Von Gerhard von Rad stammt der oft zitierte Spruch „Die legitimste Form theologischen Redens vom Alten Testament ist […] immer … Mehr
Kategorie: Schriftauslegung
Gerhard von Rad, Die biblische Schöpfungsgeschichte: „Unser Schöpfungsbericht ist ja nur der Anfang eines Geschichtswerkes. Mit der Weltschöpfung wird hier also der Plan der Geschichte aufgerissen und zwar einer Geschichte, in der in steigendem Maße Heilssetzungen Gottes offenbar werden.“
Gerhard von Rad (1901-1971) versteht es meisterhaft, die biblische Schöpfungsgeschichte unserem aufklärungsgeprüften Glauben näher zu bringen: Die biblische Schöpfungsgeschichte Von … Mehr
Gerhard von Rad, Vom Lesen des Alten Testaments (1970): „In diesem langen Gespräch eines Volkes mit Gott — man denke an das Psalmbuch! — ist also nicht nur Gott offenbar geworden; auch der Mensch ist vor sich selber offenbar geworden, viel deutlicher, als er sich von sich aus sehen konnte. Erst im Lichte Gottes kommt er in sein eigentliches Maß, erst hier wird er groß und unergründlich und sprengt alle Möglichkeiten seines eigenen Selbstverständnisses. Im Alten Testament ist er sich offenbar geworden als ein Geschöpf, das immer — ob er es weiß oder nicht — in einer Partnerschaft mit Gott steht, als ein Geschöpf, das hineingezogen ist in eine ungeheure Gottesgeschichte und das — von Anfang an angelegt auf das Gespräch mit Gott — in den Widerfahrnissen seines Lebens unter allen Umständen der Anrede durch Gott bedarf. Von diesem Wort lebt er, mit ihm steht er, ohne es fällt er.“
Da mögen von Rads historische Urteile in Sachen Entstehung des Alten Testaments in der Forschung längst überholt sein. Und doch … Mehr
„Von Anfang an“ – erste Predigt aus der Reihe „Die Bibel – Göttlicher Wort-Schatz unseres Glaubens“
In evangelischen Kirchengebäuden liegt auf dem Altar gewöhnlich eine aufgeschlagene Bibel. Sie soll die Gegenwart des Wortes Gottes symbolisieren. Aber … Mehr
Max Thurian, Das Eucharistische Gedächtnis: Lob- und Bittopfer: „So läßt uns die jüdische Passaliturgie, in deren Rahmen Jesus das heilige Abendmahl gefeiert hat, verstehen, dass die Eucharistie ein Lobpreis der Wundertaten Gottes ist, Lobopfer und Danksagung, ein Gedächtnis, das heißt eine Vergegenwärtigung des Leidens, der Auferstehung und der Fürsprache Christi, ein Gedächtnis, das zum Vater aufsteigt wie die Gabe des Kirchengebetes, das alle Nöte der Menschen Gott in Erinnerung ruft.“
Man muss als Evangelischer dem 1996 verstorbenen Taize-Bruder Max Thurian nicht in allem zustimmen, was dieser in Sachen „anabatisches“ Eucharistieverständnis … Mehr
Fridolin Stier über die Versuchung Abrahams bzw. die Opferung Isaaks: „Gott aber will den Geber — und die Gabe nur, wenn sich in ihr der Geber gibt, sein ganzes Selbst, sein ganzes Herz. Und das ist mehr als Fleisch und Blut auf Schlachtaltären. Sich selber verlassend, im bloßen Verlass auf Gottes Wort, verzichtend auf alle im Leben Isaaks liegende Gewähr der verheißenen Volksvaterschaft errang er die Gewährung.“
Fridolin Stiers Büchlein „Geschichte Gottes mit dem Menschen„, das zuerst 1959 bei Patmos erschienen ist, wurde 2011 von Stiers Schülerinnen … Mehr
Der Gottessohn als Schlüsselfigur zum ewigen Leben: „Der Gottessohn hat sich selbst mit seinem Leben und Sterben in das Schloss des Todes gefügt, um uns die Himmelstür zum ewigen Leben zu erschließen.“
Der Gottessohn als Schlüsselfigur zum ewigen Leben Der Gottessohn hat sich selbst mit seinem Leben und Sterben in das Schloss … Mehr
Heiliger Zorn statt „lieber Gott“. Predigt zu Nahum 1,2-8: „Das Schicksal ist unveränderlich, kennt keine Versöhnung und auch keine Wiedergutmachung. Anders der göttliche Zorn, der von der göttlichen Barmherzigkeit zeitlich begrenzt wird.“
Heiliger Zorn statt „lieber Gott“. Predigt zu Nahum 1,2-8 Aus dem Buch des Propheten Nahum im ersten Kapitel: Der HERR … Mehr
Martin Luther über die Vernunft im Hinblick auf Gott (Der Prophet Jona ausgelegt, 1526): „So spielt auch die Vernunft Blindekuh mit Gott und tut lauter Fehlgriffe und tappt immer daneben, so dass sie das Gott nennt, was nicht Gott ist, und umgekehrt nicht Gott nennt, was Gott ist, was sie beides nicht täte, wenn sie nicht wüßte, dass Gott wäre, oder gerade wüßte, welches oder was Gott wäre.“
Was kann man kraft der eigenen Vernunft von Gott wissen? Dieser Frage geht Martin Luther in seine Auslegung zum Jonabuch … Mehr