Hermann Sasse, Luthers Glaube an die Eine Heilige Kirche (1943): „Wie die Welt gibt, das sehen wir an den zerstörten Städten Deutschlands, an den zer­trümmerten Domen am Rhein, den tausendjährigen Gotteshäu­sern, an den rauchgeschwärzten Ruinen der alten Kirchen von Hamburg, Lübeck und Rostock. Aber durch den namenlosen Jammer dieser Zeit, durch Sterbensnot und tiefste menschliche Verzweiflung hören wir die Stimme dessen, der da zu seiner Ge­meinde spricht: „Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.“ Und wir sprechen mit dem Apostel: Ja, er ist un­ser Friede. Und wir beten mit der Kirche aller Zeiten: Amen, ja komm Herr Jesu! Und wir bekennen mit Herz und Mund, mit der ganzen Christenheit: Ich glaube an den Heiligen Geist, Eine Hei­lige Christliche Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen. Amen.“

Luthers Glaube an die Eine Heilige Kirche (1943) Von Hermann Sasse Fast drei Jahrhunderte lang hat die evangelische Kirche Augs­burgs…

Karl Löwiths Rundfunkvortrag über die Freiheit zum Tode (1969): „Der Mensch hat die spezifische Möglichkeit, sich zu seinem Leben und Ableben als dem seinen verhalten zu können. Er hat die Freiheit, das Faktum seines leibhaftigen Daseins nicht bloß hinzunehmen, sondern es eigens anzu­nehmen oder abzulehnen und das Nichtmehrdasein in Gedanken, oder auch in der Tat, vorwegzunehmen. Für gewöhnlich bedeutet jedoch eine solche Vorwegnahme des Todes keine Freiheit zu ihm, sondern Angst vor ihm.“

Die Freiheit zum Tode (1969) Von Karl Löwith Der Tod ist nicht nur der Widerspruch zum Leben, sondern konstitu­tiv für…

Albrecht Grözinger über Eduard Thurneysen als Seelsorger (1996): „Noch auf dem Sterbebett (Thurneysen stirbt am 21.8.1974 in Basel) gel­ten seine letzten Worte, schon im Halbdunkel des na­henden Todes, der Serviererin im Café der Nachbarschaft, der er in einer schwierigen Situation als Seelsorger beistehen konnte. Auch dies ein Gleichnis von Macht und Ohnmacht unserer Seelsorge.“

Eduard Thurneysen Von Albrecht Grözinger I. Biographie Eduard Thurneysen wurde am 10. Juli 1888 in Walenstadt im Kanton St. Gallen…

Rudolf Bultmann, Am Sarge Hans von Sodens. Traueransprache zu 1. Korinther 4,1-4 (1945): „In einer Taufpredigt hat er vor Jahren einmal das rührende Vertrauen des kleinen Kindes so charakterisiert, dass man deutlich versteht: Er will damit indirekt das Vertrauen des Christen be­schreiben. Es ist ein Vertrauen, ‚das anmutet wie ein geheimes Wis­sen um eine höhere Macht und eine stärkere Liebe, als wir sie ihm bei aller Anstrengung, Hingabe und Zucht gewähren können, – wie eine stille Erinnerung an eine ewige Heimat, die ihm unverloren bleibt, während es seine Wanderung über die Erde antritt.’“

Am Sarge Hans von Sodens. Traueransprache zu 1. Korinther 4,1-4 Von Rudolf Bultmann Da verstirbt Hans von Soden am 2.…

Dietrich Korsch, Das Wort Gottes und die Musik bei Luther. Re-Lektüre von Luthers Rhau-Vorrede von 1538: „Wenn wir das Wirken des Wortes Gottes in Analogie zur Musik näher betrachten, stellen wir fest, dass es in der Mitte der menschlichen Seele einen inneren Wendepunkt gibt: Durch die Berührung mit dem Wort Gottes in ihrer unmittelbaren affektiven Existenz wird die Seele bewegt, sich auszudrücken. Das Ausdrucksmittel der Seele ist auch die Musik, aber die Musik erhält in diesem Moment ihren präzisesten Sinn: Sie dient als Ausdruck des Lobes des Herrn.“

Das Wort Gottes und die Musik bei Luther. Re-Lektüre von Luthers Rhau-Vorrede von 1538 Von Dietrich Korsch „Das Thema ist…

Wolf-Dieter Hauschild im Kirchlichen Jahrbuch 1976/77 zum Brief Tübinger Theologiestudenten an Günter Sonnenberg: „Dieser Brief signalisiert die Verwirrung der Geister, die in der ganzen Terrorismusdiskussion seit 1972 zutage trat, in exemplarischer Weise, weil er die prinzipielle Kritik an den gesellschaftlichen Strukturen, über deren Berechtigung im einzelnen gestritten werden muß, mit einer Unsicherheit in der Frage, welche politischen Kampfmittel gegen eine vermeintlich übermächtige Repression noch legitim sind, vermischt.“

Wolf-Dieter Hauschild im Kirchlichen Jahrbuch 1976/77 zum Brief Tübinger Theologiestudenten an Günter Sonnenberg: Nach dem Mord an Generalbundesanwalt Buback war…

Friedrich Mildenberger, Welthafte Wirklichkeit in ihrer Begründung in Gott: Versuch einer offenbarungstheologischen Neuinterpretation der Transzendentalienmetaphysik (1986): „Die Aufmerksamkeit, in der der Glaubende sein Innen durch die Wahrheit und Güte welthafter Wirklichkeit und darin durch die Ge­genwart der Zeit Gottes bestimmen läßt, sieht sich verbunden und verbündet mit dem, was ich Einsicht des Lebens genannt habe, dem Herzen des Menschen.“

Welthafte Wirklichkeit in ihrer Begründung in Gott Versuch einer offenbarungstheologischen Neuinterpretation der Transzendentalienmetaphysik. Gottes Offenbarung in Jesus Christus als Ermöglichung…