Die Autorität und Bedeutung der Bibel[1] Von Karl Barth I. Ein Satz über «die Autorität und Bedeutung der Bibel» ist … Mehr
Kategorie: Theologie
Karl Rahner, Die Sinnfrage als Gottesfrage (1982): „Es soll nochmals ausdrücklich betont werden, dass wir die absolute Sinnfrage, die wir als berechtigt und unausweichlich erklären (obzwar sie im Modus des Verdrängtseins gegeben sein kann), nicht eigentlich mit einem Gott oder einem Begriff von Gott beantworten, der von irgendwo anders her als Antwort an diese Sinnfrage herangetragen wird. Vielmehr gibt die Frage nach einem absoluten Sinn, wenn sie wirklich angenommen wird und sie sich selber bis zum letzten aussprechen darf, die Existenz eines absoluten Sinnes als wirklichen und somit die Existenz Gottes selber her.“
Die Sinnfrage als Gottesfrage (1982) Von Karl Rahner Es ist bekannt, daß man heute viel von Sinn, von Sinnverlust spricht. … Mehr
Heinrich Schlier, Über die Herrschaft Christi (1957): „Von den täuschenden oder lügnerischen Wundern und Zeichen des Antichrist, hinter dem ja der feindselige Geist steht, ist nicht nur in der Offenbarung Johannes, sondern auch bei Paulus die Rede. Die Angst vor der Zukunft, in der ja Christus auch als Herr der Mächte und sie, die Mächte, als entmächtigt offenbar werden, macht sie so aufgebracht, gegeneinander und gegen die Kirche, dass der Apostel, im Gegensatz zu aller trügerischen Hoffnung in und außerhalb der Kirche, von der Zeit seit Christus als von ‚bösen Tagen‘ redet und davon spricht, daß diese bösen Tage auslaufen in ‚den bösen Tag‘, der sie begrenzt und erfüllt. Für diesen Tag, da die Herrschaft Christi über die Seinen noch einmal durch den umfassenden Angriff der erbitterten Mächte auf die Probe gestellt wird, gilt es, wie der Apostel sagt, sich zu rüsten mit der vollen Rüstung Gottes. Sie schützt zwar die milites Christi nicht vor Leiden und Sterben und bereitet ihnen nicht den Sieg auf Erden, sie bewahrt sie aber vor dem ewigen Untergang und lässt sie vor Gott bestehen.“
Über die Herrschaft Christi Von Heinrich Schlier Die folgenden Ausführungen wollen nicht ein bibeltheologischer Traktat über die Herrschaft Christi sein. … Mehr
Heinrich Schlier, Was ich bin: „Ich bin nicht ein Heiliger, / aber ich möchte es sein. / Wenn nur das Kreuz nicht wäre! // Doch wo ist Heiligkeit, wenn nicht in ihm? / Was bin ich? / Gott sieht mich. / Ich bin sein Augenblick.“
Was ich bin Ich bin nicht ein Gläubiger,aber ich möchte es sein,damit die liebliche,fruchtbare Wahrheit sich öffne. Ich bin nicht … Mehr
Eberhard Jüngel, Leben aus Gerechtigkeit. Gottes Handeln und menschliches Tun (1988): „Gibt es eine Rechtfertigung des Sünders, dann also nicht an Gottes Gericht vorbei, sondern durch die Gnade seines Richtens hindurch. Dieser Aspekt ist nicht zuletzt deshalb von erheblicher Bedeutung, weil er in das Zentrum des Evangeliums von der Rechtfertigung des Sünders führt. In seinem Zentrum ist das Evangelium ja das Wort vom Kreuz (1. Korinther 1,18). Das heißt, dass Gottes Gerechtigkeit mit der Ungerechtigkeit dieser Welt keine Kompromisse macht, sondern sie in der Person Jesu Christi zum Vergehen verurteilt hat. Sein Tod ist eben deshalb der Tod des Sünders. In ihm, der selber von keiner Sünde wusste, sind wir mitgekreuzigt worden und mitgestorben – das ist die eine Seite der neutestamentlichen Behauptung, dass Christus für uns, nämlich an unserer Stelle, den Tod des Sünders gestorben ist.“
Leben aus Gerechtigkeit. Gottes Handeln und menschliches Tun Von Eberhard Jüngel Am Evangelium von der Rechtfertigung des Sünders scheiden sich … Mehr
Alfons Deissler, Gott im Alten Testament (1994): „Die Väterlichkeit JHWHs ist nicht als einseitig-männliches Patriarchentum zu deuten. Hinter dem Vaterbild scheinen schon in Hosea 11,1ff. die Konturen der ‚Mutter‘ auf (vorab in V. 4). Dies gilt auch für Jesaja 31,20 (das Wort ‚Erbarmen‘ hat im Hebräischen die Konnotation ‚Mütterlichkeit‘!). Der Gottesspruch Jesaja 49,15 ergeht direkt in einem Muttergleichnis: ‚Vergisst eine Frau ihr Kind, eine Mutter den Sohn ihres Schoßes? Wenn sie auch seiner vergäße, ich vergesse deiner nicht‘ (zur Zionsgemeinde gesprochen). Desgleichen verkündet Jesaja 66,13: ‚Wie eine Mutter ihren Sohn tröstet, werde ich euch trösten.‘ Schon hinter dem Vorwurf des Mose gegenüber Gott in Numeri 11,12 steckt der Gedanke, dass JHWH Israel ‚im Schoß getragen und geboren hat‘, und Deuteronomium 32,18 spricht kühn vom ‚Felsen‘, der Israel ‚geboren‘ und ‚gekreißt‘ hat.“
Gott im Alten Testament Von Alfons Deissler Vorbemerkungen Hebr 1,1: „Viele Male und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu … Mehr
Johann Baptist Metz, Sinn und Subjekt. Theologisch-biographische Notizen zur sogenannten Sinnfrage (1985): „Im Zentrum meines Sinninteresses und meiner Gottesfrage steht die streitbare, theologisch-politische Behandlung dieser Gottesfrage als Theodizeefrage: der Schrei nach Gott angesichts der Leidensgeschichten in der Welt; und wieso ich dabei immer bei der Frage nach dem Leid der anderen, nach dem unmittelbar vergangenen Leid einsetze. Die theologische Gestalt der Sinnfrage, mit der ich mich beschäftige, heißt deshalb nicht: Wer rettet mich?, sondern: Wer rettet euch? Ich setze nicht an mit der Frage: Was ist mit mir im Leid, was mit mir im Tod?, sondern: Was ist mit dir – mit euch – im Leid, im Tod?“
Sinn und Subjekt. Theologisch-biographische Notizen zur sogenannten Sinnfrage Von Johann Baptist Metz Für mich hat sich die sogenannte Sinnfrage eigentlich … Mehr
Franz Overbeck, Geschichtschreibung und Theologie (Christentum und Kultur): „Ist das Christentum noch jung genug, um die Prüfungen, die ihm der Besitz einer Theologie auferlegt, zu ertragen? Ist das Christentum noch jung genug, um eine Theologie zu erzeugen? Was bedeutet im Grund die unbegreiflicher Weise gerade bei modernen Theologen so akzentuierte historische Auffassung des Christentums? Gerade sie, ihrer eigenen Einbildung zum Trotz, sperren sich beharrlich gegen dessen historische Auffassung. Der ganze Gedanke, die Frage der ewigen Fortdauer des Christentums historisch zu stellen, ist ein besonders beredter Zug im hippokratischen Gesicht des modernen Christentums, — ein Zeugnis, daß seine Theologen in Wahrheit nicht dessen Vertreter, sondern dessen Totengräber sind.“
Geschichtschreibung und Theologie (Christentum und Kultur) Von Franz Overbeck Die selbstgewählte Blindheit der Geschichtsschreibung, welche sich von jeder Verpflichtung zur … Mehr
Hayo Gerdes über Emanuel Hirsch (1966): „Innerhalb der jüngsten Theologiegeschichte steht Hirsch mit fast seinem gesamten vielverzweigten Lebenswerk im wesentlichen als Außenseiter und Randgestalt da. Zwar ist sein gewissermaßen unterirdischer Einfluß in vielen von seinem Gesamtentwurf ablösbaren Einzelfragen sehr stark; jedoch dürfte die eigentliche Wirkung Hirschs auf die Theologie — es sei denn, dass die evangelische Theologie sich selbst aufgibt — noch bevorstehen.“
Emanuel Hirsch Von Hayo Gerdes Emanuel Hirsch, geboren am 14. Juni 1888 in Bentwisch, Kreis Westpriegnitz. Theologiestudium in Berlin (bei … Mehr