-23 in seinem Pfarrhaus in Senden-Ay von…

Patrick D. Miller, Vom Predigen der Zehn Gebote: „Es gibt viele Menschen, die die Gebote als reduktionistisch empfinden, wenn es darum geht, moralische Fragen von Bedeutung zu behandeln. Das heißt, sie sind zu einfach, um über die ganz grundlegenden Fragen hinaus viel Hilfe zu bieten. Sie befassen sich mit moralischen Wahrheiten, die so akzeptiert sind, dass sie nicht ernsthaft diskutiert werden müssen.“

Vom Predigen der Zehn Gebote Von Patrick D. MillerPrinceton Theological Seminary, Princeton, New Jersey Ohne konkrete Daten zu haben, vermute…