Der Fall Ijjob Von Fridolin Stier Ijjob aus Us, hochangesehen und an Gütern reich gesegnet, verliert plötzlich, in einer raschen … Mehr
Kategorie: Theologie
Jürgen Roloff, Kirche in der Bibel: „Zentrale Motive frühchristlichen Kirchenverständnisses erschließen sich anhand der Bilder, die das Neue Testament für die Kirche gebraucht: Dass sie ständig durch Christus bestimmt und geleitet wird, kommt im Bild von der Herde, deren Hirte Christus ist, zum Ausdruck; ähnliches besagt auch das Bild von der Kirche als »Braut« Christi; dass sie der Raum eines neuen Gottesverhältnisses und der Ort der Gegenwart Gottes ist, der den bisherigen Kultus ablöst, wird mit dem Bild des Tempels umschrieben. Hinweis auf ihre Kontinuität zum alttestamentlichen Israel ist die Bezeichnung »Volk (Gottes)«. Das theologisch gewichtigste Bild ist jedoch das vom »Leib Christi«.“
Kirche in der Bibel Von Jürgen Roloff 1. Bezeichnung Das deutsche Wort »Kirche « kommt vom spätgriechischen kyriake »dem Herrn … Mehr
Adolf Martin Ritter über Arius: „Es macht den einzigartigen Rang des »arianischen Streites« und seine exemplarische Bedeutung bis heute aus, dass man ihm wohl erst dann voll gerecht wird, wenn man sich darin die Problematik der geistesgeschichtlichen Beziehungen zwischen Antike und Christentum überhaupt bündeln und verdichten sieht. Dadurch, daß die Alte Kirche – nach einigem Schwanken gewiß – am Ende dem Arianismus gegenüber bei ihrem Nein blieb, kam es zum Bruch mit der naiven Aufnahme antiken Seinsverständnisses zur Deutung des biblischen Kerygmas.“
Arius Von Adolf Martin Ritter Arius (Areios) war (nach Epiphanius, Panar. 69, 1.2) Libyer von Herkunft. Sein Geburtsjahr könnte etwa … Mehr
Thomas F. Torrance über das Homoousion: „‚Homoousion‘ ist alles andere als eine Zwangsjacke für das Evangelium. Ganz im Gegenteil: durch den Bezug auf den ontischen Zusammenhang in der Beziehung zwischen Christus und dem Vater hat es sich als eine so fruchtbare Interpretationshilfe im Dienst des Evangeliums und der fortschreitenden, immer tiefer eindringenden Erfassung der Wahrheit erwiesen, daß es in der Alten Kirche als eine den nicänischen Vätern gewährte ‚inspirierte‘ Einsicht verehrt wurde. Deshalb hat sich auch der diese Einsicht ausdrückende Terminus von einem ökumenischen Konzil zum anderen bewährt, und zwar wegen seiner schöpferischen und heuristischen Kraft. Er war im Urgrund des Glaubens der Kirche so tief verwurzelt, dass er immer neue Hinweise auf noch tiefere Gesichtspunkte der göttlichen Wirklichkeit in Jesus lieferte, die im Bewusstsein der Kirche zu Wort kommen wollten.“
Homoousion Von Thomas F. Torrance Ich glaube … an Jesus Christus …Gott von Gott, Licht vom Licht,wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen … Mehr
James Barr über Friedrich Mildenbergers Biblische Dogmatik: „Mein abschließendes Urteil über Mildenbergers faszinierendes Werk ist, dass es sich um einen theologiegetriebenen und nicht um einen bibelorientierten Vorschlag handelt. Das Schema wird durch die nachbiblische theologische Tradition konstituiert, und das biblische Material wird in dieses Schema eingefügt. Es wäre falsch zu behaupten, dass Mildenberger nicht darüber nachdenkt, ob es biblisches Material gibt, das nicht in das Schema passt. Doch obwohl diese Frage zweifellos in seinem Kopf ist, gibt es kaum oder keine positive Auseinandersetzung mit ihr.“
Über Friedrich Mildenbergers Biblische Dogmatik Von James Barr Einige Leser könnten überrascht sein, dass ich hier ein Werk vorstelle, das … Mehr
Kornelis Heiko Miskotte, Flucht aus Babel (Vlucht uit Babel, 1956): „Tragisch wird es erst, wenn auch die Kirche in derselben Sprachzersetzung ihr Leben fristen müsste. Wenn sie keine Synthese zwischen Tradition und Innovation fände, zwischen der stets wirksamen Gleichnisrede und dem kreativen Bild. Wenn auch dort keine Jahrhunderte überspannende, Völker verbindende, die Philosophien überragende Einheit und Einfachheit der Sprache gefunden würde.“
Flucht aus Babel (Vlucht uit Babel, 1956) Von Kornelis Heiko Miskotte Ganz ruhig sprechen wir es aus: Wir verstehen einander … Mehr
Friedrich Gogarten, Zwischen den Zeiten (Christliche Welt, 1920): „Hüten wir uns in dieser Stunde vor nichts so sehr, wie davor, zu überlegen, was wir nun tun sollen. Wir stehen in ihr nicht vor unserer Weisheit, sondern wir stehen vor Gott. Diese Stunde ist nicht unsere Stunde. Wir haben jetzt keine Zeit. Wir stehen zwischen den Zeiten.“
Zwischen den Zeiten Von Friedrich Gogarten 1. Das ist das Schicksal unserer Generation, daß wir zwischen den Zeiten stehen. Wir … Mehr
Robert W. Jenson über Theosis und die Lehre von der Trinität (1993): „Die Einheit Gottes besteht nicht in der Einzigartigkeit, mit der seine Natur verwirklicht wird, sondern in der Kohärenz des einen Lebens oder der einen Geschichte, die zwischen Vater und Sohn im Heiligen Geist gelebt wird. Insofern wir „ist“ in diesem speziellen Zusammenhang verwenden, werden wir sagen: Der eine dreieinige Gott ist dieses Leben. Es gibt also ein Leben, das Gott ist. Und dieses Leben ist in sich selbst gemeinschaftlich; es gibt drei personale Individuen, die dieses Leben miteinander vollziehen. Daher können sie uns in dieses Leben hineinnehmen. So verstanden – gemäß der kappadokischen Trinitätslehre – können wir Gott werden, ohne die göttliche Natur zu erwerben, und damit ohne zusätzliche Instanzen dieser Natur zu werden.“
Theosis Von Robert W. Jenson (1930-2017) I Es ist bekannt, dass die Kirche der Väter das Heil in erster Linie … Mehr
Johann Baptist Metz, Gotteskrise. Versuch zur »geistigen Situation der Zeit« (1993): „Die biblische Botschaft ist in ihrem Kern eine Zeitbotschaft, eine Botschaft vom Ende der Zeit. Alle biblischen Aussagen tragen einen Zeitvermerk, einen Endzeitvermerk. Die Art, wie das Christentum zur Theologie wurde, hat den heilsdramatischen Zusammenhang zwischen Gott und Zeit entspannt. Die Theologie lebt zumeist von fremden, von geborgten Zeitverständnissen, die es in meinen Augen fraglich machen, wie in Verbindung mit ihnen der Gott der biblischen Überlieferung anzusprechen und zu denken sei.“
Gotteskrise. Versuch zur »geistigen Situation der Zeit« Von Johann Baptist Metz I. Zeitansage, zu sagen, was ist, war einmal Sinn … Mehr