Hans Joachim Iwand, Theologische Einführung in Martin Luthers Schrift De servo arbitrio (Dass der freie Wille nichts sei), geschrieben im Gestapo-Gefängnis „Steinwache“ in Dortmund (1938): „Wer diese Schrift nicht aus der Hand legt mit der Erkenntnis, dass die evangelische Theologie mit dieser Lehre vom unfreien Willen steht und fällt, der hat sie umsonst gelesen. Das ist das Harte und Fordernde an diesem Buch, sein unüberhörbares, unausweichliches Nein gegenüber allen, die der Lehre von der Freiheit des Willens, aus welchen guten und einsichtigen Gründen auch immer, einen positiven Sinn abgewinnen möchten. Und wenn wir dem Leser einen Rat mitgeben dürfen für den atemraubenden Weg, den er an Luthers Hand durch alle Höhen und Tiefen der Gottes- und Menschenerkenntnis geführt werden wird, dann ist es der, sich nicht auf die vielen Umdeutungen und Abschwächungen einzulassen, die die Ausleger späterer Zeiten zur Abmilderung der Härten und zum Ausgleich der Paradoxien anbieten.“

Luthers De servo arbitrio von 1525 in Auseinandersetzung mit Erasmus von Rotterdam geschrieben ist bekanntlich die Schrift, an der sich … Mehr

Hans Joachim Iwands Kritik des Protestantismus in seiner Bonner Vorlesung zu Luthers Theologie: „Wenn das Gewissen aufbrechen will, wenn das Schuldbewusstsein sich meldet, dann stellt sich eine Chri­stuspredigt ein, die sofort dieses Gewissen wieder einschläfert. Dar­um ist auch die Kirche für viele Menschen unersetzlich. Von da aus wird auch verständlich, warum heute unser deutsches Volk die Kirche so braucht und warum wir uns dazu gebrauchen lassen.“

Kritik des Protestantismus Von Hans Joachim Iwand Das anspruchsvollste Buch zu Luthers Theologie dürfte wohl noch immer Hans Joachim Iwands … Mehr

Martin Luther über die not-wendige Praxis des Gebets in ‚Das schöne Confitemini‘: „Das Beten, Notanzeigen und Händeaufheben sind Gott die allerangenehmsten Opfer. Er begehrt es, er will es haben, dass du deine Not ihm vorlegen, nicht auf dir liegen lassen und dich selbst damit schleppen, zernagen und martern sollst, womit du aus einem Unglück zwei, ja zehn und hundert machst. Er will, dass du zu schwach sein sollst, solche Not zu tragen und zu überwin­den, damit du in ihm stark zu werden lernst und er in dir durch seine Stärke gepriesen wird. Siehe, daraus werden Leute, die da Christen heißen, andernfalls nur Schwätzer und Wortemacher, die viel über Glauben und Geist von sich geben, aber nicht wissen, was es ist oder wovon sie selbst reden.“

Über die not-wendige Praxis des Gebets In seiner Schrift „Das schöne Confitemini“ von 1530 hat Martin Luther Psalm 118 ausgelegt. … Mehr

Martin Luther wider den Reformationstag als gesetzlichen Feiertag: „Wollte Gott, dass in der Christenheit nur der Sonntag Feiertag wäre und man die Feste der Jungfrau Maria und der Heiligen alle auf den Sonntag legte! Dann unterblieben durch die Arbeit an den Werktagen viele schlimme Untugenden, würden auch die Länder nicht so arm und ausgezehrt. Aber nun sind wir mit vielen Feiertagen ge­plagt, zum Verderben der Seelen, Leiber und Güter, wovon viel zu sagen wäre.“

Martin Luther wider den Reformationstag als gesetzlichen Feiertag In mehr als der Hälfte der Bundesländer – Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, … Mehr

Martin Luthers Sermon vom Leiden und Kreuz (1530): „Weil es aber nun besser ist, dass man ein Kreuz hat, als dass man ohne Kreuz ist, soll sich niemand davor entsetzen oder erschrecken. Du hast ja eine gute, starke Verheißung, deren du dich trösten kannst, und das Evangelium kann auch nicht anders ans Licht kommen als durch und im Leiden und Kreuz.“

Sermon vom Leiden und Kreuz (1530) Von Martin Luther Liebe Freunde, ihr wißt, daß man in dieser Zeit die Passionsgeschichte … Mehr