Quousque tandem? (1930) Von Karl Barth Durch unsere Kirchenzeitungen und Gemeindeblätter ging vor einigen Wochen — gewiß durch eine jener…
Tagesgebet zum Sonntag vor der Passionszeit (Estomihi), 11. Februar 2024
Herr, unser Gott,Dein Sohn hat für uns seinen Weg ans Kreuz beschritten.So hat sich Deine Liebe dem Tod ausgesetzt.Führe uns…
Ernst Akiba Simon, Der Mensch der zweiten Naivität (1964): „Die Einfalt der Kindheit ist eine »immerwährende Vergangenheit« (Franz Rosenzweig), die sich bei der Geburt eines jeden Kindes täglich erneuert; die zweite Naivität hegt stets in der Zukunft, aber die ihr teilhaftig Gewordenen leben schon gegenwärtig in ihrer Atmosphäre, nicht immer, aber immer wieder.“
Die Rede von einer second naiveté wird gemeinhin Paul Ricœur (Symbolik des Bösen) zugeschrieben. Tatsächlich geht diese Redewendung auf den…
Ernst Lange, Zur Theorie und Praxis der Predigtarbeit (1967): „Die Predigt hat den Glauben nicht von dem Gedränge der Wirklichkeit zu entlasten, das ist ohnehin unmöglich; sie hat auch das, was gegen Gott spricht, nicht einfach beziehungslos zu kontrieren mit dem biblischen Zeugnis von dem Geschehen, von dem Menschen, der für Gott spricht, Jesus Christus. Sondern sie hat Verheißung und Wirklichkeit miteinander zu versprechen, so dass verständlich wird, wie die Christusverheißung auch und gerade diese den Glauben bedrängende Wirklichkeit betrifft, aufbricht.“
Zur Theorie und Praxis der Predigtarbeit[1] Von Ernst Lange I. Die gegenwärtige Problematik des Predigens »Die Bedeutung der traditionellen Predigt«,…
Friedrich Schleiermacher über die Ehe. Zweite Predigt (1820): „Möchten wir nur mit vereinten Kräften auf alle Weise aller Art von Herzenshärtigkeit entgegenarbeiten, welche die Gottgefälligkeit der Ehe in ihrem Ursprung und ihrem Fortgange gefährdet! Damit alle Ehen, welche die christliche Kirche segnet im Himmel geschlossen seien, und es unter uns keine Macht der Sünde mehr gebe, welche sie zu trennen vermöge. Amen.“
Über die Ehe. Zweite Predigt (1820) Von Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher Was wir so eben gesungen haben, m. a. Fr.,…
Wilhelm Vischer, Alttestamentliche Vorbilder unseres Pfarramts (1958): „Ein Pfarrer, dem das aufgegangen ist, der liest die Bibel mit offenen Sinnen für das, was um ihn herum vor sich geht. Das Problem «Christ und Welt» bewegt er in Fragen und Antworten. Er ist in der Gefahr, sich zu zersplittern. Weil man ihn von allen Seiten um seine Ansicht fragt, bildet er sich ein, er verstehe alles. Und am größten ist die Gefahr, dass er Christus verleugnet, indem er das sagt, was man gern hört, und zu dem rät, was Erfolg verspricht.“
Alttestamentliche Vorbilder unseres Pfarramts Von Wilhelm Vischer Der Hirt An ihn denken wir zuerst, heißt doch in manchen Kirchen der…
Johannes Brenz, Fragstück des christlichen Glaubens für die Jugend (Katechismus von 1535): „Was ist die Tauf? Antwort: Die Tauf ist ein Sakrament und ein göttlich Wortzeichen, damit sich Gott, der Vater, durch seinen Sohn Jesum Christum samt dem Heiligen Geist verspricht, dass er dem Getauften ein gnädiger Gott will sein und verzeihe ihm alle sein Sünd, nehm ihn auf an eins Kinds Statt und zum Erben aller himmlischen Güter.“
Fragstück des christlichen Glaubens für die Jugend (1535) Von Johann Brenz (1499-1570) [Vorwort:] Johann Brenz den Kindern zu Schwäbisch Hall.…
Karl Barth, Die christliche Verkündigung im heutigen Europa (1946): „Die interessante Frage hinsichtlich der christlichen Verkündigung von Gottes Gnade und Reich, der Verkündigung Jesu Christi im heutigen Europa kann nur heißen: ob denn diejenigen, welche an diese Verkündigung glauben, welche sich selber für sie verantwortlich wissen, tatsächlich mitten in diesen eben angeführten Arbeits- und Lebensfragen stehen? Wir — wir, die es angeht — haben sie zu beantworten. Wie werden wir sie beantworten?“
Die christliche Verkündigung im heutigen Europa[1] Von Karl Barth Europa ist der Lebensbereich, in welchem wir alle, Deutsche und Schweizer,…
Elie Wiesel über Erinnerung und Ethik (2011): „Das größte Gebot in der Bibel sind für mich nicht die Zehn Gebote. Erstens ist es zu schwierig, sie zu befolgen. Zweitens tun wir alle so, als würden wir sie einhalten. Mein Gebot lautet: ‚Du sollst nicht tatenlos zusehen.‘ Das heißt, wenn du Zeuge einer Ungerechtigkeit wirst, darfst du nicht tatenlos zusehen.“
Erinnerung und Ethik By Elie Wiesel Kanzler, Vorsitzender des Kuratoriums, Mitglieder der angesehenen Fakultät, Familien, Eltern, Großeltern und Freunde, und…