Über den Aufstand der Bauern (1525) Von Philipp Bayrhammer OPraem (1718-1761) Der ungläubige Thomas Müntzer war es, der den Bauern…
Joseph Wittig, Fußspuren Gottes: „Euch, ihr jungen Freunde, sage ich auch: ‚Es war alles natürlich in meinem Leben, alles einfach, alles selbstverständlich und alltäglich. Aber eben das Natürliche und das Selbstverständliche und das Einfache und das Alltägliche, das sind die Fußspuren des lebendigen Gottes in meinem Leben und in jeglichem Menschenleben.’“
Fußspuren Gottes Von Joseph Wittig Junge Freunde begehrten von mir, daß ich ihnen von den Fußspuren Gottes in meinem Leben…
Zur Schlacht bei Leipheim (1525). Aus der Bauernkriegschronik des Schreibers des Truchsessen Georg von Waldburg: „Als er nun in den Ring kam, fragte ihn Herr Georgs Kaplan, ob er beichten wolle. Der Pfarrer sagte: ‚Nein‘ und fügte hinzu: ‚Liebe Herren, ich bitte euch, dass ihr euch nicht an mir ärgert, dass ich nicht beichte, denn ich habe Gott, meinem himmlischen Vater, gebeichtet, der mein Herz besser kennt als jeder andere.‘ Bevor das Urteil vollstreckt wurde, tröstete der Pfarrer seine Untertanen und sprach: ‚Seid getröstet, denn heute werden wir im Paradies vereint sein.‘ Dann erhob er seine Augen und sprach: ‚Allmächtiger Gott, ich danke dir, dass ich um deines göttlichen Wortes willen sterben soll, und dass du mich aus diesem Jammertal zu dir nehmen willst, nicht wegen des göttlichen Wortes, sondern wegen des Aufruhrs.’“
Zur Schlacht bei Leipheim (1525). Aus der Chronik des Schreibers des Truchsessen Georg von Waldburg (in heutigem Deutsch) Der Schreiber…
Trutz Rendtorff, Zehn Thesen zur theologischen Auseinandersetzung mit dem Terrorismus vom Juni 1977: „4. Das theologische Problem, das uns im Terrorismus begegnet, ist das Problem der Freiheit, ihrer Wirklichkeit, Begründung und Gestalt. Die theologische Begründung der Freiheit hat die Überwindung der unmittelbaren Selbstdurchsetzung des Menschen zum Inhalt. 5. Gewaltanwendung und Kampf um Selbstbestimmung treten heute oft zusammen auf. Aber zwischen ihnen muß ein definitiver Unterschied gemacht werden. Ein Freiheitsbewußtsein, das mit der Möglichkeit seiner gewaltsamen Realisierung liebäugelt – aus was für moralischen oder sozialen Gründen immer –, ist noch nicht zu seiner eigenen Wirklichkeit gekommen.“
Zehn Thesen zur theologischen Auseinandersetzung mit dem Terrorismus vom Juni 1977 Von Prof. Trutz Rendtorff 1. Terrorismus als planmäßige Anwendung…
Eduard Thurneysen, Gnade genügt. Predigt zu 2.Korinther 12,1-10: „Lass es dir sagen: Wenn du schwach bist, dann bist du stark, denn in der Schwachheit geht dir das Geheimnis Christi auf. Dann lernst du verstehen, was es ist um die Kraft seines Kreuzes, seines Blutes, seiner Auferstehung. Darum bleibe auch du dabei: Seine Gnade genügt mir! Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark. Denn Gott selber neigt sich herunter zu den Schwachen. Wo die Schwachheit ist in unserm Leben, da ist die Einfallspforte für die Gnade. In den Schwachen vollendet sich die Kraft des Heilandes. Darum sei getrost, ja sei fröhlich, du Schwacher, du an deinen Pfahl Gebundener.“
Gnade genügt. Predigt zu 2.Korinther 12,1-10 Von Eduard Thurneysen Wenn denn gerühmt sein soll, so sei es! Nützlich ist es…
Eberhard Jüngel, Der alte Mensch – als Kriterium der Lebensqualität (1976): „Der christliche Glaube hat von Gott so zu reden, dass seine Menschwerdung – bis hin zum Tode am Kreuz – als Rechtfertigung des sein Menschsein verfehlenden Menschen zur Geltung gebracht wird. Das besagt, dass der Mensch in seinem Menschsein vor Gott anerkannt ist, ohne dafür etwas tun zu müssen oder auch nur tun zu können. Gott gegenüber ist der Mensch ein Nehmender, insofern er sich selbst von seinem Gott entgegennimmt. Sich selber empfangen zu können, die eigene Person von Gott entgegennehmen zu können – das ist Glaube.“
Der alte Mensch – als Kriterium der Lebensqualität. Bemerkungen zur Menschenwürde der leistungsunfähigen Person Von Eberhard Jüngel Das menschliche Leben…
Ulrich Artzt, Hauptmann des Schwäbischen Bundes, an den Rat zu Augsburg zur Schlacht bei Leipheim (5. April 1525): „Jörg Truchsess hat gestern vor Leipheim ob tausend Bauern erstochen, viele hundert ertränkt, Leipheim hat sich auf Gnad und Ungnad, ebenso Günzburg, Langenau und andere Flecken viel ergeben: allein 12 Flecken, die Weißenhorn unterworfen sind. Es ist beschlossen, dass man die Vorgeher und Anstifter in beiden Städten köpft und die zwei Pfaffen soll man an einen dürren Ast eines Baumes hängen. Heute morgen ist der Nachrichter hinausgefahren, um vor Allem den Pfaffen ihren Lohn zu geben.“
Ulrich Artzt, Hauptmann des Schwäbischen Bundes, an den Rat zu Augsburg zur Schlacht bei Leipheim 4. April 1525 Mit Weißenhorn…
Hermann Sasses persönliche Erklärung zur Barmer Theologischen Erklärung vom 31. Mai 1934: „Indem die Synode die bei einer Beschlussfassung über Bekenntnisfragen gebotene itio in partes vermieden, vielmehr als ganze eine Lehrerklärung angenommen hat, hat sie sich faktisch als Lehrinstanz für Lutheraner und Reformierte erklärt. Als solche kann sie von der Kirche Augsburgischen Bekenntnisses niemals anerkannt werden, da die lutherischen Bekenntnisse eine über den Konfessionen stehende evangelische Kirche und ein Lehramt einer solchen Kirche nicht kennen.“
Persönliche Erklärung zur Barmer Theologischen Erklärung vom 31. Mai 1934 Von Hermann Sasse Zu dem der Bekenntnissynode von ihrem Theologischen…
Philipp Melanchthon, Gesetze für die Studenten zu Wittenberg (1523): „Der Rektor wird es keinesfalls zulassen, dass irgendeiner der unerfahrenen jungen Männer, die nicht selbst für sich sorgen können, ohne einen festen Lehrer herumirrt, der ihn zu den besten Studien hinführt und daran gewöhnt. Denn sie leisten Gott wenig angenehmen Dienst, wenn sie, obwohl sie in einer verantwortlichen Position sind, die Jungen willkürlich irren lassen. Und Gott hat den Jungen auferlegt, den Ratschlägen und der Autorität der Weisen zu gehorchen. Wenn sich also jemand weigern sollte, sich auf Anordnung des Rektors einem Lehrer anzuvertrauen, und wenn es das Alter und die Gerechtigkeit erfordern, soll er aus der Stadt verwiesen werden.“
Philipp Melanchthon, Rektor, an die Studenten. Wer auch immer du bist, der du diesem literarischen Orden angehörst und Schüler unserer…