Fridolin Stier über den theontologischen Tanz ums Kalb (1950): „Und wiedergekehrt in die Hallen des Himmels, sah er sie immer noch stehen, ihres Wettstreits beflissen. Schüttelnd das Haupt fuhr Moses sie an: „Ihr Herren da, seht, das ist Sand, Sand von der Stätte des Kalbs; und da, diese güldenen Stäubchen sind Götzenkalbstaub. Das hab ich zerschlagen, zerrieben, zerstäubt – in der Kraft und im Geist meines Gottes.““

Über den theontologischen Tanz ums Kalb Von Fridolin Stier Plato und Aristoteles peripatierten selbander in den Hallen des Himmels. Und … Mehr

Karl Barth über Jesu Versuchung in der Wüste (KD IV/1): „Man bemerke: ein Abschwören Gottes, ein Übertritt zum Atheismus war ja als Preis für das Alles nicht gefordert, nur eben ein Hutlüften vor dem Geßlerhut, nur eben ein diskreter, unter vier Augen zu vollziehender Kniefall vor dem Teufel, nur eben die stille, aber solide und nicht wieder rückgängig zu machende Anerkennung, dass er in jenem prachtvollen Reich das erste Wort sprechen und das letzte behalten, dass im Grunde Alles beim Alten bleiben solle.“

Über Jesu Versuchung in der Wüste (KD IV/1) Von Karl Barth Man wird aber, um diese zu verstehen, auf die … Mehr

Erich Zenger, Zwei Testamente – Eine Bibel: „Die Bibel Israels, das christliche Erste Testament, ist Graben und Brücke zugleich zwischen Juden und Christen. Sie wohnen gemeinsam und nebeneinander im Reich Gottes, das im Kommen ist, sie atmen die gleiche Luft (den Geist Gottes) – und doch ist zwischen ihnen ein Graben, der sie bleibend trennt. Aber zugleich gibt es eine Brücke, auf der sie sich von Zeit zu Zeit begegnen, ja sogar besuchen können.“

Zwei Testamente – Eine Bibel Von Erich Zenger I. Wie hat die Kirche jahrhundertelang ihr »Altes Testament« gelesen? 1. Das … Mehr

Erich Zenger über die Psalmen: „Die Psalmen sind die bis zum Ende der Weltzeit uneinge­schränkt gültige Antwort Israels (und der Völker) auf das Handeln Jahwes (Perspektive der ‹Verewigung›). Von den Rahmenpsalmen 1-2 und 146-150 her ist offen­kundig, daß der Psalter ein Lobpreis der universalen in Schöpfung und ‹Tora› grundgelegten Gottesherrschaft, die JHWH durch seinen auf dem Zion eingesetzten (messianischen) König und durch sein messia­nisches Volk inmitten der Völkerwelt in einem eschatologischen Gericht durchsetzen will.“

Psalm (griech. psalmós; lat. psalmus; engl. psalm; frz. psaume; ital. salmo) Von Erich Zenger A.‹P.› sind poetisch, d.h. im parallelismus … Mehr

Hans Joachim Iwand, Predigtmeditation zu Matthäus 4,1-11: „Jesus Christus hat die drei Möglichkeiten, bei denen das Kreuz umgangen wird, als Versuchungen enthüllt. Er hat die Unvereinbarkeit dieses Weges mit dem der wahren Erlösung statuiert, wir haben die Ur-Entscheidung nicht mehr zu treffen“.

Predigtmeditation zu Matthäus 4,1-11 Von Hans Joachim Iwand Eins wird jede Predigt dieses berühmten, an Tiefe unerschöpflichen Textes als Gesamtausrichtung … Mehr

Martin Luther, Auslegung von Psalm 121 (1532): „Zahllos sind die Hilfen und Trostgründe, die ein Menschenherz in der Not sucht. Und es ist so töricht dazu, dass es die Hilfe allenthalben eher sucht als bei Gott. Darum ist dieser Psalm ein Lobpreis des Glaubens und eine Vermahnung zum Glauben, damit wir uns an den einen hilfreichen Ort und die wirklich heilsamen Berge gewöhnen, von andern Bergen und Nothelfern aber unsern Glauben und unsre Hoffnung abwenden. Darum wirft er ein kritisches Auge auf die, die bei andern Bergen ihre Hilfe suchen …“

Auslegung von Psalm 121 (Aus Luthers Vorlesung über die Stufenpsalmen 1532/33) Von Martin Luther Zu Vers l[1] Ich verstehe diesen … Mehr

Johann Philipp Gabler, Von der richtigen Unterscheidung der biblischen und der dogmatischen Theologie und der rechten Bestimmung ihrer beider Ziele (De justo discrimine theologiae biblicae et dogmaticae, regundisque recte utriusque finibus, oratio, Altdorf 1787): „Die biblische Theologie besitzt historischen Charakter, überliefernd, was die heiligen Schriftsteller über die göttlichen Dinge gedacht haben; die Dogmatische Theologie dagegen besitzt didaktischen Charakter, lehrend, was jeder Theologe kraft seiner Fähigkeit oder gemäß dem Zeitumstand, dem Zeitalter, dem Orte, der Sekte, der Schule und anderen ähnlichen Dingen dieser Art über die göttlichen Dinge philosophierte.“

Von der richtigen Unterscheidung der biblischen und der dogmatischen Theologie und der rechten Bestimmung ihrer beider Ziele.Rede, gehalten am 30. … Mehr