Karl Barths Auslegung von Matthäus 28,16-20 (1945): „Die Existenz dieser Ge­meinde erschöpft sich nicht darin, dass das Evangelium von den Aposteln verkündigt und von den anderen gehört wird, sondern sie geht darin weiter, dass diese anderen, die es gehört haben, ihrer­seits «apostolisch» werden, indem das Evangelium auch von ihnen, den selber zu Jüngern Gewordenen, verkündigt wird. Darum jetzt nicht nur kērúxate, sondern mathēteúsate: Machet sie zu Jüngern!“

Auslegung von Matthäus 28,16-20 Von Karl Barth Copyright 1945 by Basler Missionsbuchhandlung G.m.b.H. Printed in Switzerland Basler Missionsstudien Neue Folge … Mehr

Psalm 121,1-2 in chinesischer Kalligrafie (Langzeichen): 我要向山舉目。我的幫助從何而來? 我的幫助從造天地的耶和華而來。mit Martin Luthers Auslegung: „Zahllos sind die Hilfen und Trostgründe, die ein Menschenherz in der Not sucht. Und es ist so töricht dazu, dass es die Hilfe allenthalben eher sucht als bei Gott. Darum ist dieser Psalm ein Lobpreis des Glaubens und eine Vermahnung zum Glauben, damit wir uns an den einen hilfreichen Ort und die wirklich heilsamen Berge gewöhnen, von andern Bergen und Nothelfern aber unsern Glauben und unsre Hoffnung abwenden.“

Psalm 121,1-2 in chinesischer Kalligrafie (mit Martin Luthers Auslegung) Von Lau Yat Hu 我要向山舉目。我的幫助從何而來?我的幫助從造天地的耶和華而來。(Chinese Union Version, Langzeichen) Auslegung zu Psalm … Mehr

Wenn Vertragen der Vergeltung weicht: „Wo infolge einer ökonomischen (bzw. demographischen) Verlustdynamik Kooperationsgewinne nicht länger zu erwarten bzw. erlangen sind, nimmt die ‚Verträglichkeit‘ innerhalb einer Gesellschaft ab. Sieht man sich in Sachen Wohlstand ungerechterweise auf der Verliererseite, wächst der resonante Thymos – zorngewaltige Seelenenergie, die auf Beharrung, Vergeltung und Genugtuung aus ist. Gewinnt dieser die Überhand über eine kommunikative Vernunft, geht die gegenseitige Vertrags- bzw. Kooperationsfähigkeit verloren. Dass damit die Verlustdynamik beschleunigt wird, vermag man nicht einzusehen.“

Wenn Vertragen der Vergeltung weicht In Genesis 21,22-32 wird von einem Streit um einen Wasserbrunnen (Beerscheba = „Schwurbrunnen“) erzählt, den … Mehr

Martin Luther in seiner Pfingstpredigt 1534 über Johannes 3,16-21: „Dieses Evangelium ist eine der herrlichsten Predigten, die man im ganzen Neuen Testament finden kann, sodass es wohl billig wäre, wenn es möglich wäre, es mit goldenen Buchstaben ins Herz zu schreiben. Jeder Christ sollte diesen tröstlichen Text wenigstens auswendig können und ihn sich täglich einmal vorsprechen, damit solche Worte uns geläufig werden und wir lernen, sie zum Trost und zur Stärkung des Glaubens zu gebrauchen.“

Dies ist wohl eine der besten Evangeliumspredigten Luthers: Predigt über Johannes 3,16-21 (Pfingstmontag 1534) Von Martin Luther Dieses Evangelium ist … Mehr

Karl Barth über die biblische Exegese und die Geschichtswissenschaft (1935): „Ob die Schlange im Paradies ‚wirklich‘ gesprochen habe? Ich würde mich entschieden dagegen wehren, diesen Vorgang mit ‚Mythus‘ zu bezeichnen. Wäre es nicht besser, sich daran zu halten, dass das nun einmal ‚geschrieben steht‘ und also sich für das zu interessieren, was die Schlange gesprochen hat? Sollte Gott gesagt haben? Wo diese Frage gehört wird, da muss man meinen, zu sein wie Gott, da muss von der Frucht gegessen werden. Da steht der Mensch schon reflektierend über dem Worte Gottes und wird ihm dann sicher nicht gehorsam sein.“

Über die biblische Exegese und die Geschichtswissenschaft Von Karl Barth Wir sprachen schon von dem Begriff der theologischen Exegese, die … Mehr

Walter Brueggemann, Poesie in einer von Prosa geprägten Welt (Finally Comes the Poet, 1989): „In diesem Buch möchte ich also die Predigt als poetische Konstruktion einer alternativen Welt betrachten. Der Zweck einer solchen Predigt ist es, die Wahrheit zu schätzen, die Wahrheit von ihrem allgegenwärtigen Reduktionismus in unserer Gesellschaft zu befreien und die ängstliche Rationalität zu durchbrechen, die verhindert, dass die Nachrichten neu sind.“

Poesie in einer von Prosa geprägten Welt (Finally Comes the Poet) Von Walter Brueggemann Eine stark reduzierte Wahrheit Der Prediger … Mehr

Eintretendes Schweigen. Was Dichterinnen und Dichtern den anderen im Jüngsten Gericht möglicherweise voraushaben: „Wie viele unnütze Worte schon längst gesprochen worden sind und ausgesprochen werden – und dann heißt es aus Jesu Mund, dass im Jüngsten Gericht für jedes dahergesagte Wort wiederum mit weiteren Worten Rechenschaft zu geben ist. Ich kann mir da nur einen unendlichen Wortschwall aus unzähligen Menschenmündern vorstellen – ein Gerede, das vor dem Richter kein Ende finden kann.“

Mir geht das Jesus-Wort nach Matthäus 12,36 nach: „Ich sage euch aber, dass die Menschen Rechenschaft geben müssen am Tage … Mehr