Abschrift der Anklageverfügung beim Zentralgericht des Heeres gegen Pfarrer Karl Steinbauer vom 4. September 1944 Dass Pfarrer Karl Steinbauer vom … Mehr
Kategorie: Predigten
Hans Joachim Iwand, Gedanken zum Ostermontag: „Der Unterschied zwischen dieser Todeswelt und der kommenden Welt der Auferstehung zum unvergänglichen Leben kann nicht aufgelöst, darf nicht als nebensächlich behandelt werden. Die Spannung zwischen Glauben und Schauen, Hoffen und Sehen, Hören und Empfangen muß bleiben, solange wir hier leben, wir müssen vieles an uns vorüberziehen lassen, was sich als das Neue und Verheißene, als etwas von Gott Kommendes und Erlösendes ausgibt.“
Gedanken zum Ostermontag Von Hans Joachim Iwand Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird … Mehr
Karl Barth, Jesus Christus ist auferstanden (Ostern 1947): „Wenn in einer Versammlung eines unserer Interessenverbände auf einmal jemand aufstehen, das Wort verlangen und in aller Ruhe, aber jedermann sofort verständlich nur das sagen würde: «Jesus Christus ist auferstanden»! Wenn in einer Pfarrer-Konferenz – vielleicht in der Woche nach Ostern, wenn sie alle begreiflicherweise etwas müde und etwas zum Unglauben geneigt sind – jemand durchs offene Fenster von außen dieses Wort hereinriefe! Oder wenn es jetzt eben vor mir selbst so aufstünde, wie es lautet und gemeint ist, so dass ich es zur Kenntnis nehmen und mich von jetzt an daran zu halten hätte, dass es so ist, wie dieses Wort sagt! Wenn …“
Jesus Christus ist auferstanden (Ostern 1947) Von Karl Barth Man schämt sich tief, wenn man sich vor Augen hält, wie … Mehr
Eberhard Jüngel, Ostern – Das Geheimnis des Gekreuzigten. Gedanken zum zentralen Inhalt der christlichen Botschaft (1971): „Es gehört zur Eigenart des Geheimnisses von Tod und Auferstehung Jesu, dass es alle Menschen angeht. Was zwischen Gott und Jesus geschah, war keine Privatgeschichte, sondern das ist Gottes öffentliche Geschichte mit der Menschheit, Weltgeschichte. Auf das Leben aller Menschen ist Gott zurückgekommen, als er auf Jesu Tod zurückkam. Das neue Verhältnis von Tod und Leben, das die Selbstidentifikation Gottes mit dem toten Jesus begründet hat, ist ein göttliches Angebot an die ganze Welt, deren Sein durch Tod und Auferstehung Jesu unwiderruflich bestimmt wird. Zum Zeichen dieser Bestimmung existiert die christliche Kirche.“
Ostern – Das Geheimnis des Gekreuzigten. Gedanken zum zentralen Inhalt der christlichen Botschaft (1971) Von Eberhard Jüngel I Von einem … Mehr
Von der Illusion eines erfüllten Lebens. Eine Bußpredigt: „Mit der Rede von der Erfüllung soll dem Leben in seiner Zeitlichkeit ein positiv verbleibender Sinn verliehen werden, wobei jedoch der bevorstehende Tod außer Acht gelassen wird. Im Tod ist ein Mensch sich selbst nicht länger sein Lebensgefäß. Ein Toter kann all die Erlebnisse nicht länger fassen und damit für sich behalten.“
Von der Illusion eines erfüllten Lebens. Eine Bußpredigt Von Erfüllung wird allenthalben geredet, seien es persönliche Lebensträume oder Wünsche, die … Mehr
Dietrich Bonhoeffers Auslegung von Lukas 9,57-62 in seinem Buch „Nachfolge“: „Nachfolgen heißt bestimmte Schritte tun. Bereits der erste Schritt, der auf den Ruf hin erfolgt, trennt den Nachfolgenden von seiner bisherigen Existenz. So schafft sich der Ruf in die Nachfolge sofort eine neue Situation. In der alten Situation bleiben und nachfolgen schließt sich aus.“
Auslegung von Lukas 9,57-62 (Nachfolge, 1937) Von Dietrich Bonhoeffer „Und sie gingen in einen anderen Markt. Es begab sich aber, … Mehr
Heinrich Vogel, Die Kirche in der Bresche. Predigt zu 1.Mose 18,20-33 (1949): „Wer erkennt, dass diese unsere Welt von Gott bedroht ist? Wer erkennt, dass sie allein durch Gottes Gnade zu retten ist! Wer wagt das, was Abraham wagte, was Mose und Daniel an ihrem Ort und zu ihrer Zeit wagten, was die priesterliche Kirche, die auf den einen ewigen Hohenpriester blickt, wagen darf und muß: mit dem barmherzigen Gott für die von dem zornigen Gott bedrohte Welt zu ringen?! Sie kann sich nicht in den frommen Winkel, in die sakrale Abgeschlossenheit zurückziehen, sie kann nicht verleugnen, dass Gott nicht nur für ihre Sünden, sondern für die der ganzen Welt in den Riss getreten ist.“
Die Kirche in der Bresche. Einführung in das Wort „Gebt Gott recht“ Von Heinrich Vogel Und der Herr sprach: Es … Mehr
Gerhard Jacobi, Predigt über Matthäus 4, 1-11 (1935): „Wenn der Weg des Brotes für Jesus eine Versuchung war, dann wird er wohl auch eine Versuchung für seine Kirche sein. Das ist er auch, sogar ein höchst verführerischer Weg. Gebt den Menschen Brot, dann werden sie in den Schoß der Kirche kommen. Durch Brot gewinnt man Seelen und Leiber. Die Kirche soll (immer wieder wird es gesagt) nur ordentlich Wohlfahrtspflege treiben, sie soll nicht so viel predigen. Solche Reden sind gerade darum eine Versuchung, weil Liebe, Hilfe, Fürsorge zum Auftrag der Kirche gehören. Der Versucher nimmt Dinge, die zum Glauben gehören. Und doch — wenn die Kirche aus dem Christentum nur Menschenfreundlichkeit machen würde, dann wäre sie nicht mehr Kirche Jesu Christi. Die Kirche hat zu predigen; denn der Glaube kommt aus der Predigt (sagt der Apostel). Sie wird wahrhaftig auch leiblich helfen, so sehr sie kann, und trotzdem hat sie — so hart das klingt — zu sagen: Du Mensch lebst nicht vom Brot allein, und hättest du alles, was diese Erde zu geben vermag, so lebst du deshalb noch lange nicht. Leben, wahrhaft leben kannst du nur von dem Wort, das aus dem Munde Gottes geht. Dieses Wort ist Christus.“
Predigt über Matthäus 4, 1-11 (1935) Von Pfarrer Gerhard Jacobi, Berlin. Da ward Jesus vom Geist in die Wüste geführt, … Mehr
Werner Schmauch, Der neue Weg. Predigt über 1. Korinther 13,1-13 (1946): „‚Die Liebe ist langmütig und freundlich.‘ Die Liebe sucht immer nur den anderen zu helfen. Die Liebe sieht nicht mit Neid auf des anderen bessere Lage, erzürnt sich nicht, dass es einem selbst so schlecht geht, während der andere in einer noch ein wenig besseren Situation sich befindet. Die Liebe erhebt sich nicht über den Nächsten in der Meinung, sie müsste auf Rosen gebettet sein, während die Mitmenschen nur dazu bestimmt sind, in Not und Leid zu versinken.“
Nach dem Ende des 2. Weltkrieges verblieb Werner Schmauch als Pfarrer bzw. Dekan unter schwierigsten Bedingungen bis 1948 im nunmehr … Mehr