Zukunft als genetische Entwicklung („Werdende“) und adventliche Apokalypse („Kommende“) Wenn es um das deutsche Wort „Zukunft“ geht, sind damit zwei … Mehr
Kategorie: Schriftauslegung
Hans Graf von Lehndorff 1946 in seinem Ostpreußischen Tagebuch über das Barfußgehen und Jesu Fußwaschung nach Johannes 13: „Hätten wir das Bild der Fußwaschung vor Augen, dann würden wir wahrscheinlich unsere Schuld — die täglich dazukommende, fast unvermeidbare — bald in der gleichen Weise als störend empfinden lernen wie Straßenschmutz an bloßen Füßen. Und wir würden von der Möglichkeit, sie uns von dem Weggenossen fortnehmen zu lassen, in ganz anderer Weise Gebrauch machen als bisher.“
Über das Barfußgehen und Jesu Fußwaschung nach Johannes 13 Von Hans Graf von Lehndorff 28. April 1946 Seit Wochen gehen … Mehr
Jörg Barthel, Zwischen Gott und Tier. Anmerkungen zum biblischen Menschenbild: „Die Würde ist dem Menschen als Geschöpf zugesprochen. Sie ist daher unabhängig von seiner Leistungsfähigkeit und seinem gesellschaftlichen Nutzen. Hier liegt der große Vorzug des biblischen Menschenbildes vor den eingangs erwähnten Bestimmungen des Menschen, die auf eine bestimmte Fähigkeit abzielen, sei es die Sprache, die Vernunft, die Sozialität oder Ähnliches. Denn die zugesprochene Würde erlischt auch dort nicht, wo ein Mensch die Fähigkeit zu denken, zu sprechen oder zu urteilen noch nicht oder nicht mehr hat.“
Zwischen Gott und Tier. Der Mensch in theologischer Perspektive – Anmerkungen zum biblischen Menschenbild Von Jörg Barthel 1. Die Frage … Mehr
Rudolf Bultmanns Predigt über Matthäus 25,31-46 von 1959: „Wir alle wissen, dass wir Stunden der Ruhe brauchen – aber soll diese Ruhe nur unserer körperlichen Erholung dienen, damit wir Kraft für unsere Arbeit gewinnen? Sollte sie nicht auch eine Erholung für die Seele sein? Sollte sie uns nicht Zeit geben, über die tiefere Dimension des Lebens nachzudenken, damit wir nicht nur für unsere Arbeit, sondern auch für die unerwarteten Begegnungen mit dem Herrn Kraft schöpfen können?“
Ich frage mich, ob sich Rudolf Bultmann damit einen Gefallen getan hat, seine 1959 auf Englisch gehaltene Predigt über Matthäus … Mehr
Jörg Barthel, Ein Himmel, der nach Erde riecht. Predigt zu Micha 4,1-5: „»Wie ist es im Himmel?«, fragen die Kinder. Und oft sind sie enttäuscht, wenn sie von goldenen Gassen und endlosen Gottesdiensten hören. Ich verstehe die kindlichen Zweifel sehr gut. Micha 4 zeigt uns einen anderen Himmel, einen menschenfreundlichen Himmel, fast möchte man sagen: einen alttestamentlichen Himmel. Einen Himmel, der nach Erde riecht. Einen Himmel, der das kleine Glück der Menschen nicht verachtet, sondern ernst nimmt und ihm Glanz gibt. Ein solches Glück ist in der Tat »utopisch«, ortlos in der Welt der großen Politik – aber ist es deshalb weniger lebensnah als die Spekulationen der Grundbesitzer und die Strategien der Feldherren?“
Ein Himmel, der nach Erde riecht. Predigt zu Micha 4,1-5 Von Jörg Barthel 1 Und es wird geschehen am Ende … Mehr
Julius Schniewind über die Versuchung Jesu nach Matthäus 4,1-11 (NTD, 1936): „Der Kampf in der Versuchung geht um das, was Jesus allein für sich entscheidet. Denn er, Jesus, ist wirklich Wundertäter gewesen, aber er empfängt seine Wunder allein von Gott, und seine Gottessohnschaft heißt Gehorsam.“
Die Versuchung Jesu in Matthäus 4,1-11, vgl. Lk. 4,1-13 (; Mk. 1,12f.) Von Julius Schniewind 1 Da wurde Jesus vom … Mehr
Jürgen Roloff, Das Amt und die Ämter im Neuen Testament (1983): „Das Neue Testament setzt voraus, dass der von Christus in Dienst genommene Amtsträger mit seinem persönlichen Verhalten Zeugnis ablegt für das Evangelium, ja dass er durch die Weise seines Verzichtes auf Macht und Herrschaft, seines bedingungslosen Dienens, etwas von der Struktur dieses Evangeliums sichtbar werden lässt.“
Das Amt und die Ämter im Neuen Testament[1] Von Jürgen Roloff I. Vorbemerkungen Drei grundsätzliche Vorbemerkungen seien unseren Überlegungen vorangestellt. … Mehr
Martin Luther, Eine Auslegung von Psalm 62 (1526): „Wenn euch auch mit Recht und von Gott Reichtum zufiele, so verlasst euch doch auch nicht darauf und macht den Mammon nicht zum Gott. Denn Gut wird nicht dazu gegeben, dass man darauf bauen und trotzen soll, welches auch nichts und eitel ist, sondern dass man es gebrauchen und genießen und anderen mitteilen soll. Aber die Menschen lassen es nicht, sie bauen und trotzen auf Fürsten und Gut, das heißt, allenthalben auf nichts und handeln auf nichts.“
Eine Auslegung von Psalm 62 (1526) Von Martin Luther 1 Ein Psalm Davids für Jedutun, hoch zu singenDieser Psalm wurde … Mehr
Karl Barths Auslegung von Matthäus 28,16-20 (1945): „Die Existenz dieser Gemeinde erschöpft sich nicht darin, dass das Evangelium von den Aposteln verkündigt und von den anderen gehört wird, sondern sie geht darin weiter, dass diese anderen, die es gehört haben, ihrerseits «apostolisch» werden, indem das Evangelium auch von ihnen, den selber zu Jüngern Gewordenen, verkündigt wird. Darum jetzt nicht nur kērúxate, sondern mathēteúsate: Machet sie zu Jüngern!“
Auslegung von Matthäus 28,16-20 Von Karl Barth Copyright 1945 by Basler Missionsbuchhandlung G.m.b.H. Printed in Switzerland Basler Missionsstudien Neue Folge … Mehr