Walter Brueggemann, Kommentar und Überlegungen zu Exodus 16,1-36 (Manna und Wachteln): „Das Wunderbare an der Verteilung dieses Brotes ist, dass ihre wettbewerbsfreie, nicht hortende Praxis wirklich funktioniert, und zwar für alle! Diejenigen, die viel sammeln, haben nicht zu viel; die, die wenig sammeln, haben keinen Mangel. Das Brot kommt dorthin, wo es gebraucht wird, und jeder hat genug davon. So wird das Brot zu einem Mittel, um auf Gottes Verlässlichkeit zu vertrauen und mit den Nachbarn in vertrauensvoller Gerechtigkeit zusammenzuleben.“

Kommentar und Überlegungen zu Exodus 16,1-36 (Manna und Wachteln) Von Walter Brueggemann Die Wüste ist für Israel nach wie vor … Mehr

Martin Luther, Predigten über das 2. Buch Mose, Kapitel 16 (Juni 1525): „Zerstoßen und gering ist das Evangelium anzusehen, es wird von der Welt verachtet, gelästert und geschändet. Dennoch so hat das evangelische Wort, so wir predigen, so große Kraft, dass es selig macht; es hat eine göttliche Kraft bei sich. Solch Wort Gottes, so aus des Menschen Munde geredet wird und erschallt, das wird mit der Vernunft nicht empfangen, es hat keinen äußerlichen Schmuck noch Ansehen; noch bringt es mit sich den Sieg wider den Tod und Teufel, Hölle und Verdammnis, auch Vergebung der Sünden, und macht zu Gottes Kindern, zu Herren über Himmel und Erde.“

Predigten über das 2. Buch Mose, Kapitel 16 Von Martin Luther Kap. 15,27. Und sie kamen in Elim, da waren … Mehr

Walter Lüthi in der Predigt zu 1. Samuel 24 (1962): „Saul hat viel zu verlieren, David aber mehr. Ja, Saul hat schon verloren, was er verlieren konnte. David aber wird hier davor bewahrt, aus der Gnade der Erwählung zu fallen. Selbsthilfe hätte hier den Verlust seiner Erwählung zur Folge haben können. So baut Gott sein Reich, indem er nicht nur den Verworfe­nen an seinem verwerflichen Tun hindert, sondern auch den Erwählten vor Selbstzerstörung bewahrt.“

Zu 1. Samuel 24 Von Walter Lüthi Der Atem kommt einem zum Stocken, wenn man die Ereignisse verfolgt, die sich … Mehr

Dietrich Ritschl, Predigt zu 1. Johannes 4,17 bei der Beerdigung der Dichterin Marie Luise Kaschnitz (1974): „Ja geht denn ihre Geschichte weiter, jetzt, nach dem Tod? Sie geht doppelt weiter: einmal – und das scheint uns das Nächste – in unserer Erinnerung, aus der wir noch jahrelang Kraft und Hoffnung schöpfen können. Dann aber auch anders: nicht nur in unserer Erinnerung, sondern im Gedächtnis Gottes. Vielleicht ist Gottes Liebe und Gottes Gedächtnis dasselbe. Dort ist der Mensch bewahrt.“

Predigt zu 1. Johannes 4,17 (bei der Beerdigung der Dichterin Marie Luise Kaschnitz) Von Dietrich Ritschl Darin ist die Liebe … Mehr

Jürgen Moltmann, Predigt zu Matthäus 5, 43-48 (1972): „Feindesliebe setzt offenbar Feinde voraus. Wir mögen das nicht. In unserem bürgerlich gut situierten Christentum haben wir Angst vor offener Feindschaft. Wir gehen Konflikten lieber aus dem Wege. Widersprüche werden verschleiert. Ungelöste Probleme werden verdrängt, sie werden emeritiert oder in Watte verpackt und nachfolgenden Generationen zugescho­ben. Statt Feinde und Feindesliebe haben wir die lauwarme Welt des »Seid nett zueinander« gewählt.“

Predigt zu Matthäus 5, 43-48 Von Jürgen Moltmann Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und … Mehr

Walter Brueggemann, David verschont Saul in der Wüste von En-Gedi. Kommentar zu 1. Samuel 24,1-23: „Geschichte ist keine Abfolge von zufälligen Ereignissen. Geschichte ist die Verwirklichung einer Verheißung, die „erniedrigt und erhöht“, die „arm macht und reich“, die „erniedrigt und erhöht“. Saul wird nun erniedrigt, verarmt, zu Fall gebracht. Die Erzählung verweilt jedoch nicht bei Saul. Sie richtet ihr Augenmerk auf den, der zum Herrschen bestimmt ist.“

David verschont Saul in der Wüste von En-Gedi. Kommentar zu 1. Samuel 24,1-23[1] Von Walter Brueggemann Dieses Kapitel weist enge … Mehr

Ernstpeter Maurers Predigt über Römer 11,33-36: „Die Tiefe Gottes – das ist kein gähnender Abgrund, sondern die unerschöpfliche Kreativität, die spielerische Phantasie, die überschäumende Vielfalt der Ideen, die Gott zu einer wunderbaren Schöpfung gestaltet hat wie ein Kunstwerk, das an jeder Stelle auch anders sein könnte und doch gerade so gelungen ist. So ist alles von Gott her. Die Weisheit Gottes leuchtet auf in den Scheidungen, die schon in der Schöpfung – Licht und Finsternis, Himmel und Erde, Land und Meer – und erst recht in der Geschichte für die besondere Gestalt der Geschöpfe sorgen.“

Predigt über Römer 11,33-36 Von Ernstpeter Maurer Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemein­schaft … Mehr

Martin Luthers Pfingstpredigt (In festo Pentecostes) von 1520: „Geist bedeutet Wind und Wehen, wobei diese Bezeichnung vielen Erscheinun­gen zukommt. Nicht selten wird unsere Seele Geist ge­nannt, denn wie der Wind ist auch die Seele niemals in Ruhe, niemals ist sie nicht in Bewegung, immer wird sie irgendwohin getragen, immer haßt oder liebt sie. Geist wird aber auch das genannt, wodurch unsere Seele bewegt wird.“

Pfingstpredigt (In festo Pentecostes, 1520) Von Martin Luther Was und auf welche Weise am Pfingsttag geschehen sei, er­zählt Lukas in … Mehr