O Gott, du Schöpfer des Himmels und der Erde,du hast deinen Sohn Jesus Christus für mich in die Welt gesandt,dass…
Fridolin Stiers Übersetzung von Jona 2,3-10 und der Christus der Abgründe (Cristo degli abissi): „In die Tiefe hattest du mich, / ins Herz der Meere geworfen, / der Urstrom um mich wallte, / all deine Brecher, deine Wogen, / brandeten über mich hin.“
Der Cristo degli abissi (deutsch: Christus der Abgründe) ist eine Bronzestatue geschaffen vom Bildhauer Guido Galletti, die 1954 auf dem…
Jakob Holzwart über die Erstürmung des Schlosses Münsterhausen am 13. Mai 1525 durch das „Rote Fähnlein“ (Rustica seditio totius fere Germaniae): „Während sie umherstreiften, um zu plündern, wollte ein Bauer etwas Pulver mitnehmen, von dem dort eine große Menge vorhanden war. Plötzlich brachte er einen Zunder herbei, und das ganze Pulver entzündete sich und explodierte, sodass das ganze Schloss erschüttert wurde. Zuerst wurde der Bauer aus Kirchhaslach erstickt, dann breitete sich Rauch und Feuer über das ganze Schloss aus. Die Bauern, die durch diesen plötzlichen Vorfall erschreckt waren, suchten nach einem Ausweg und füllten so schnell wie möglich die Leitern. Aufgrund der Enge kletterten einige über die Köpfe der anderen, andere sprangen aus den Fenstern. Einige, aber nicht viele, die zu langsam waren, wurden zusammen mit dem Schloss verbrannt.“
In Nikolaus Thomans Weißenhorner Historie ist der Eroberung des Schlosses Münsterhausen (zwischen Burtenbach und Thannhausen, Lkr. Günzburg) ein Absatz gewidmet:…
Neues Testament und Rassenfrage. Stellungnahme von Professoren wider einen kirchlichen Arierparagraphen (September 1933): „Nach dem Neuen Testament ist die christliche Kirche eine Kirche aus ‚Juden und Heiden‘, die sich sichtbar in einer Gemeinde zusammen finden. Nach dem Neuen Testament sind für die Zugehörigkeit zu dieser Gemeinde allein der Glaube und die Taufe maßgebend; es können aber Juden und Heiden in gleicher Weise zum Glauben kommen und getauft werden. Nach dem Neuen Testament sind zu kirchlichen Amtsträgern Juden und Heiden in grundsätzlich gleicher Weise geeignet. Sie werden zu einem kirchlichen Amt allein nach dem Maßstab ihres Glaubens, ihres Wandels und ihrer persönlichen Eignung von der Kirche und nur von ihr berufen.“
Neues Testament und Rassenfrage. Stellungnahme von Professoren wider einen kirchlichen Arierparagraphen (September 1933) Aus dem Neuen Testament ist eine direkte…
Friedrich Mildenberger, Das Recht des Predigtamtes nach der Confessio Augustana (1980): „Der Auftrag zum Predigtamt ist mit der Sendung der Apostel durch Christus gegeben. Im Namen Christi, nicht im Namen der Gemeinde, wird das Amt geführt. Aber die Gemeinde hat das Recht darauf, dass bei ihr dieses Predigtamt auch wirklich im Namen Christi und in seinem Sinn geführt wird.“
Das Recht des Predigtamtes nach der Confessio Augustana Von Friedrich Mildenberger Wir haben als lutherische Kirche im Jahr 1980 keinen…
Aus dem Kirchlichen Jahrbuch 1969: Der „Fall Rothschuh“: „Nach einem Gespräch mit theologischen Mitgliedern des Stuttgarter Oberkirchenrats, über das der Ehemann Rothschuh in einem Anschlag am Schwarzen Brett der evang.-theol. Fachschaft in Tübingen berichtete, teilte der Oberkirchenrat mit Unterschrift des Landesbischofs Frau Rothschuh mit, dass bei aller Anerkennung der ‚Offenheit und Redlichkeit …, mit der Sie mitgeteilt haben, welche Rolle Sie heute im Kirchendienst übernehmen könnten‘, das Gespräch mit den Oberkirchenräten ergebe, ‚dass Sie leider an Vorentscheidungen gebunden sind, die es uns leider unmöglich machen, Sie zum Dienst der Verkündigung zu verpflichten.’“
Aus dem Kirchlichen Jahrbuch 1969: Der „Fall Rothschuh“[1] Von Gottfried Niemeier Zu Beginn des Jahres erregte der „Fall Rothschuh“ weit…
Friedrich Wilhelm Hopf, Wer war Hermann Sasse?: „Im August 1949 wanderte er mit seiner Familie nach Australien aus, wohin ihn die dortige Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche an ihr Theologisches Seminar in North Adelaide berufen hatte. Hinter dem Abschied von Erlangen stand Sasses Protest gegen den Anschluss der Evangelisch-Lutherischen Kiche in Bayern an die von ihm als unionistisch abgelehnte ‚Evangelische Kirche in Deutschland‘ (1948). Von Australien aus hat er vor allem durch seine ‚Briefe an lutherische Pastoren‘ wie auch durch eine umfangreiche Korrespondenz das kirchliche Geschehen in Deutschland bis zu seinem Heimgang am 9. August 1976 mit innerster Teilnahme begleitet.“
Wer war Hermann Sasse? Von Friedrich Wilhelm Hopf Im Frühjahr des Revolutionsjahres 1933 wurde er Professor an der Universität Erlangen,…
Paul Schempp, Predigt über Johannes 7,33-39 (1935): „Wird Gottes Wort weiterziehen und eine tote, selbstsichere Kirche zurücklassen, deren Gottesdienste wie leerlaufende Maschinen sind? Ist vielleicht gar schon die Zeit angebrochen, da man Christus umsonst sucht? An der Kirche wird heute viel herumgedoktert und man möchte sie gern lebendig und stark und einflußreich haben. An der Organisation fehlt’s, sagt der eine; an der zeitgemäßen Predigt, der andre. Ja, ja, es fehlt hinten und vorne, oben und unten, bei den Pfarrern und den Gemeinden, aber es könnte auch noch viel schlimmer sein: Christus könnte uns fehlen.“
Predigt über Johannes 7,33-39 Von Paul Schempp 33 Da sprach Jesus zu ihnen: Ich bin noch eine kleine Zeit bei…
Karl Barth über Humor und Lachen in seiner Ethik-Vorlesung 1928/29: „Ein befreites Lachen ist ein solches Lachen, das aus dem Wissen kommt, wie wir trotz des gegenteiligen Aspektes der gegenwärtigen Wirklichkeit letztlich dran sind. Auch vom Humor gilt, dass er echt nur ist, wenn er aus dem Leid geboren ist. Hinter ihm steht ja wahrhaftig gerade, wenn er stark ist, die ganze Not des Seufzens unter den Leiden, unter der ganzen grausigen Unerlöstheit unserer Gegenwart, die ganze Fragwürdigkeit unserer geschöpflichen Existenz und die ganze Aufgehobenheit unserer Existenz als Sünder, die von Barmherzigkeit leben. Wer darum nicht weiß, wer nicht weiß, dass wir nichts zu lachen haben, wie sollte der lachen können, wie man es als Kind Gottes allerdings können muss?“
Dialektisches über Humor und das Lachen der Kinder Gottes Von Karl Barth Humor bedeutet also fraglos ebenso wie Kunst ein…