Hermann Stöhr Geb. 4. 1. 1898 in Stettin; gest. (hingerichtet) 21. 6. 1940 in Berlin-Plötzensee Von Eberhard Röhm Am 2. … Mehr
Kategorie: Politische Ethik
Alasdair MacIntyre, Sieben Eigenschaften für die Zukunft (Seven Traits for the Future, 1979): „Wer ein tugendhaftes Leben führen will, wird früher oder später kämpfen müssen – sei es waffenlos oder bewaffnet. Ohne Kampf ist kein wertvoller Staat je entstanden oder erhalten worden. Kampfbereitschaft – samt den dazu nötigen Fähigkeiten – ist daher selbst eine Tugend. Denn Krieg sollte man nur führen, wenn man ihn auch gewinnen will.“
Sieben Eigenschaften für die Zukunft (Seven Traits for the Future, 1979) Von Alasdair MacIntyre Das Problem, unsere Nachkommen zu gestalten, … Mehr
Alasdair MacIntyre, Die Natur der Tugenden (The Nature of the Virtues, 1981): „Keine Praxis kann lange Zeit ohne institutionelle Unterstützung bestehen. Tatsächlich ist die Beziehung zwischen Praktiken und Institutionen so eng – und damit auch zwischen den externen Gütern und den internen Gütern der betreffenden Praxis –, dass Institutionen und Praktiken charakteristischerweise eine gemeinsame Kausalordnung bilden. In dieser Ordnung sind die Ideale und die Kreativität der Praxis stets gefährdet durch die Besitzgier der Institution; die kooperative Fürsorge um gemeinsame Güter in der Praxis ist immer verwundbar gegenüber der Konkurrenzlogik der Institution. In diesem Zusammenhang wird die zentrale Funktion der Tugenden klar: Ohne sie – ohne Gerechtigkeit, Mut und Wahrhaftigkeit – könnten Praktiken der korrumpierenden Macht der Institutionen nicht standhalten.“
Die Natur der Tugenden: Von Homer bis Benjamin Franklin Von Alasdair MacIntyre Eine mögliche Reaktion auf die Geschichte des griechischen … Mehr
Walter Höchstädter und seine illegale Flugschrift „Darum seid nüchtern!“ wider die nationalsozialistische Judenvernichtung (1944): „Das Blut von Millionen hingeschlachteter Juden, von Männern, Frauen und Kindern, schreit heute gen Himmel. Da darf die Kirche nicht schweigen. Sie darf da nicht sagen, die Regelung der Judenfrage sei eine Angelegenheit des Staates, wozu er aufgrund von Römer 13 ein Recht habe. Es gibt also keine indifferente Haltung für den Christen in dieser Frage. Es gibt keinen gemäßigten – christlichen – Antisemitismus. Auch dann nicht, wenn er einleuchtend mit vernünftigen (etwa nationalen) Gründen dargelegt wird, oder gar mit wissenschaftlichen (sage: scheinwissenschaftlichen) Gründen.“
Darum seid nüchtern!EIN GRUSS AN DIE BRÜDER Der bayerische Pfarrer Walter Höchstädter (1907-1994) verfasste im Sommer 1944 als Lazarettgeistlicher in … Mehr
George Bell, Die Funktion der Kirche in Kriegszeiten (The Church’s Function in War-Time, 1939): „Die Kirche steht für das Kreuz, das Evangelium der Erlösung. Sie kann daher von keinem irdischen Krieg als einem ‚Kreuzzug‘ sprechen, denn das eine, wofür es unmöglich ist, mit irdischen Waffen zu kämpfen, ist das Kreuz. Ihr oberstes Anliegen ist nicht der Sieg der nationalen Sache. Es ist schwer zu sagen, aber es ist entscheidend: Ihr oberstes Anliegen ist das Tun des Willens Gottes – wer auch immer siegt – und die Verkündigung der Barmherzigkeit Gottes gegenüber allen Menschen und Nationen. Die Geistlichen, insbesondere die Führer der Kirche, tragen eine große Verantwortung dafür, dies klarzustellen. Es geht nicht nur darum, dass die Kirche – wenn ihre Geistlichen das Evangelium predigen – eine ausgleichende Kraft von unbestreitbarer Autorität gegenüber den Wellen nationaler Emotionen bietet und so hilft, die geistige Integrität zu bewahren. Das ist wichtig. Aber noch wichtiger ist die Tatsache, dass die Kirche Treuhänderin des Evangeliums der Erlösung ist; und wenn das Evangelium nicht gepredigt wird, ist die Kirche nicht die Kirche.“
Die Funktion der Kirche in Kriegszeiten (The Church’s Function in War-Time, 1939) Von George Bell, Bischof von Chichester Was soll … Mehr
Peter Brunner, Theologisch-ethische Besinnung über den Krieg. Gutachten für die Bekennenden Kirche zu Beginn des Zweiten Weltkriegs (1939): „Als Soldat bin ich ausführendes Organ der in meinem Volke herrschenden Staatsgewalt, die an einem anderen im Staat verfassten Volke die Exekution vornimmt. So wie der Henker, der eine Todesstrafe vollzieht, nur der Arm der Staatsgewalt ist, die das Todesurteil gesprochen hat, so tötet der Soldat nur als der Arm der Staatsgewalt, die den Krieg zu führen befohlen hat. Die letzte Verantwortung für jeden Schuss, den ich als Soldat im Kriege abgebe, trägt der Inhaber der Staatsgewalt, der den Befehl zur Kriegsführung gegeben hat.“
Man kann es kaum für möglich halten, wie zu Beginn des Zweiten Weltkriegs von der Bekennenden Kirche eine „theologisch-ethische Besinnung … Mehr
Martin Luther, Ermahnung zum Frieden auf die zwölf Artikel der Bauernschaft in Schwaben (Ende April 1525): „Darum wäre mein aufrichtiger Rat, dass man aus dem Adel einige Grafen und Herren, aus den Städten einige Ratsherren wählte und ließe sie die Streitsachen in gütlicher Weise verhandeln und beenden: dass ihr Herren euere Hartnäckigkeit fallen ließet – welche ihr doch zuletzt müsset preisgeben, ihr wollt oder wollt nicht – und gäbet ein wenig nach mit eurer Tyrannei und Unterdrückung, damit der arme Mann auch Luft und Raum gewönne zum Leben.“
Ermahnung zum Frieden auf die zwölf Artikel der Bauernschaft in Schwaben (Ende April 1525) Von Martin Luther Es hat die … Mehr
Der bevorstehende 450. Todestag des Ulmers Leonhard Fronsperger (1520-1575) und dessen provokante Schrift ‚Vom Lob des Eigennutzens‘ (1564): „Betrachtet weiter mit inneren Augen und Herzen die anderen beiden Stände der Welt, nämlich die Geistlichkeit und die Regierung, so werdet ihr deutlich erkennen und erfahren, wie sehr der Eigennutz dem menschlichen Leben zu Hilfe kommt. Denn wer würde sich freiwillig in einen dieser beiden Stände begeben, angesichts der großen und schweren Verantwortung, die jeder, der sich ihrer annimmt, vor Gott auf sich laden muss, und all dessen, was solche Stände sowohl gegenüber Gott als auch gegenüber der Welt erfordern? Wenn ich, der Eigennutz, nicht wäre, müsste man wohl, um einen einzigen Papst, Bischof oder einen anderen Amtsträger, ebenso Kaiser, König, Fürsten oder Herren zu finden, bis zum Ende der Welt suchen und sie mit Schwert und Kerker dazu zwingen.“
Am 23. Mai 1575 verunglückte Leonhard Fronsperger tödlich, als dieser – vom Rat der Reichsstadt Ulm zum militärischen Sachverständigen bestellt … Mehr
Werner Schmauch, Unser Auftrag zum Dienst an der Welt. Predigt über Matthäus 28,16-20 (1958): „Die Jünger haben den Auftrag, hinzugehen zu den Menschen, zu den Völkern, zu den Heiden. Das heißt aber, die Anerkennung der Königsherrschaft Jesu Christi kann niemals darin bestehen, dass die Christen ein Dasein der Selbstgenügsamkeit führen, ihr Herr schenkt ihnen nicht ein Leben in einem heiligen Bezirk außerhalb der Schöpfung, nein, Er befreit sie zum frohen, freien Dienst an seinen Geschöpfen, an den Völkern, an den Heiden.“
Unser Auftrag zum Dienst an der Welt. Predigt über Matthäus 28,16-20 Von Werner Schmauch Elf Männer wandern gemeinsam auf den … Mehr