„Die mit Ernst Christen sein wollen“ (Martin Luther) und Hauerwas-Willimon „Christen als Fremdbürger“ In seiner Vorrede zur Deutschen Messe von … Mehr
Kategorie: Protestantismus und Religionismus
Gesinnungsethik als protestantische Selbstrechtfertigungslehre: „Unbeschadet aller politischen Verwerfungen und Konfliktkonstellationen muss für den ideologischen Protestantismus die eigene Gesinnungsethik auf Dauer Recht behalten. Andernfalls wäre man mit der eigenen Selbstrechtfertigung am Ende.“
Gesinnungsethik als protestantische Selbstrechtfertigungslehre Evangelische Rechtfertigungslehre ist ein unverschämtes Glaubensbekenntnis: „Ich glaube, dass Jesus Christus, wahrhaftiger Gott vom Vater in … Mehr
Versprechen, die den Glauben neu herausfordern – Von der Sprachkraft der Dogmen: „Freimütige, verheißungsvolle, herausfordernde Gottesrede, die die menschlichen Rahmungen hoffnungsloser Weltbilder und Weltanschauungen sprengt – sie ist nur orthodox, also in der Bindung an kirchliche Dogmen und unter Verwendung des göttlichen Wortschatzes, also der Bibel zu führen. Dogmen lassen eben keine ideologischen Allgemeinbegriffe zu, sondern provozieren in der Anrede eine Metaphorik, die neu hören und sehen lässt.“
Versprechen, die den Glauben neu herausfordern. Von der Sprachkraft der Dogmen „Glaube lässt sich nicht in Dogmen verfestigen“ hat jüngst … Mehr
„Ich bin so frei …“ – Warum die Ordinationsverpflichtung für die evangelische Lehre unabdingbar ist: „Christliche Lehre bietet keine subjektive Weltanschauung, sondern gibt Sprach- und Handlungsregeln für die Kirche vor. Die liturgische Praxisgemeinschaft der Gläubigen basiert nicht auf religiösem Bewusstsein, sondern auf einer verbindenden Sprachlehre. Wer als Pfarrerin sich alle therapeutische Sprach- und Handlungsfreiheit nimmt, verkennt, dass die verfasste Kirche, der sie dient, keine freireligiöse Vereinigung ist. Sie zeigt ein amtliches Gegenüber, das Gemeindegliedern keine freie Wahl lässt. Evangelische Zusagen von Amts wegen gehen über menschenmögliche Heilsvorstellungen hinaus, weil sie das göttliche Handeln in Jesus Christus beanspruchen. Den damit Angesprochenen steht es frei, dem Evangelium ihren Glauben zu schenken oder nicht. Lehrbindung des Amtes heißt eben nicht Glaubenszwang.“
„Ich bin so frei …“ – Warum die Ordinationsverpflichtung für die evangelische Lehre unabdingbar ist „Ich bin bereit, das Amt, … Mehr
Was evangelische Landeskirchen von den Spielregeln der International Football Association (IFAB) in Sachen Verbindlichkeit des Bekenntnisses lernen können: „Fußball muss Spielregeln haben, mit denen das Spiel ‚fair‘ bleibt, da seine Fairness eine entscheidende Grundlage für die Schönheit dieses ‚wunderschönen Spiels‘ ist. Dies ist eine unerlässliche Eigenschaft des ‚Spielgeists‘. Die besten Spiele sind jene, in denen der Schiedsrichter selten eingreifen muss, weil die Spieler mit Respekt gegenüber dem Gegner, den Spieloffiziellen und den Spielregeln spielen. Die Integrität der Spielregeln und der Schiedsrichter, die diese anwenden, ist stets zu schützen und zu respektieren. Alle Verantwortlichen, insbesondere Trainer und Spielführer, haben eine klare Verantwortung gegenüber dem Spiel, die Spieloffiziellen und ihre Entscheidungen zu respektieren.“
Was evangelische Landeskirchen von den Spielregeln der IFAB in Sachen Verbindlichkeit des Bekenntnisses lernen können In der deutschen Ausgabe der … Mehr
Hermann Lübbe über das Evangelische Kirchengesangbuch und die Kontingenzbewältigung: „Wer vom Gesangbuch in intentio directa Gebrauch macht, dankt Gott, bringt Bitten vor ihn, klagt oder singt zum Pfingstfest. Die Auskunft aber, eben darum handele es sich doch – jedenfalls in unserer hiesigen Religion oder Konfession – und nicht um ‚Kontingenzbewältigung durch Anerkennung unserer schlechthinnigen Abhängigkeiten‘, macht aus einem Reflexionsverhältnis eine windschiefe Alternative.“
Über das Evangelische Kirchengesangbuch (EKG) Hermann Lübbes Thema in Sachen Religion ist die Kontingenzbewältung. So beschließt er seinen Vortrag „Kontingenzerfahrung … Mehr
Das Amt in der Kirche (ministerium ecclesiasticum) gemäß den lutherischen Bekenntnisschriften: „Das Supremat des göttlich eingesetzten ministerium ecclesiasticum über deren Amtsträger verbietet eine Habitualisierung des Amtes in der Person des Amtsträgers. Von daher läßt sich das Institut des ministerium ecclesiasticum als Kommunikationsgeschehen innerhalb der Gemeinde begreifen, zu dem neben der Person des Predigers die zuhörende Gemeinde unabdingbar dazu gehört.“
Das Amt in der Kirche (ministerium ecclesiasticum) gemäß den lutherischen Bekenntnisschriften Von Jochen Teuffel Nach CA V geht das Amt … Mehr
Über das verunglückte EKD-Ordinationsgelöbnis: „‚Ich gelobe vor Gott, das Amt […] im Gehorsam gegen den dreieinigen Gott in Treue zu führen‘. Vor Gott dem dreieinigen Gott gehorsam sein – theologisch ist damit ungewollt eine göttliche Quaternität ausgesprochen. Außerdem beißt sich der Pleonasmus ‚im Gehorsam in Treue‘ semantisch, kann es doch keinen treulosen Gehorsam geben. Das Grundproblem besteht darin, dass sich der Text dieses ‚Gelöbnisses‘ an politischen Treueidformeln orientiert. Bei ihnen wird Gott als Zeuge und ‚Eidwächter‘ für den zugesagten Gehorsam angerufen, so dass Ungehorsam als Eidbruch ein sakrales Vergehen gegen Gott darstellt.“
Über das verunglückte EKD-Ordinationsgelöbnis Verunglückt ist das schriftliche „Ordinationsgelöbnis“, das seit 2011 in der EKD gültig ist. Es lautet: „Ich … Mehr
Rudolf Bultmann, Die Aufgabe der Theologie in der gegenwärtigen Situation 1933: „Christlicher Glaube muss eine kritische Kraft in den Fragen der Gegenwart sein, und er muss seine Positivität gerade in seiner kritischen Haltung bewähren. Wie kann er das? Weil er nicht nur von Sünde, sondern auch von Gnade weiß. Weil er Gott nicht nur als den Richter kennt, sondern auch als den Erlöser, der durch Jesus Christus seine ursprüngliche Schöpfung wiederherstellt. Die Erlösung durch Jesus Christus bedeutet die Vergebung der Sünde durch die Offenbarung der Liebe Gottes, und sie bedeutet deshalb die Befreiung des Menschen zur Liebe. Nur wer den jenseitigen Gott kennt, der in Christus sein Wort der Liebe in diese Welt hineinspricht, der vermag sich aus der Verstrickung dieser sündigen Welt zu befreien und einen Blick zu gewinnen, für den die Ordnungen der Welt wirklich als Schöpfungsordnungen erkennbar sind, deren er sich dankbar zu freuen hat, in denen er still zu leiden hat, in denen er als Liebender zu wirken hat.“
Die Aufgabe der Theologie in der gegenwärtigen Situation Von Rudolf Bultmann Nicht nur Karl Barth hatte im Frühsommer 1933 mit … Mehr