Über das Auftreten des Baltringer Haufens in Oberschwaben 1525 (Heggbacher Chronik): „Da fingen sie an und sagten, sie brauche sich ihrer nicht zu schämen, sondern sie hätten ihren Herrn, insbesondere Ulrich Schmid. Der wurde so in dem gemeinen Haufen geehrt, dass man ihn auf Stangen erhöhte, damit er das Volk lehre, und der Heilige Geist redete scheinbar aus ihm. Da fing er an und bat, dass man ihm ein wenig zuhöre, was er lehre. Da fing er an, von Adam zu sagen und von Mose, wie wir selbst arbeiten sollten, und so sollte es jedermann tun, und auch wie sich Mose vor dem Pharao abgemüht hätte und wie man einer Obrigkeit nichts geben sollte. Man hörte ihm mit Fleiß zu. Und wir lachten drinnen genug darüber.“

Über das Auftreten des Baltringer Haufens in Oberschwaben 1525 In Oberschwaben bildet sich Ende 1524 der Baltringer Haufen. Von seinem…

Martin Luther über das Wort der Wahrheit (Sermo praescriptus praeposito in Litzka, 1512): „Mag einer noch so keusch sein, so menschlich, so gelehrt, mag er Er­folge haben mit Rücktritten zur Kirche, mag er Häuser bauen, seine Gewalt ausbreiten, ja mag er Wunder tun, Tote auferwecken, Dämonen austreiben: Jener allein ist ein Priester und Pastor, der ein Bote des Herrn der Heerscharen ist, d.h. ein Bote Gottes, der mit dem Worte Gottes dem Volke vorangeht, ihm dient zu dieser göttlichen Geburt.“

Über das Wort der Wahrheit (Sermo praescriptus praeposito in Litzka, 1512) Anlässlich einer Bezirkssynode des Bistums Brandenburg zum 22. Juni…

Rudolf Hermann, Der erinnerte Christus (1960): „Gott ist in dem, wo­von da berichtet wird, zumal in Christus, nicht vorfindbar, wohl aber, wenn man ihn sucht, auffindbar. Das Trostwort Jeremias im Namen Gottes an die nach Ba­bylon Exilierten: ‚So ihr mich von ganzem Herzen suchet, will ich mich von euch finden lassen‘, darf von uns auch auf jene von Gott erwählte Ge­schichte angewandt werden.“

Der erinnerte Christus Von Rudolf Hermann Die Frage nach Jesus Christus, zumal auch nach seiner geschichtlichen Erschei­nung, hängt nicht zuletzt…

Die Zwölf Artikel der Bauernschaft in Schwaben 1525 (in heutigem Deutsch): „Zum zwölften ist unser Beschluss und endgültige Meinung, wenn einer oder mehrere Artikel, die hier aufge­stellt sind, dem Worte Gottes nicht gemäß wären – wie wir aber nicht glauben –, dieselbigen Artikel möge man uns mit dem Wort Gottes als unzutreffend erweisen, so wollen wir davon abstehen, wenn man es uns aufgrund der Schrift er­klärt. Für den Fall, dass man uns schon jetzt einige Artikel zuließe und danach sich herausstellte, dass sie unrecht wären, sollen sie von Stund an tot und hinfällig sein und nichts gel­ten.“

Die Zwölf Artikel der Bauernschaft in Schwaben Die jeweiligen Forderungen und Artikel der Bauern blieben im Bauernkrieg meist auf ihren…

Norbert Lüdecke über die Rechtsstellung des Papst im Evangelischen Staatslexikon: „Der Papst besitzt die formal so qualifizierte Gewalt in ih­rer ganzen Fülle. Dem Papst kommt die gesamte Gewalt Christi für seine Kirche auf Erden ohne jede Einschrän­kung zu. Die Vollgewalt mit ihren Funktionen der Ge­setzgebung, der Rechtspre­chung und der Verwaltung erstreckt sich auf die Glaubens- und Sitten­lehre wie auf die gesamte kirchliche Rechtsordnung, auf Lehre und Disziplin.“

Papst Von Norbert Lüdecke I. Begriff Griech. παππασ, lat. papa = Vater. Ursprünglich Ehrentitel, später Amtsbezeichnung, seit Gregor VII. (Dictatus…

Zur Schlacht bei Leipheim 1525. Aus dem Tagebuch des Herolds Hans Lutz: „Und sobald der wohlgeborene Herr Jörg der Feind ansichtig ward, da ließ er ein Lärmen schlagen und seinen Trompeter Lärmen blasen. Da machte man die Ordnung zu Ross und zu Fuß, und fiel Herr Jörg über die Bauern mit seinem Leibfähnlein und mit dem Rennfähnlein. Und Herr Jörg jagte den Bauern das steinerne Kreuz ab und schrie mit lauter Stimme: „All mir nach!“ Er gewann den Bauern den tiefen Weg ab, und gab ihm Gott das Glück, dass er die Bauern schlug (Gott sei Lob und Ehr gesagt), und nahm den Bauern 4 Falkonettlein, und ist mir recht, auch 4 Fähnlein. Und schlug tot mehr denn 2000 Bauern, und ertranken der Bauern selber in der Donau bei 1500.“

Zur Schlacht bei Leipheim 1525. Aus dem Tagebuch des Herolds Hans Lutz Hans Lutz begleitete Jörg Truchsess von Waldburg vom…

Karl Barth über Unsterblichkeit (1957): „Dieser ist der unsterbliche Gott: der eine, mit dem der Mensch es im Sterben zu tun bekommt. Dieser ist der Richter, dem er sein abgeschlosse­nes Dasein in seiner befristeten Zeit vorzuweisen hat. Die­ser ist das Jenseits seines Diesseits, die Zukunft seiner Gegenwart. Dieser aber ist offenbar als sein Jenseits, als seine Zukunft, auch eines jeden Menschen Hoffnung. In dem einen Menschen Jesus Christus hat er ja auch ihn nicht verworfen, sondern erwählt, ist er ja gerecht und barmherzig auch für ihn eingetreten, hat er ja auch ihn schon vom Tode errettet, hat er ja auch sein Sterbliches, wie es auch war, angenommen und mit Unsterblichkeit bekleidet, hat er ja auch ihm ewiges Leben geschenkt — alles in freier unver­dienter Gnade.“

Unsterblichkeit Von Karl Barth «Unsterblich» ist ein solches Wesen, das darum nicht sterben wird, weil es nach seiner besonderen Art…