Zukunft als genetische Entwicklung („Werdende“) und adventliche Apokalypse („Kommende“): „Die christliche Apokalyptik ist im Wesentlichen die Ansage einer göttlichen Gegenwirklichkeit, die sich gegenwärtig in einer visionären Botschaft erschließt und die die Bedrängnis in der Gegenwart in den Blick nimmt.“

Zukunft als genetische Entwicklung („Werdende“) und adventliche Apokalypse („Kommende“) Wenn es um das deutsche Wort „Zukunft“ geht, sind damit zwei … Mehr

Søren Kierkegaard über Hiob und dessen Wort „Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s ge­nommen, der Name des Herrn sei gelobt!“: „Nur der Weichling könnte wünschen, dass Hiob nicht da wäre; damit er je eher je lieber jeden Gedanken fahren lassen, jede Bewegung in der widerwärtigsten Ohnmacht aufgeben, sich selbst in der elendesten und erbärmlichsten Vergessenheit auslöschen könnte.“

Hiob Von Søren Kierkegaard Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen, der Name des Herrn sei gelobt. „Da stand … Mehr

Gerhard von Rad über Hiob. Predigtmeditation zu Hiob 2,1-10: „Der Satz: ‚Haben wir …‘ ist aber nicht mit großem religiösen Pathos gesprochen, sondern er enthält vielmehr eine ganz nüchterne Überlegung, ja fast eine primitive Logik des Glaubens: Wir haben Gott ja schon soundsooft als Geber be­jaht und ihm gedankt.“

Predigtmeditation zu Hiob 2,1-10 Von Gerhard von Rad Eine Szene aus der Prosageschichte von Hiob. Der Erzähler läßt bekanntlich wie … Mehr

Hans W. Frei, „Erzählung“ in christlicher und moderner Lesart (“Narrative” in Christian and Modern Reading, 1990): „Sobald der religiöse Gebrauch auch Glaubensaussagen einschließt, die auf diesen Erzählungen beruhen, beginnen Theorien der zwingenderen Art wieder, zu Recht oder zu Unrecht, nach Anerkennung zu schreien. Werden die Erzählungen wörtlich oder in anderer Weise verwendet, wenn der heilige Text, in dem sie enthalten sind, als „Wort Gottes“ bezeichnet wird? Wenn es im Glaubensbekenntnis heißt, dass Jesus gekreuzigt, gestorben und begraben wurde, dass er in die Hölle hinabgestiegen und am dritten Tag von den Toten auferstanden ist? Wenn gesagt wird, dass Glaubensbekenntnisse nur liturgische und andächtige Funktion haben?“

„Erzählung“ in christlicher und moderner Lesart („Narrative“ in Christian and Modern Reading) Von Hans W. Frei I. Allgemeiner Hintergrund Die … Mehr

Neues Testament und Rassenfrage. Stellungnahme von Professoren wider einen kirchlichen Arierparagraphen (September 1933): „Nach dem Neuen Testament ist die christliche Kirche eine Kirche aus ‚Juden und Heiden‘, die sich sichtbar in einer Gemeinde zusammen finden. Nach dem Neuen Testament sind für die Zugehörigkeit zu dieser Gemeinde allein der Glaube und die Taufe maßgebend; es können aber Juden und Heiden in gleicher Weise zum Glauben kommen und getauft werden. Nach dem Neuen Testament sind zu kirchlichen Amtsträgern Juden und Heiden in grundsätzlich gleicher Weise geeignet. Sie werden zu einem kirchlichen Amt allein nach dem Maßstab ihres Glaubens, ihres Wandels und ihrer persönlichen Eignung von der Kirche und nur von ihr berufen.“

Stellungnahme von Professoren wider einen kirchlichen Arierparagraphen (September 1933) Neues Testament und Rassenfrage. Stellungnahme von Professoren wider einen kirchlichen Arierparagraphen … Mehr

Paul Schempp, Predigt über Johannes 7,33-39 (1935): „Wird Gottes Wort weiterziehen und eine tote, selbstsichere Kirche zurücklassen, deren Gottesdienste wie leerlaufende Maschinen sind? Ist vielleicht gar schon die Zeit angebrochen, da man Christus umsonst sucht? An der Kirche wird heute viel herumgedoktert und man möchte sie gern lebendig und stark und einflußreich haben. An der Organisation fehlt’s, sagt der eine; an der zeitgemäßen Predigt, der andre. Ja, ja, es fehlt hinten und vorne, oben und unten, bei den Pfarrern und den Gemeinden, aber es könnte auch noch viel schlimmer sein: Christus könnte uns fehlen.“

Predigt über Johannes 7,33-39 Von Paul Schempp 33 Da sprach Jesus zu ihnen: Ich bin noch eine kleine Zeit bei … Mehr

Rudolf Hermann, Der erinnerte Christus (1960): „Gott ist in dem, wo­von da berichtet wird, zumal in Christus, nicht vorfindbar, wohl aber, wenn man ihn sucht, auffindbar. Das Trostwort Jeremias im Namen Gottes an die nach Ba­bylon Exilierten: ‚So ihr mich von ganzem Herzen suchet, will ich mich von euch finden lassen‘, darf von uns auch auf jene von Gott erwählte Ge­schichte angewandt werden.“

Der erinnerte Christus Von Rudolf Hermann Die Frage nach Jesus Christus, zumal auch nach seiner geschichtlichen Erschei­nung, hängt nicht zuletzt … Mehr

Walter Brueggemann über das Lesen des Alten Testaments (2002): „Wir beginnen wieder einmal einen neuen Anfang / wie es unser Lernen immer tut – / nur um wieder einmal zu entdecken / dass unsere Anfänge inmitten deines Fortgangs liegen, / deiner fortwährenden souveränen Forderung, / deiner fortwährenden gnädigen Barmherzigkeit, / deiner fortwährenden, von Furcht erfüllten Gegenwart.“

Über das Lesen des Alten Testaments Wir beginnen als eifrige Biber,teils in Freude über neue Aufgaben,teils in Angst vor der … Mehr