Zur Kritik des sakramentalen Verständnisses der Taufe. Thesen Von Eberhard Jüngel I. Was hat die Taufe mit dem Begriff Sakrament…
Paul Valéry, Betrachtungen zum ‚Cimetière Marinʻ (1933): „Es gibt keinen wirklichen Sinn eines Textes. Der Autor hat hier keine Autorität. Was immer er hat sagen wollen: er hat geschrieben, was er geschrieben hat. Einmal publiziert, ist der Text wie eine Apparatur, deren sich jeder auf seine Weise und nach seinen Möglichkeiten bedienen kann: es ist nicht sicher, daß der Erbauer sie besser verwendet als irgendein anderer.“
Betrachtungen zum ‚Cimetière Marinʻ (1933, Auszug) Von Paul Valéry Der Dichter ist in meinen Augen an seinen Idolen kenntlich sowie…
Tagesgebet zum 13. Sonntag nach Trinitatis, 25. August 2024
Gott, unser Vater,Du hast alle Menschen zu Deinem Ebenbild geschaffen.So sind wir einander gleichgestellt.Öffne unsere Augen und unser Herz,damit wir…
Hans W. Frei, „Erzählung“ in christlicher und moderner Lesart (“Narrative” in Christian and Modern Reading, 1990): „Sobald der religiöse Gebrauch auch Glaubensaussagen einschließt, die auf diesen Erzählungen beruhen, beginnen Theorien der zwingenderen Art wieder, zu Recht oder zu Unrecht, nach Anerkennung zu schreien. Werden die Erzählungen wörtlich oder in anderer Weise verwendet, wenn der heilige Text, in dem sie enthalten sind, als „Wort Gottes“ bezeichnet wird? Wenn es im Glaubensbekenntnis heißt, dass Jesus gekreuzigt, gestorben und begraben wurde, dass er in die Hölle hinabgestiegen und am dritten Tag von den Toten auferstanden ist? Wenn gesagt wird, dass Glaubensbekenntnisse nur liturgische und andächtige Funktion haben?“
„Erzählung“ in christlicher und moderner Lesart („Narrative“ in Christian and Modern Reading) Von Hans W. Frei I. Allgemeiner Hintergrund Die…
Hans Joachim Iwand, Von Bildung, Einbildung und Unbildung. Ein Wort zum sogenannten Boykott der Königsberger Theologischen Fakultät (1936): „Wir lesen die Schrift, um das Wort zu hören, nicht um es uns hörig zu machen. Wir lesen sie und werden davon ergriffen, aber wir können es nicht ergreifen. Wir sind auf dem Wege, aber wir sind noch nicht am Ziel. Denn durch die ganze Heilige Schrift geht eine Bewegung. Es ist eine Richtung in ihr, die nach vorn weist. Es geht vom Gesetz zum Evangelium, von den unfruchtbaren Werken des Gesetzes zu den Früchten des Geistes, vom alten zum neuen Bund, von den steinernen Tafeln zu den lebendigen Herzen.“
Am 15. November 1936 erschien im ostpreußischen Mitteilungsblatt der Deutschen Christen ein Artikel von Hans Michael Müller (1901-89), seit 1934…
Martin Luthers Gebet zu den Sakramenten: „An diese deine Sakramente hast du uns Christen gebunden, du hast dich darin offenbart und uns befohlen, dich dort zu ergreifen.“
O Gott, du Schöpfer des Himmels und der Erde,du hast deinen Sohn Jesus Christus für mich in die Welt gesandt,dass…
Fridolin Stiers Übersetzung von Jona 2,3-10 und der Christus der Abgründe (Cristo degli abissi): „In die Tiefe hattest du mich, / ins Herz der Meere geworfen, / der Urstrom um mich wallte, / all deine Brecher, deine Wogen, / brandeten über mich hin.“
Der Cristo degli abissi (deutsch: Christus der Abgründe) ist eine Bronzestatue geschaffen vom Bildhauer Guido Galletti, die 1954 auf dem…
Jakob Holzwart über die Erstürmung des Schlosses Münsterhausen am 13. Mai 1525 durch das „Rote Fähnlein“ (Rustica seditio totius fere Germaniae): „Während sie umherstreiften, um zu plündern, wollte ein Bauer etwas Pulver mitnehmen, von dem dort eine große Menge vorhanden war. Plötzlich brachte er einen Zunder herbei, und das ganze Pulver entzündete sich und explodierte, sodass das ganze Schloss erschüttert wurde. Zuerst wurde der Bauer aus Kirchhaslach erstickt, dann breitete sich Rauch und Feuer über das ganze Schloss aus. Die Bauern, die durch diesen plötzlichen Vorfall erschreckt waren, suchten nach einem Ausweg und füllten so schnell wie möglich die Leitern. Aufgrund der Enge kletterten einige über die Köpfe der anderen, andere sprangen aus den Fenstern. Einige, aber nicht viele, die zu langsam waren, wurden zusammen mit dem Schloss verbrannt.“
In Nikolaus Thomans Weißenhorner Historie ist der Eroberung des Schlosses Münsterhausen (zwischen Burtenbach und Thannhausen, Lkr. Günzburg) ein Absatz gewidmet:…
Neues Testament und Rassenfrage. Stellungnahme von Professoren wider einen kirchlichen Arierparagraphen (September 1933): „Nach dem Neuen Testament ist die christliche Kirche eine Kirche aus ‚Juden und Heiden‘, die sich sichtbar in einer Gemeinde zusammen finden. Nach dem Neuen Testament sind für die Zugehörigkeit zu dieser Gemeinde allein der Glaube und die Taufe maßgebend; es können aber Juden und Heiden in gleicher Weise zum Glauben kommen und getauft werden. Nach dem Neuen Testament sind zu kirchlichen Amtsträgern Juden und Heiden in grundsätzlich gleicher Weise geeignet. Sie werden zu einem kirchlichen Amt allein nach dem Maßstab ihres Glaubens, ihres Wandels und ihrer persönlichen Eignung von der Kirche und nur von ihr berufen.“
Stellungnahme von Professoren wider einen kirchlichen Arierparagraphen (September 1933) Neues Testament und Rassenfrage. Stellungnahme von Professoren wider einen kirchlichen Arierparagraphen…