Über die Aufklärung im Licht des Evangeliums Von Eberhard Jüngel Schneidend wird die Differenz zwischen der im Lichte der Vernunft … Mehr
Kategorie: Philosophie
Joseph Addison (1672-1719) über die Träume: „Was ich hier bemerken möchte, ist die wunderbare Kraft in der Seele, bei diesen Gelegenheiten ihre eigene Gesellschaft herzustellen. Sie unterhält sich mit zahllosen Wesen ihrer eigenen Schöpfung und lässt sich in zehntausende von Szenen ihrer eigenen Regie transportieren. Sie ist selbst Bühne, Schauspieler, Zuschauer.“
Über die Träume Von Joseph Addison … Cum prostrata soporeUrget membra quies, et mens sine pondere ludit.Petronius Obwohl viele Autoren … Mehr
Martin Buber, Vertrauen (1926): „Einem Menschen vertrauen heißt, an die Wahrheit glauben, der man dienen kann, an die Wahrheit, die nicht von unsern Gnaden, sondern von deren Gnaden wir bestehn. An Menschen glauben, daraus bündelt sich zu allen Zeiten und in allen Völkern der große Fascio der Heiden – Menschen vertrauen, daraus wächst zu allen Zeiten und in allen Völkern der »heilige Stamm« Israels. Ich sehe immer deutlicher unsern rechten Weg dahin, daß an die Stelle des »Glaubens« an Menschen das Vertrauen trete. Wir brauchen Führer. Aber wir brauchen Führer, denen wir nicht um ihretwillen folgen, sondern um ihrer Dienstherrin, um ihres Dienstherrn willen – wie immer sie ihn nennen: an ihrer Dienstart erkennen wir, daß es der rechte ist. Und geht ihnen die Fähigkeit ab, mit aufrührendem oder anordnendem Wort sicher und sicherheitweckend die Menge zu bewegen, sie vermögen das Unscheinbare und Wichtigste: das Raten, das Mahnen, das Weisen. Sie stellen uns immer wieder vor die strengen Strahlen der Wahrheit. Sie führen, indem sie lehren. Ihrer ist die heimliche Weltgeschichte.“
Vertrauen Von Martin Buber Es gibt zwei Gattungen führerischer Menschen. Von dem einen sagt man: »Ich glaube an ihn«. Von … Mehr
Hannah Arendt, Von der Menschlichkeit in finsteren Zeiten. Rede über Lessing (1959): „In der Geschichte sind die Zeiten, in denen der Raum des Öffentlichen sich verdunkelt und der Bestand der Welt so fragwürdig wird, dass die Menschen von der Politik nicht mehr verlangen, als dass sie auf ihre Lebensinteressen und Privatfreiheit die gehörige Rücksicht nehme, nicht selten. Man kann sie mit einigem Recht »finstere Zeiten« (Brecht) nennen.“
Von der Menschlichkeit in finsteren Zeiten. Rede über Lessing Von Hannah Arendt I Die Auszeichnung, die eine freie Stadt verleiht, … Mehr
Paul Ricœur über das Symbol und die zweite Naivität (seconde naïveté): „Die zweite Naivität ist nicht die erste Naivität; sie ist post-kritisch und nicht prä-kritisch; sie ist eine gelehrte Naivität (La seconde naïveté n’est pas la première naïveté ; elle est post-critique et non point pré-critique ; c’est une docte naïveté).“
Über das Symbol und die zweite Naivität (seconde naïveté) Von Paul Ricœur Das Symbol ist in diesem Sinne der konkrete … Mehr
Norbert Lohfink über Kohelet: „Mit dem Tod ist die irdische Zeit mit den immer offenen Möglichkeiten des jeweils nächsten Augenblicks schlechthin beendet. Jenes andere Leben, das der Mensch bei Gott zu finden vertraut, kann nur als Frucht oder Versammlung und Endgültigwerden der hiesigen, verwehenden Zeit gedacht werden.“
Über Kohelet Von Norbert Lohfink Kohelet analysiert das menschliche Dasein als Sein in der nur im gleitenden Jetzt gegebenen und … Mehr
Hans-Georg Gadamer, Selbstdarstellung (1975): „Der hermeneutische Versuch, Sprache vom Dialog aus zu denken bedeutete letzten Endes die Überholbarkeit jeder Fixierung durch den Fortgang des Gesprächs. So wird die terminologische Fixierung, die im konstruktiven Bereich der modernen Wissenschaft und ihrer Verfügbarmachung des Wissens für jedermann ganz angemessen ist, im Felde der Bewegung des philosophischen Gedankens eigentümlich verdächtig.“
Selbstdarstellung Von Hans-Georg Gadamer Als ich im Jahre 1918 mit dem Reifezeugnis das Gymnasium zum Heiligen Geist in Breslau verließ … Mehr
Max Horkheimer, Zum Begriff der Vernunft (1951): „Das einzige Kriterium, das die subjektive, formale, instrumentale Vernunft anerkennt, ist das, was die Sprache des Positivismus ihren operativen Wert nennt, ihre Rolle in der Beherrschung von Mensch und Natur. Die Begriffe wollen nicht mehr Qualitäten der Sache als solcher ausdrücken, sondern dienen einzig noch zur Organisation von Wissensmaterial für die, welche geschickt darüber verfügen können. Sie werden als bloße Abbreviaturen von vielem Einzelnen angesehen, als Fiktionen, um es besser festzuhalten.“
Zum Begriff der Vernunft Von Max Horkheimer Im Gang der europäischen Gesellschaft heben zwei Begriffe von Vernunft sich voneinander ab. … Mehr
Karl Löwith, Geschichte und Christentum (History and Christianity, 1956): „Für den christlichen Glauben ist die Geschichte nicht ein autonomer Bereich menschlichen Strebens und Fortschritts, sondern ein Bereich der Sünde und des Todes und daher erlösungsbedürftig. In beiden Perspektiven kann der historische Fortschritt nicht als allwichtig erlebt werden.“
Geschichte und Christentum (History and Christianity, 1956) Von Karl Löwith Der moderne Mensch überschätzt die Bedeutung der Geschichte innerhalb der … Mehr