Edward Kessler, Schmerz (Pain): „Vielleicht ist dein Schmerz wie ein Gedicht, / ein Mysterium, das durch Deutung lebendig bleibt, / aber niemals gelöst werden kann wie ein Puzzle. Ganz sicher / nicht von Ärzten mit der Nase im Empirischen – / als hätte Hiob bloß / ein Schmerzmittel und einen guten Hautarzt gebraucht. / An manchen Tagen wünschst du dir, dein Schmerz / würde sich auf einen Zeh oder Finger zurückziehen, / irgendein entbehrliches Körperteil, / statt durch das ganze Universum zu wandern / und sich mit klangvollen Namen wie ‚Angst‘ zu schmücken.“

Schmerz (Pain) Von Edward Kessler Weder Stoiker noch christlicher Heiliger,scheinst du kaum geeignet für den Schmerz.Und da du offensichtlich kein … Mehr

Jan Twardowski, Lerne, dich zu wundern (Naucz się dziwić): „Und denk – wie seltsam ist es doch, / dass Gott sich auf Kinderjahre eingelassen hat, / eine Mutter, einen Esel, Bethlehem // so viele Geheimnisse, Dogmen, / Judas, Märtyrerinnen, Blumen, / und immer neue Bekehrungen – // dass man, ohne ein einziges Gebet zu sprechen, / einfach an Ihn glauben kann / aus lauter, großer Verwunderung“

Lerne, dich zu wundern (Naucz się dziwić) Lerne, dich in der Kirche zu wundern,dass die heiligste Hostie so klein ist,dass … Mehr

Johnson Gnanabararam, Herzensgebet: „Herr, wenn ich einsam bin, schaffe in mir ein frohes Herz, das deine Gegenwart fühlt. Wenn ich schuldig geworden bin, schaffe ein in mir ein glaubendes Herz, das deine Vergebung empfängt. Wenn ich mit anderen zusammen bin, schaffe in mir ein mutiges Herz, das sich nicht scheut, ein Zeuge des Evangeliums zu sein.“

Herzensgebet Herr, wenn ich einsam bin,schaffe in mir ein frohes Herz,das deine Gegenwart fühlt. Herr, wenn ich erschöpft bin,schaffe in … Mehr

Jan Twardowski, Vom Glauben: „Wie oft muss man den Glauben verlieren / den amtlichen / den aufgeblasenen / den lebensversichernden / den Glauben „von hier — bis dahin“ — / um den einzigen zu finden / den unverglühten, grünen / den der einfach eine Begegnung im Dunkeln ist / da Ungewissheit zur Gewissheit wird / zum wahren, weil unglaublichen Glauben“

Vom Glauben Wie oft muss man den Glauben verlierenden amtlichenden aufgeblasenenden lebensversicherndenden Glauben „von hier — bis dahin“ —um den … Mehr

Franz Kafka über den Uhrmacher-Gott (Tagebücher 1910-1923): „Ich knüpfte damals gern an das in einer christlichen Zeitschrift – ich glaube »Die christliche Welt« – gefundene Thema an, in welchem eine Uhr und die Welt und der Uhrmacher und Gott einander gegenübergestellt waren und die Existenz des Uhrmachers jene Gottes beweisen sollte.“

Über den Uhrmacher-Gott Von Franz Kafka 31. Dezember 1911 Während ich manchmal glaube, daß ich während der ganzen Gymnasialzeit und … Mehr