Das Recht des Predigtamtes nach der Confessio Augustana Von Friedrich Mildenberger Wir haben als lutherische Kirche im Jahr 1980 keinen…
Aus dem Kirchlichen Jahrbuch 1969: Der „Fall Rothschuh“: „Nach einem Gespräch mit theologischen Mitgliedern des Stuttgarter Oberkirchenrats, über das der Ehemann Rothschuh in einem Anschlag am Schwarzen Brett der evang.-theol. Fachschaft in Tübingen berichtete, teilte der Oberkirchenrat mit Unterschrift des Landesbischofs Frau Rothschuh mit, dass bei aller Anerkennung der ‚Offenheit und Redlichkeit …, mit der Sie mitgeteilt haben, welche Rolle Sie heute im Kirchendienst übernehmen könnten‘, das Gespräch mit den Oberkirchenräten ergebe, ‚dass Sie leider an Vorentscheidungen gebunden sind, die es uns leider unmöglich machen, Sie zum Dienst der Verkündigung zu verpflichten.’“
Aus dem Kirchlichen Jahrbuch 1969: Der „Fall Rothschuh“[1] Von Gottfried Niemeier Zu Beginn des Jahres erregte der „Fall Rothschuh“ weit…
Friedrich Wilhelm Hopf, Wer war Hermann Sasse?: „Im August 1949 wanderte er mit seiner Familie nach Australien aus, wohin ihn die dortige Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche an ihr Theologisches Seminar in North Adelaide berufen hatte. Hinter dem Abschied von Erlangen stand Sasses Protest gegen den Anschluß der Evangelisch-Lutherischen Kiche in Bayern an die von ihm als unionistisch abgelehnte „Evangelische Kirche in Deutschland“ (1948). Von Australien aus hat er vor allem durch seine „Briefe an lutherische Pastoren“ wie auch durch eine umfangreiche Korrespondenz das kirchliche Geschehen in Deutschland bis zu seinem Heimgang am 9. August 1976 mit innerster Teilnahme begleitet.“
Wer war Hermann Sasse? Von Friedrich Wilhelm Hopf Im Frühjahr des Revolutionsjahres 1933 wurde er Professor an der Universität Erlangen,…
Paul Schempp, Predigt über Johannes 7,33-39 (1935): „Wird Gottes Wort weiterziehen und eine tote, selbstsichere Kirche zurücklassen, deren Gottesdienste wie leerlaufende Maschinen sind? Ist vielleicht gar schon die Zeit angebrochen, da man Christus umsonst sucht? An der Kirche wird heute viel herumgedoktert und man möchte sie gern lebendig und stark und einflußreich haben. An der Organisation fehlt’s, sagt der eine; an der zeitgemäßen Predigt, der andre. Ja, ja, es fehlt hinten und vorne, oben und unten, bei den Pfarrern und den Gemeinden, aber es könnte auch noch viel schlimmer sein: Christus könnte uns fehlen.“
Predigt über Johannes 7,33-39 Von Paul Schempp 33 Da sprach Jesus zu ihnen: Ich bin noch eine kleine Zeit bei…
Karl Barth über Humor und Lachen in seiner Ethik-Vorlesung 1928/29: „Ein befreites Lachen ist ein solches Lachen, das aus dem Wissen kommt, wie wir trotz des gegenteiligen Aspektes der gegenwärtigen Wirklichkeit letztlich dran sind. Auch vom Humor gilt, dass er echt nur ist, wenn er aus dem Leid geboren ist. Hinter ihm steht ja wahrhaftig gerade, wenn er stark ist, die ganze Not des Seufzens unter den Leiden, unter der ganzen grausigen Unerlöstheit unserer Gegenwart, die ganze Fragwürdigkeit unserer geschöpflichen Existenz und die ganze Aufgehobenheit unserer Existenz als Sünder, die von Barmherzigkeit leben. Wer darum nicht weiß, wer nicht weiß, dass wir nichts zu lachen haben, wie sollte der lachen können, wie man es als Kind Gottes allerdings können muss?“
Dialektisches über Humor und das Lachen der Kinder Gottes Von Karl Barth Humor bedeutet also fraglos ebenso wie Kunst ein…
Hermann Sasse, Luthers Glaube an die Eine Heilige Kirche (1943): „Wie die Welt gibt, das sehen wir an den zerstörten Städten Deutschlands, an den zertrümmerten Domen am Rhein, den tausendjährigen Gotteshäusern, an den rauchgeschwärzten Ruinen der alten Kirchen von Hamburg, Lübeck und Rostock. Aber durch den namenlosen Jammer dieser Zeit, durch Sterbensnot und tiefste menschliche Verzweiflung hören wir die Stimme dessen, der da zu seiner Gemeinde spricht: „Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.“ Und wir sprechen mit dem Apostel: Ja, er ist unser Friede. Und wir beten mit der Kirche aller Zeiten: Amen, ja komm Herr Jesu! Und wir bekennen mit Herz und Mund, mit der ganzen Christenheit: Ich glaube an den Heiligen Geist, Eine Heilige Christliche Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen. Amen.“
Luthers Glaube an die Eine Heilige Kirche (1943) Von Hermann Sasse Fast drei Jahrhunderte lang hat die evangelische Kirche Augsburgs…
Karl Löwiths Rundfunkvortrag über die Freiheit zum Tode (1969): „Der Mensch hat die spezifische Möglichkeit, sich zu seinem Leben und Ableben als dem seinen verhalten zu können. Er hat die Freiheit, das Faktum seines leibhaftigen Daseins nicht bloß hinzunehmen, sondern es eigens anzunehmen oder abzulehnen und das Nichtmehrdasein in Gedanken, oder auch in der Tat, vorwegzunehmen. Für gewöhnlich bedeutet jedoch eine solche Vorwegnahme des Todes keine Freiheit zu ihm, sondern Angst vor ihm.“
Die Freiheit zum Tode (1969) Von Karl Löwith Der Tod ist nicht nur der Widerspruch zum Leben, sondern konstitutiv für…
Albrecht Grözinger über Eduard Thurneysen als Seelsorger (1996): „Noch auf dem Sterbebett (Thurneysen stirbt am 21.8.1974 in Basel) gelten seine letzten Worte, schon im Halbdunkel des nahenden Todes, der Serviererin im Café der Nachbarschaft, der er in einer schwierigen Situation als Seelsorger beistehen konnte. Auch dies ein Gleichnis von Macht und Ohnmacht unserer Seelsorge.“
Eduard Thurneysen Von Albrecht Grözinger I. Biographie Eduard Thurneysen wurde am 10. Juli 1888 in Walenstadt im Kanton St. Gallen…
Fridolin Stier im Zwiegespräch mit dem Herr Gott: „Ja, gelästert haben Sie mich! … Sie wissen wohl nicht, wie sehr mir die Lästerungen enttäuschter Liebe zu Herzen gehen?“ Sprachs und ließ mich verdattert sitzen.
„Nein!“ „Mein Name ist Gott“, sagt der Fremde. „Na, dann, Guten Tag Herr Gott! Sind Sie gewiß der einzige dieses…