Fridolin Stier, Der Fall Ijjob (1954): „Ijjob selber aber ringt nicht als Theologe mit dem Problem, sondern als Mensch mit Gott. Ijjob „stellt“ Gott. Ihm geht es nicht um Antwort auf eine Frage, sondern darum, daß Gott ihm auf seine Frage Red und Antwort stehe. Ijjob fordert Gott zur gerichtlichen Verantwortung. Wir be­rauben das Buch des Ungeheuerlichen, das es bezeugen will, näm­lich den Antritt eines Menschen zum Prozeß gegen Gott, wenn wir in seiner prozessualen Anlage nicht mehr sehen als literarische Form.“

Der Fall Ijjob Von Fridolin Stier Ijjob aus Us, hochangesehen und an Gütern reich gesegnet, ver­liert plötzlich, in einer raschen … Mehr

Leonhard Goppelt über die Christen in der nachchristlichen Gesellschaft der Endzeit nach der Offenbarung des Johannes: „Das Lamm empfängt aus Gottes Hand das Buch mit den sieben Siegeln (5,7), d. h. dem, der für alle gestorben ist, wird die Vollstreckung von Gottes Geschichtsplan, auch gegenüber den Widersachern Gottes, übergeben. Er wird zum endzeitlichen Herrscher eingesetzt, der die Geschichte auch und gerade im Blick auf die Widersacher zum Ziel bringen wird. Er wird, wie beim Öffnen der Siegel sichtbar wird, die das Evangelium ablehnende Geschichte an ihrem Widerstreit sterben lassen.“

Die Christen in der nachchristlichen Gesellschaft der Endzeit nach der Offenbarung des Johannes Von Leonhard Goppelt Johannes Behm, Gott und … Mehr

Warum der Jüngling zu Nain entgegen der Luther-Bibel nicht in einem Sarg aus der Stadt herausgetragen worden ist: „Im Kontext der Geschichte kann kein steinerner sarkophágos ‚Fleischverzehrer‘ und auch kein geschlossener Holzsarg gemeint sein. Vielmehr handelt es sich um eine nach oben hin offene Bahre, auf der der in Tüchern eingehüllte Leichnam lag. Wäre mit Luther der Verstorbene tatsächlich in einem verschlossenen Sarg gelegen, hätte nicht erzählt werden können, dass dieser sich auf Jesu Wort hin aufgerichtet hatte. Von einer ‚Sargsprengung‘ ist nicht die Rede. Korrekterweise sprechen die Einheitsübersetzung und die Zürcher Bibel, wie schon die King James Version (bier), von einer Bahre.“

Warum der Jüngling zu Nain entgegen der Luther-Bibel nicht in einem Sarg aus der Stadt herausgetragen worden ist Da hat … Mehr

Jürgen Roloff, Kirche in der Bibel: „Zentrale Motive frühchristlichen Kirchenverständnisses erschließen sich anhand der Bilder, die das Neue Testament für die Kirche gebraucht: Dass sie ständig durch Christus bestimmt und geleitet wird, kommt im Bild von der Herde, deren Hirte Christus ist, zum Ausdruck; ähnliches besagt auch das Bild von der Kirche als »Braut« Christi; dass sie der Raum eines neuen Gottesverhältnisses und der Ort der Gegenwart Gottes ist, der den bisherigen Kultus ablöst, wird mit dem Bild des Tempels umschrieben. Hinweis auf ihre Kontinuität zum alttestamentlichen Israel ist die Bezeichnung »Volk (Gottes)«. Das theologisch gewichtigste Bild ist jedoch das vom »Leib Christi«.“

Kirche in der Bibel Von Jürgen Roloff 1. Bezeichnung Das deutsche Wort »Kirche « kommt vom spätgriechischen kyriake »dem Herrn … Mehr

James Barr über Friedrich Mildenbergers Biblische Dogmatik: „Mein abschließendes Urteil über Mildenbergers faszinierendes Werk ist, dass es sich um einen theologiegetriebenen und nicht um einen bibelorientierten Vorschlag handelt. Das Schema wird durch die nachbiblische theologische Tradition konstituiert, und das biblische Material wird in dieses Schema eingefügt. Es wäre falsch zu behaupten, dass Mildenberger nicht darüber nachdenkt, ob es biblisches Material gibt, das nicht in das Schema passt. Doch obwohl diese Frage zweifellos in seinem Kopf ist, gibt es kaum oder keine positive Auseinandersetzung mit ihr.“

Über Friedrich Mildenbergers Biblische Dogmatik Von James Barr Einige Leser könnten überrascht sein, dass ich hier ein Werk vorstelle, das … Mehr

Werner Elert, Philologie der Heimsuchung (1947): „Dass wir an diesem unserm eigensten Ort, im räumlichen Zentrum un­seres irdischen Seins besucht, aufgesucht, gesucht werden, das ist der tiefere Sinn des Wortes Heimsuchung. So hat es Luther empfunden, wenn er es in der Verdeutschung jener hebräischen und griechischen Wörter auf das Tun Gottes anwandte. ‚Also sucht er uns daheim.‘ Er sucht uns in unserem eige­nem Heim auf. Er zieht nicht draußen irgendwo an uns vorüber.“

Philologie der Heimsuchung Von Werner Elert Das biblische Wort Heimsuchung hat nicht die Ehre gehabt, in die theologi­sche Schulsprache aufgenommen … Mehr

https://www.zukunft-kirchen-raeume.de/projekte/martin-luther-kirche-kindertagesstaette/

Martin Luther zur Zukunft der Kirche in seiner Auslegung zu Psalm 90,1 (1534/35): „Die Kirche, das Volk Gottes, besteht von der ersten Stunde bis zur letzten, auch wenn sie manchmal äußerst schwach ist – wie zur Zeit des Elija, der die Kirche aus den Augen verloren hatte und sprach: ‚Deine Propheten?‘ – Den Gottesdienst sehe ich verwüstet, die Ordnung zerstört, das Volk – das heißt: die Propheten – getötet. Damals war die Kirche verborgen und sehr zerstreut (abscondita Ecclesia et valde dispersa), sodass sie mit menschlichen Augen überhaupt nicht sichtbar war, sondern nur in den Augen Gottes, der sprach: ‚Ich habe mir übriggelassen …‘ usw.“

Zur Zukunft der Kirche. Auslegung zu Psalm 90,1 (1534/35) Von Martin Luther Herr, du bist unsre Zuflucht von Generation zu … Mehr

Christoph Blumhardts Predigt über Lukas 18,1-8 (1890): „Das Dasein des Heilandes ist noch nicht die Rettung. Das, dass der Heiland geboren ist, gestorben ist, auferstanden ist, ist noch nicht die Rettung. Das ist freilich auch wieder so ein Satz, der allem ins Gesicht schlägt, was man uns gewöhnlich lehrt, aber so steht’s eben da! Reißet mir den Kopf herunter, daß ich’s sage, aber da steht’s eben: die Rettung ist noch nicht da. Sie schreien wohl in die Welt hinein: ‚Jesus errettet mich jetzt!‘ aber das ist ein verlogener Satz.“

Predigt über Lukas 18,1-8 (1890) Von Christoph Blumhardt Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, daß man allezeit beten und … Mehr