Martin Luther, Der 82. Psalm ausgelegt: „Aber gleichwie er auf dieser Seite dem Unfrieden des Pöbels wehrt und ihn darum unter Schwert und Gesetz wirft, so wehrt er auch auf der andern der Obrigkeit, dass sie solche Maje­stät und Gewalt nicht zu ihrem Mutwillen, sondern zum Frieden gebrauchen soll, für den sie von ihm gestiftet und erhalten wird. Trotzdem will er dem Pöbel nicht erlauben, die Faust wider sie aufzuheben oder zum Schwert zu greifen, als dürfte er die Obrigkeit strafen und richten. Nein, das soll er lasten, Gott wills nicht und hats ihm nicht befohlen. Darum soll er nicht selber Richter sein und sich nicht selber rächen oder mit Frevel und Gewalt fahren, son­dern er selbst, Gott, will die böse Obrigkeit strafen und der Obrigkeit Gesetz und Recht setzen und stellen. Er will über sie Richter und Meister sein. Er will sie wohl finden, bester als sie sonst jemand finden kann, wie er denn bisher von der Welt Anfang an getan hat.“

Der 82. Psalm ausgelegt (1530) Von Martin Luther Psalm 82 ist für Martin Luther neben Psalm 101 und Psalm 127 … Mehr

Martin Luther, Predigt über Matthäus 7,1-5: Richtet nicht, aus dass ihr nicht gerichtet werdet (1530/32): „Es gilt nicht, wenn du selbst ohne Gottes Wort und Befehl richten und urteilen willst und wenn du’s auch hernach Gottes Ehre und Gerechtigkeit heißest, sondern es ist und bleibt ein teuflischer Zusatz, der sich nur mit diesem Deckel schmückt und schön macht. Denn hier hörst du: Gott will es nicht haben, dass wir uns unterstehen, selbst Richter zu sein, es sei in der Lehre oder im Leben.“

„Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet.“ Predigt über Matthäus 7,1-5 Von Martin Luther Math. 7,1-5: Richtet nicht, auf … Mehr

Martin Luther über das Richten in seiner Predigt zu Lukas 6,36-42 von 1529: „Je frömmer und weiser einer ist, je mehr richtet er und hat kein barmher­zig Herz gegen die Sünde, alle misst er nach seiner eigenen Regel. Wenn man einen anders leben sieht als man selber lebt oder in Sünde fallen sieht, so lacht man und hat seine Freude dran. Also hat kein Herz Barmherzigkeit, wenn nicht der Glaube an Jesus Christus in ihm ist.“

Predigt über Lukas 6,36-42 „Richtet nicht!“ (1529) Von Martin Luther Vergeben, nicht richten, nicht verdammen sind die inneren, Geben die … Mehr

Martin Luthers Gebet zum Exorzismus von 1545: „Wir unwürdigen Sünder rufen auf Wort und Befehl deines Sohnes deine Barmherzigkeit an mit allem Glauben, dessen wir fähig sind: Mache nach deiner Gnade diesen Menschen von allem Übel frei und zerstöre in ihm das Werk des Satans, auf dass dein Name geehrt werde und der Glaube deiner Heiligen zunehme.“

Gebet zum Exorzismus Von Martin Luther Gott, allmächtiger Vater,der du uns durch deinen Sohn gesagt hast»Wahrlich, wahrlich, ich sage euch,wenn … Mehr

Angst essen Seelen auf. Erfahrungen mit dem Coronavirus SARS in Hongkong 2003: „»Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist.« (Psalm 34, 9) Die Darreichung von Brot und Wein mit La­texhandschuhen ist in der Tat nicht besonders appe­titlich. Es lässt sich fragen, ob eine solche Sicherheits­maßnahme in Gemeinden, in denen kein Infektionsfall aufgetreten ist, wirklich notwendig ist. »Ich weiß und bin gewiss in dem Herrn Jesus, dass nichts unrein ist an sich selbst; nur für den, der es für unrein hält, ist es unrein.« (Römer 14, 14) Den Worten des Apostel Pau­lus zufolge schafft subjektive Wahrnehmung Realität. Und die angstbesetzte Realität eines Mitmenschen kann nicht ohne weiteres revidiert werden. Von daher ist die Rücksichtnahme der Angstfreien angesagt: »Richtet vielmehr darauf euren Sinn, dass niemand seinem Bruder einen Anstoß oder Ärgernis bereite.« (Römer 14, 13) Wer die eigene innere Freiheit hat, kann dem Bedürfnis und der Sorge anderer entsprechen. »Den Schwachen im Glauben nehmt an und streitet nicht über Meinungen.« (Römer 14, 1) Und doch muss man aufpassen, dass keine Diktatur der Angst (oder der Ängstlichen) entsteht, die unge­wollt in die Verein­zelung führt. Schließlich sucht sich die uneingestan­dene Angst als ver­nünftig auszugeben.“

Nun ist man in Hongkong wieder so weit. Die Regierung hat drastische Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronaviruses ergriffen, um … Mehr

Gebete Martin Luthers. Eine Gebetshilfe: „Ich danke dir, du ewiger, barmherziger Gott und Vater, dass du deinen lieben einzigen Sohn uns armen Sündern geschenkt hast. Er hat menschliche Natur angenommen und für uns gelitten. Er ist gekreuzigt worden und gestor­ben, vom Tode auferstanden und gen Himmel gefahren. Er hat unser Gefängnis, das uns gefangenhielt, gefan­gen. Dadurch sind wir deine lieben Kinder geworden und seine Brüder und Miterben aller seiner himmlischen Güter. Gib Gnade und deinen Heiligen Geist, dass er uns erhalte in diesem Glauben bis an unser Ende.“

Im Hinblick auf den 500. Geburtstag Martin Luthers hatte Hans-Joachim Kandler 1981 eine Reihe von Gebeten Martin Luthers auf Grundlage … Mehr