In der revidierten Perikopenordnung ist für den 7. Sonntag nach Trinitatis in der dritten Predigtreihe 1Könige 17,1-16 vorgesehen. Da geben … Mehr
Kategorie: Schriftauslegung
Gerhard von Rad, Bruder und Nächster im Alten Testament: „Nicht weil der Mensch so wertvoll ist und weil er unveräußerliche Rechte hat, sondern weil Gott es nicht will, darf der Arme nicht ausgebeutet werden, darf bei der Rechtsprechung die Waise nicht benachteiligt werden — all unser humanitärer Sozialismus ist doch nur eine Äußerung der Selbstbehauptung des Menschen.“
In seinem Aufsatz „Bruder und Nächster im Alten Testament“ skizziert Gerhard von Rad eine biblische Sozialordnung für Israel, über das … Mehr
Karl Barth über die biblische Geschichte und das historische Urteil: „Die Bibel legt darum so merkwürdiges Gewicht auf die Geschichtlichkeit der von ihr berichteten Offenbarung, weil sie unter Offenbarung gerade keine Schöpfung des Menschen versteht. Sie sagt so nachdrücklich, dass die Offenbarung diesen und diesen Menschen in dieser und dieser Situation zuteil wurde, weil sie sie eben damit beschreibt als ein Menschen Zuteilwerdendes. Das ist’s, was bei der Anwendung – noch nicht des Begriffs Sage, wohl aber des Begriffs Mythus auf die Bibel übersehen bzw. geleugnet wird. Die in der Bibel bezeugten Offenbarungen wollen nicht sein die naturgemäß besonderen Erscheinungen eines Allgemeinen, einer Idee, die der Mensch dann gemächlich mit dieser Idee zu vergleichen und in ihrer Besonderheit zu verstehen und zu würdigen in der Lage wäre.“
Über die biblische Geschichte und das historische Urteil Von Karl Barth Was Karl Barth in seiner Prolegomena zur Kirchlichen Dogmatik … Mehr
Harald Weinrich, Narrative Theologie: „Die biblische Tradition legt die Frage nach der Erzählung nahe. Denn ein großer Teil der als Bibel kanonisierten Texte, aber auch sonstiger sowohl oraler als auch skripturaler Texte des Christentums sind Erzählungen. Die Bibel enthält zwar im Alten wie im Neuen Testament auch Texte, die nicht erzählender Natur sind, aber ich sage sicher nicht zu viel, wenn ich behaupte, dass die wichtigsten, die religiös relevantesten Texte Erzählungen sind. Jesus von Nazareth tritt uns vornehmlich als erzählte Person, häufig auch als erzählter Erzähler entgegen, und die Jünger erscheinen als Zuhörer von Erzählungen, die ihrerseits die gehörten Erzählungen weiter- und nacherzählen, mündlich oder schriftlich. So sind diese Erzählungen schließlich auch auf uns gekommen, und wenn wir etwa unseren Kindern die biblischen Geschichten nacherzählen, so treten wir auf diese Weise unsererseits in eine ununterbrochene Erzähltradition ein. Das Christentum ist eine Erzählgemeinschaft.“
Narrative Theologie Narrative Theology – dieses angloamerikanische Theologielabel verdankt sich einem Aufsatz des deutschen Romanisten Harald Weinrich aus dem Jahr … Mehr
„Machen wir also unsere Seele zum Himmel!“ (Johannes Chrysostomos in seinen Homilien zum Hebräerbrief): „Der Himmel ist von Natur aus heiter, und auch bei Unwetter wird er nicht schwarz; denn er selbst verändert nicht sein Aussehen, sondern die ihn überziehenden Wolken verbergen ihn. Der Himmel besitzt die Sonne, auch wir haben die Sonne der Gerechtigkeit.“
Das ist nicht alles dogmatisch (im lutherischen Sinne) korrekt, was Johannes Chrysostomos in seinen Homilien zum Hebräerbrief (16,3) in Sachen … Mehr
Unfreiwillig und ungezwungen – der Glaube, das Evangelium und die guten Werke: „Das macht nämlich wahres Vertrauen aus: ein Geschehen, das mir zugutekommt. Ich entscheide eben nicht, ob und wem ich wirklich vertraue, sondern lebensentscheidendes Geschehen lässt mich vertrauen. Sobald ich jedoch meinen Glauben im Sinne einer eigenen Glaubensentscheidung verstünde, wäre ich im Glauben selbst am Werk und müsste ihn durch weitere Schritte des Glaubens mir jeweils neu rechtfertigen.“
Der unfreiwillige Glaube, das Evangelium und die guten Werke Luthers Auslegung des dritten Glaubensartikels aus seinem Kleinen Katechismus hat es … Mehr
Wie die Reformation vielen Völkern eine eigene Schriftsprache ermöglicht hat: „Entgegen dem gängigen Vorurteil hat sich die christliche Mission durch ihre Übersetzungsleistung nicht als kulturzerstörerisch, wohl aber als kulturverändernd erwiesen. Die eigens geschaffene Schriftsprache wurde für viele indigenen Völkern zum maßgeblichen Kulturträger, ermöglichte sie doch, die alten mündlichen Erzähltraditionen zu verschriftlichen und selbst literarisch tätig zu werden.“
Wie die Reformation vielen Völkern eine eigene Schriftsprache ermöglicht hat Dass das Porträt eines evangelischen Theologen, Primož Trubar (1508-1586), die … Mehr
Gerhard von Rad zur Josephsgeschichte (1.Mose 50,15-21): „Vergebung unter Menschen ist keine rein innermenschliche Regelung, sie reicht in jedem Fall tief hinein in das Verhältnis der Menschen zu Gott. Gott hat dieses ganze zwielichtige Gelände menschlicher Leidenschaften in sein Heilswalten einbezogen, ja, er hat die Brüder selbst zu Empfängern seiner »Errettung«, als Teilhaber des »großen Entrinnens« werden lassen. Darin ist auch seine Vergebung enthalten.“
Gerhard von Rad hat eine wunderbare biblische Besinnung zur Josephsgeschichte (1.Mose 37-50) geschrieben, die als Vorbereitung zur Predigt über 1.Mose … Mehr
Martin Luthers Erinnerung für die Schriftauslegung: „Wie unermesslich ungleich sind Gottes Wort gegen alle Menschen Wort, wie gar kein Mensch mag ein einziges Gotteswort genugsam erreichen und erklären mit allein seinen Worten. Es ist ein unendlich Wort und will mit stillem Geist gefasst und betrachtet sein.“
Wie unermesslich ungleich sind Gottes Wort gegen alle Menschen Wort Von Martin Luther Luthers Schlusswort zu seiner Weihnachtspostille vom November … Mehr