Albrecht Goes, Die Kraft der Ohnmacht. Ein Wort zum Christfest 1961: „Wir haben – fern von dem unscheinbaren Jesus von Nazareth, aber verwirrenderweise auch in einer Art von selbsterdachtem Zusammenhang mit ihm – ein Tanzfest der Würden in Szene gesetzt, auf dem es hoch hergeht. Hinter welchem Pfeiler im Saal hat sich die wirkliche Würde – die Erinnerung an Adams Beseelung, uns zugut geschehen – versteckt, und auf welcher Vorplatztreppe kauert das große Erschrecken: ‚Herr, ich bin nicht würdig, dass Du unter mein Dach gehest?’“

Die Kraft der Ohnmacht. Ein Wort zum Christfest 1961 Von Albrecht Goes Über die Schwäche der Macht haben wir in … Mehr

Peter Meinhold, Der Glaube Reinhold Schneiders: „Das Wort Christi »Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm« bezeugt deshalb für Reinhold Schneider nicht nur die Gottheit Christi, es ist vielmehr »das Ungeheuerste, das jemals aus Menschenmund kam«. Es sagt das ganze Wesen des Christentums aus. Dieses offenbart sich damit als eine neue Wirklichkeit, nicht etwa als eine neue Lehre.“

Der Glaube Reinhold Schneiders Von Peter Meinhold Im literarischen Werk Reinhold Schneiders nehmen die reli­giösen Schriften einen beachtlichen Umfang ein. … Mehr

Primo Levi, Vorworte zu „Ist das ein Mensch?“ (Se quest’ è un uomo, 1958): „Ihr, die ihr gesichert lebet / In behaglicher Wohnung; / Ihr, die ihr abends beim Heimkehren / Warme Speise findet und vertraute Gesichter: / Denket, ob dies ein Mann sei, / Der schuftet im Schlamm, / Der Frieden nicht kennt, / Der kämpft um ein halbes Brot, / Der stirbt auf ein Ja oder Nein.“

Ist das ein Mensch? Ihr, die ihr gesichert lebetIn behaglicher Wohnung;Ihr, die ihr abends beim HeimkehrenWarme Speise findet und vertraute … Mehr

Hans Graf von Lehndorffs kleines neuzeitliches Adventslied „Komm in unsre stolze Welt“ (EG 428) in seiner ursprünglichen Fassung: „Komm in unser reiches Land, Herr, in deiner Armut Blöße, / daß von Geiz und Unverstand willig unser Herz sich löse. / Schaff aus unserm Überfluß Rettung dem, der hungern muß!“

„Komm in unsre stolze Welt“ (EG 428) in seiner ursprünglichen Fassung als Adventslied Hans Graf von Lehndorff hatte seinen Vortrag … Mehr

Friedrich Gogarten, Die Stadt. Ein Brief aus Rothenburg ob der Tauber (1919): „Sie werden jetzt wohl verstehen, daß ich nicht von einer Idylle rede, wenn ich Ihnen sage, daß ich den ersten ganz glücklichen Tag in meinem Leben hat­te, als ich an einem warmen Oktobertag das erstemal nach Rothenburg kam. Da glühten die roten Dächer in der Herbstsonne und alle Geräusche hatten den hellen, friedevollen und heimkehrenden Klang, den die Herbstluft ihnen geben kann. Ich wußte damals nicht, warum ich so glücklich war.“

Die Stadt. Ein Brief aus Rothenburg ob der Tauber Von Friedrich Gogarten Sie kennen die Engelsburg, die Höhe über dem … Mehr

Hans Graf von Lehndorff in seinem Ostpreußischen Tagebuch über Taufen und Sonntagsandachten im Herbst 1945: „Ich finde ein paar Kinder, die noch nicht getauft sind, und nehme die Gelegenheit wahr, dieses nachzuholen. Das geschieht jedesmal im Rahmen einer kleinen Feier, an der sich auch die Nachbarn beteiligen. Bei dieser Praxis ist mir manches über das Wesen der Taufe als Sakrament und über das seltsame Verhältnis, das wir zu ihr haben, durch den Kopf gegangen.“

Über Taufen und Sonntagsandachten im Herbst 1945 (Ostpreußisches Tagebuch) Von Hans Graf von Lehndorff Unter den Menschen, die ich besuche, … Mehr