Über das Symbol und die zweite Naivität (seconde naïveté) Von Paul Ricœur Das Symbol ist in diesem Sinne der konkrete … Mehr
Kategorie: Philosophie
Norbert Lohfink über Kohelet: „Mit dem Tod ist die irdische Zeit mit den immer offenen Möglichkeiten des jeweils nächsten Augenblicks schlechthin beendet. Jenes andere Leben, das der Mensch bei Gott zu finden vertraut, kann nur als Frucht oder Versammlung und Endgültigwerden der hiesigen, verwehenden Zeit gedacht werden.“
Über Kohelet Von Norbert Lohfink Kohelet analysiert das menschliche Dasein als Sein in der nur im gleitenden Jetzt gegebenen und … Mehr
Hans-Georg Gadamer, Selbstdarstellung (1975): „Der hermeneutische Versuch, Sprache vom Dialog aus zu denken bedeutete letzten Endes die Überholbarkeit jeder Fixierung durch den Fortgang des Gesprächs. So wird die terminologische Fixierung, die im konstruktiven Bereich der modernen Wissenschaft und ihrer Verfügbarmachung des Wissens für jedermann ganz angemessen ist, im Felde der Bewegung des philosophischen Gedankens eigentümlich verdächtig.“
Selbstdarstellung Von Hans-Georg Gadamer Als ich im Jahre 1918 mit dem Reifezeugnis das Gymnasium zum Heiligen Geist in Breslau verließ … Mehr
Max Horkheimer, Zum Begriff der Vernunft (1951): „Das einzige Kriterium, das die subjektive, formale, instrumentale Vernunft anerkennt, ist das, was die Sprache des Positivismus ihren operativen Wert nennt, ihre Rolle in der Beherrschung von Mensch und Natur. Die Begriffe wollen nicht mehr Qualitäten der Sache als solcher ausdrücken, sondern dienen einzig noch zur Organisation von Wissensmaterial für die, welche geschickt darüber verfügen können. Sie werden als bloße Abbreviaturen von vielem Einzelnen angesehen, als Fiktionen, um es besser festzuhalten.“
Zum Begriff der Vernunft Von Max Horkheimer Im Gang der europäischen Gesellschaft heben zwei Begriffe von Vernunft sich voneinander ab. … Mehr
Karl Löwith, Geschichte und Christentum (History and Christianity, 1956): „Für den christlichen Glauben ist die Geschichte nicht ein autonomer Bereich menschlichen Strebens und Fortschritts, sondern ein Bereich der Sünde und des Todes und daher erlösungsbedürftig. In beiden Perspektiven kann der historische Fortschritt nicht als allwichtig erlebt werden.“
Geschichte und Christentum (History and Christianity, 1956) Von Karl Löwith Der moderne Mensch überschätzt die Bedeutung der Geschichte innerhalb der … Mehr
Hannah Arendt, Die Krise in der Erziehung (1958): „Man hat also die Kinder, als man sie von der Autorität der Erwachsenen emanzipierte, nicht befreit, sondern einer viel schrecklicheren und wirklich tyrannischen Autorität unterstellt, der Tyrannei durch die Majorität.“
Die Krise in der Erziehung Von Hannah Arendt Erwin Loewenson zum 70. Geburtstag I Ich bin von Beruf nicht Pädagogin … Mehr
Charles Baudelaire über den Weltuntergang (Fusées, 1867): „Die Zeit wird kommen, in der die Menschheit wie ein rachsüchtiger Unhold denjenigen, die glauben, sie hätten die Revolutionen rechtmäßig geerbt, das letzte Stück aus dem Leib reißen wird. Doch das wäre nicht das größte Übel.“
Über den Weltuntergang (Fusées, 1867) Von Charles Baudelaire Die Welt wird untergehen. Der einzige Grund, warum sie fortbestehen könnte, ist, … Mehr
Karl Löwith, Das Verhängnis des Fortschritts (1963): „Das moderne historische Bewußtsein ist aber dadurch ausgezeichnet, dass es ganz und gar aus der Zukunft lebt und darum in Furcht und Hoffnung; die Erwartung der Zukunft ist das Element, in dem der Wille zum Fortschritt schwimmt. Die entscheidende Frage gegenüber unserer Besessenheit von der Zukunft wäre deshalb, ob die Zeit der Welt eine immerwährende oder ewige ist, im Unterschied zur endlichen Zeit des Menschen.“
Das Verhängnis des Fortschritts (1963) Von Karl Löwith Der Begriff des Fortschritts geht oft unvermerkt über in den der Entwicklung. … Mehr
Hans-Georg Gadamer über Rudolf Bultmanns Griechisch-Runde in Marburg: „Pünktlich um 8.15 Uhr begannen wir und lasen bis Schlag elf Uhr. Bultmann war ein strenger Mann. Dann erst begann die Nachsitzung. Rauchen durfte man vorher, nur dass Bultmann keine Zigaretten liebte, sondern schwarze Brasil oder Pfeife, und nur für Schlier hatte er aus besonderer Nachsicht die sogenannten Schwächlingszigarren, die mit einem blonden Deckblatt versehen waren.“
Über Rudolf Bultmanns Griechisch-Runde in Marburg Von Hans-Georg Gadamer Bultmann war nicht nur ein scharfer Theologe, sondern auch ein leidenschaftlicher … Mehr