Erhard Mueller, Predigt zum Bußgebet Daniels (9,15-18) vom 16. November 1938 (Auszug): „Aller Antisemitismus, sofern er der Ausdruck stolzer Selbstgerechtigkeit ist und er gibt sich heute so – ist eine Verachtung der Vergebung am Kreuz, ein Trotzen auf eigene Gerechtigkeit. Hier, an dieser Stelle gilt es radikal umzukehren, Buße zu tun! Weh der Kirche, die hier schweigend beiseite steht, die hier nicht vielmehr in die Knie bricht vor ihrem ganzen Volk, wie Daniel es vor der Gemeinde tut: »Wir liegen vor dir nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit«!“

Predigt zum Bußgebet Daniels (9,15-18) vom 16. November 1938 (Auszug) Von Erhard Mueller Das Bekenntnis der Schuld als der Wurzel … Mehr

Hermann Diem, Die Geburt der Gemeinde in der Predigt (1948): „Meine Gemeinde verlässt sich also in ihrem Dasein auch lieber auf den volkskirchlichen Rahmen, als darauf, dass sich in der Predigt die großen Taten Gottes ereignen. Über den Heiligen Geist kann man nicht verfügen und seine voraussichtlichen Wirkungen kann man nicht in den Etat einsetzen. Darum erhebt man lieber die Besteuerungsgrundlagen beim Finanzamt und garantiert den äußeren Bestand der Gemein­de durch die Einrichtung der Kirchensteuer.“

Die Geburt der Gemeinde in der Predigt Von Hermann Diem 1. Die Gemeinde von gestern Wenn ich am nächsten Sonntag … Mehr

Martin Luther, Auslegung zu 5. Mose 6,4–9 (1529): „Lass dir diese Gebote, und sonderlich das erste, mit aller Treue befohlen sein, dass du sie nicht allein aufs Papier schreibst, oder in ein Buch fasst, darnach im Winkel liegen lässt, oder sie dir allein in die Ohren erschallen, vor den Augen gemalt stehen, sondern fasse und schreibe sie in dein Herz, dass du Tag und Nacht daran gedenkst, gerne davon redest und handelst, wenn du arbeitest, stehst oder gehst, gleich wo du willst. Summa: Diese Worte sollen dein höchster, liebster Schatz sein, denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. Du sollst sie zu jeder Zeit am meisten beachten.“

Auslegung zu 5. Mose 6,4–9 (1529) Von Martin Luther V. 1–5. Dies sind aber die Gebote, dass du den HERRn, … Mehr

Oswald Bayer, Stadt der Geborgenheit. Jerusalempredigt zu Psalm 46: „Die im Stillehalten und Beten gründende Tat der Förderung des irdischen Friedens liegt zuerst im Einsatz für eine nüchterne Sicht der Welt, in der wir leben. Es gilt ihre abgründige Gefährdung und den Kampf der Götter nicht zu verkennen. Trotz der Hilfe Gottes ‚früh am Morgen‘, am Ostermorgen, und seinem Sieg über den Tod und alle lebensfeindlichen Mächte sind diese – Gott seiʼs geklagt! – nicht einfach verschwunden.“

Stadt der Geborgenheit. Jerusalempredigt zu Psalm 46 Von Oswald Bayer I. Die gefährdete Welt Um einen Machtkampf geht es, einen … Mehr

Hans Joachim Iwand: Predigt über 2. Korinther 2,14-17 (1935): „Da hilft nur, dass man da stehen bleibt, wo man hingestellt wird, wenn man in Christo redet. Aus Gott, Gott gegenüber. Das heißt: Gott im Rücken und Gott im Angesicht, so dass es keine Flucht gibt, keinen Rückzug und kein Überlaufen zum Gegner. Gott selbst ist unser Auftraggeber, und Gott selbst ist unser Hörer. Wer sein Wort reden muss, der gerät in den Lichtkegel seiner Wahrheit und wird durchleuchtet bis in die verborgensten Fasern seines Herzens.“

Predigt über 2. Korinther 2,14-17 (1935) Von Hans Joachim Iwand Aber Gott sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in … Mehr

Patrick D. Miller, Das Große Gebot – das Schma Jisrael (Deuteronomium 6,4–5): „Das Schma Jisrael, das Große Gebot, ist die Grundlage des Lebens Israels, das ethische, religiöse und soziale Ordnung stiftet. Die Liebe zu Gott ist total, umfassend und konkret. Die Einheit Gottes und die Einheit der menschlichen Hingabe spiegeln einander wider. Die Forderung des Schma Jisrael ist sowohl Anforderung als auch Geschenk, das das menschliche Leben ermöglicht und stabilisiert. Mit dieser Forderung ist die zentrale Aussage des Deuteronomiums über das Bekenntnis, die Einheit Gottes und die Liebe zu Gott abgeschlossen.“

Das Große Gebot – das Schma Jisrael (Deuteronomium 6,4–5) Von Patrick D. Miller Mit diesem Kapitel kommen wir zu dem … Mehr

Jack R. Lundbom über Deuteronomium 6,4-9: „Im Alten Testament überschneiden sich die Begriffe אַהֲבָה („Liebe“) und חֶסֶד („Bundestreue“) häufig. Die Aufforderung, JHWH zu lieben, ist eine stehende Wendung im Deuteronomium, und „JHWH lieben“ geht Hand in Hand mit ihn zu fürchten, in seinen Wegen zu gehen, an ihm festzuhalten, ihm zu dienen, seiner Stimme zu gehorchen und seine Gebote zu tun. Diese Liebe zeigt sich also in konkretem Handeln – für Israel bedeutet sie vor allem Gehorsam gegenüber JHWH, seinem Bund und seinen Geboten.“

Jack R. Lundbom, mir durch seinen Gastaufenthalt am Lutheran Theological Seminary in Hong Kong 2007/08 wohlbekannt, dürfte in seinem Kommentar … Mehr

Johannes Hamel, Predigt über Offenbarung 13 (1958): „Jetzt kommt es heraus: Das Tier oder Jesus von Nazareth, ‚Ich oder Er, der Verfluchte und Gekreuzigte, Ohnmächtige und Macht­lose, der all das nicht fertigbringt und bringen will! Er hat alles beim Alten gelassen, aber siehe, Ich mache alles neu!‘ Und die Heiligen werden in diesem Krieg überwunden und müssen zu Boden! Nun muss die Kirche ins Grab mit all ihren Domen und ihren Kirchensteuern, Staatszuschüssen, ihrer Arbeit der Inneren und Äußeren Mission. Es wird vorbei sein mit ihren Privilegien und Sonderrechten, ja sie wird überhaupt keinen Rechtsboden mehr unter den Füßen haben, sie wird ausgetilgt, so wie einst die Evangelische Kirche in Frankreich unter Ludwig XIV. liquidiert wurde.“

Predigt über Offenbarung 13 (1958) Von Johannes Hamel Und ich. sah ein Tier aus dem Meer steigen das hatte zehn … Mehr

Hans Joachim Iwand, Daß ihr bestehen könnt. Dortmunder Abschiedspredigt zu Epheser 6,10-17 (1945): „Ihr lebt in einer gefährlichen Welt, ihr seid selbst Menschen, verwundbar, verführbar, allen Anfechtungen preisgegeben, in euch selbst lebt der Verräter, der nur allzu gern und allzu leicht mit dem Feinde, der die Festung berennt, paktiert, der nur allzu leicht Gleiches mit Gleichem ver­gilt und für den und für dessen Praxis die Parole ‚Auge um Auge, Zahn um Zahn‘ nur zu verständlich ist. Hütet euch. Nehmt den Helm des Heils. Laßt euch beschirmen von der Heilsbotschaft, die über euch erklungen ist. Ihr seid gerettet, ihr dürft darauf vertrauen, daß jene Tat, am Kreuz geschehen, für euch da ist, dass dieses Heil von Christus erwirkt, auch euch umschließt.“

Daß ihr bestehen könnt Abschiedspredigt gehalten in der Notkapelle von St. Marien Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, … Mehr