Über die dramatische Wahrheit des Evangeliums Jesu Christi Platos Höhlengleichnis am Anfang des siebten Buches seines Dialogs Politeía erschließt einen … Mehr
Kategorie: Religionsunterricht
Wolfgang Hubers Lexikonartikel „Öffentlichkeit und Kirche“ von 2002: „Vielmehr ist die Botschaft von der Rechtfertigung des Sünders und damit die Orientierung an Glaube, Hoffnung und Liebe im Horizont der Gottesherrschaft der entscheidende Maßstab auch für die öffentliche Wirksamkeit der Kirche.“
Öffentlichkeit und Kirche Von Wolfgang Huber 1. Begriff der Öffentlichkeit „Ö.“ist in der deutschen Sprache ein Kunstwort des späten 18. … Mehr
Entschließung der Glaubensbewegung Deutsche Christen vom 13. November 1933 im Berliner Sportpalast: „dass eine deutsche Volkskirche Ernst macht mit der Verkündigung der von aller orientalischen Entstellung gereinigten schlichten Frohbotschaft und einer heldischen Jesus-Gestalt als Grundlage eines artgemäßen Christentums“
Es war die berüchtigte Kundgebung der Deutschen Christen am 13. November 1933 im Berliner Sportpalast (im Rahmen der Feierlichkeiten zum … Mehr
Paul Althaus’ und Emanuel Hirschs revanchistische Erklärung ‚Evangelische Kirche und Völkerverständigung‘ vom Juni 1931 mit theologischen Einsprüchen: „Kann man auch nicht von jedem nationalistisch befangenen Christen Verständnis für die Völkerwelt oder für die Menschheit verlangen, so doch wenigstens für die Christenheit, die sich über die nationalen Grenzpfähle hinaus erstreckt. Und ist es zuviel verlangt und auch gegen die Wahrheit im Zweifelsfalle die Alleinschuld auf sich zu nehmen, so gebührt es sich doch für Christen, sich allzeit mit andern Christen unter die gemeinsame Schuld zu stellen. Von diesem Geiste merken wir in dieser Erklärung keine Spur. Hier spricht völkische Selbstgerechtigkeit nicht anders als in jedem nationalistischen Parteiblatt.“
Ein Dokument revanchistischer Unversöhnlichkeit in vermeintlich christlichem Gewand ist die Erklärung Evangelische Kirche und Völkerverständigung der beiden Theologieprofessoren Paul Althaus … Mehr
Karl Barths Brief an seine Großnichte Christine in Sachen Schöpfung und Evolution (1965): „Hat euch im Seminar niemand darüber aufgeklärt, dass man die biblische Schöpfungsgeschichte und eine naturwissenschaftliche Theorie wie die Abstammungslehre so wenig miteinander vergleichen kann wie, sagen wir: eine Orgel mit einem Staubsauger! — dass also von «Einklang» ebensowenig die Rede sein kann wie von Widerspruch? Die Schöpfungsgeschichte ist ein Zeugnis vom Anfang, vom Werden aller von Gott verschiedenen Wirklichkeit im Licht des späteren Handelns und Redens Gottes mit dem Volk Israel — natürlich in Form einer Sage und Dichtung. Die Abstammungslehre ist ein Versuch der Erklärung jener Wirklichkeit in ihrem inneren Zusammenhang — natürlich in Form einer wissenschaftlichen Hypothese.“
Wer zu unterscheiden weiß, kann einen vermeintlichen Widerspruch im Raum stehen lassen. Das zeigt Karl Barths Brief an seine Großnichte … Mehr
Friedrich Niebergall über die Kriegspredigt (1914): „Die Kriegspredigt als eine Kasualpredigt verlangt, dass der Krieg, diese Erscheinung des gegenwärtigen Weltverlaufs, mit dem christlichen Denken und Leben in Verbindung gebracht werde.“
Die Kriegspredigten aus dem I. Weltkrieg sind ein besonderes Zeugnis für die Irrungen eines religionistischen Protestantismus. Aufschlussreich ist, was Friedrich … Mehr
Gebet zur Schulentlassung: „Halte deinen Frieden weiterhin über die Schule“
Gebet zur Schulentlassung Himmlischer Vater,Du unser Gott,am Ende dieses Schuljahrs danken wir dir,für all das Gute, das wir hier an … Mehr
Hans G. Ulrich über das Eigentum: „Eigentum begründet sich nicht nach Maßgabe dessen, was Menschen sich anzueignen vermögen, sondern was ihnen gemeinsam als Lebensgrundlage zukommt“
Was Hans G. Ulrich 1986 in seinem Artikel „Eigentum“ für die dritte Auflage des Evangelischen Kirchenlexikons (EKL3) geschrieben hat, ist … Mehr
Jean Pauls Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, dass kein Gott sei als grandioser Alptraum des Atheismus: „Die entfärbten Schatten zerflatterten, wie weißer Dunst, den der Frost gestaltet, im warmen Hauche zerrinnt; und alles wurde leer. Da kamen, schrecklich für das Herz, die gestorbenen Kinder, die im Gottesacker erwacht waren, in den Tempel und warfen sich vor die hohe Gestalt am Altare und sagten: ‚Jesus! haben wir keinen Vater?‘ – Und er antwortete mit strömenden Tränen: ‚Wir sind alle Waisen, ich und ihr, wir sind ohne Vater.’“
Jean Pauls Roman „Siebenkäs“ (Berlin 1796) enthält unter der Abteilung „Erstes Blumenstück“ die berühmte „Rede des toten Christus vom Weltgebäude … Mehr