Der Antichrist Er wird sich kleiden in des Herrn Gestalt,Und seine heilige Sprache wird er sprechenUnd seines Richteramtes sich erfrechenUnd … Mehr
Kategorie: Literatur und Gedichte
Jochen Kleppers Tagebucheintrag zum gelben Judenstern vom September 1941: „Als Gott in Christus Mensch wurde, wollte er den Juden gleich sein. Wer unschuldig leidet in dem ‚Gleichwerden‘ seines Schicksals mit dem Christi unter dem Judentum, erlebt ein in die letzten Tiefen reichendes Ähnlichwerden mit Christus, in dem allein der Sinn unseres Daseins liegt -. Das stellt alles in den Schatten und hebt unser Los ins unvergängliche Licht.“
Tagebucheintrag zur Einführung der Kennzeichnungspflicht für Juden im Deutschen Reich mit „Judensternen“ Von Jochen Klepper 15. September [1941] / Montag … Mehr
Albrecht Grözinger über die Fiktion: „Die ‚Fiktion‘ ist keine ‚Illusion‘, die den Einblick in die Wirklichkeit verstellt, sondern im Gegenteil eine sprachliche Möglichkeit, die einen intensivierten Einblick in die Wirklichkeit verschafft.“
Über die Fiktion Von Albrecht Grözinger „Fiktion“ ist in den Wochen um Weihnachten wieder verstärkt ein Thema in den digitalen … Mehr
Jochen Klepper, Die Rechenschaft (1938): „Wir sehen unsere Ziffern rasch verbleichen: / was du auch schriebst, hat Maß und Sinn verloren. / Und aus der Wirrnis werden Gottes Zeichen / als einziger Wert, der morgen gilt, geboren.“
Die Rechenschaft Wie Mönche mühsam Pergamente malen,errechnen wir tagtäglich neue Summen.Dann setzt Gott seine Zeichen vor die Zahlen,und was uns … Mehr
Lars Gustafsson, Von einem fernen Ort (Från en avlägsen plats): „Ob Gott oder nicht, / ob Sinn oder Nicht-Sinn, / aus der Ferne schrumpfen die Fragen zu Punkten, / in der Ferne gilt weder Weisheit noch Angst / und frei oder nicht; es wirkt in mir, / etwas wirkt und sucht etwas in mir. / Wenn du still bist, kannst du Wassergeräusche hören.“
Von einem fernen Ort (Från en avlägsen plats) Ob Gott oder nicht,ob Sinn oder Nicht-Sinn,aus der Ferne schrumpfen die Fragen … Mehr
Reinhold Schneiders Sonett ‚Verheißung‘ (1938): „Wenn alle Herzen brennen an dem Pfade, / Wo lange schon geduldig stehn die Frommen, / Wird segensmächtig ihn der Herr beschreiten.“
Verheißung Erst wenn der Menschen Stirnen wieder reinDas Leuchten einer höheren Welt empfangen,Und ihre Augen, die von Nacht verhangen,Sich füllen … Mehr
Albrecht Goes, Glockensegen: „Komm in diesem Glockensegen, / Herr, uns allen du entgegen“
Glockensegen Komm in diesem Glockensegen,Herr, uns allen du entgegen,Daß wir gehn in deiner Gnad,Eh der finstre Abend naht. Tu Dein … Mehr
Albrecht Goes, Die Kraft der Ohnmacht. Ein Wort zum Christfest 1961: „Wir haben – fern von dem unscheinbaren Jesus von Nazareth, aber verwirrenderweise auch in einer Art von selbsterdachtem Zusammenhang mit ihm – ein Tanzfest der Würden in Szene gesetzt, auf dem es hoch hergeht. Hinter welchem Pfeiler im Saal hat sich die wirkliche Würde – die Erinnerung an Adams Beseelung, uns zugut geschehen – versteckt, und auf welcher Vorplatztreppe kauert das große Erschrecken: ‚Herr, ich bin nicht würdig, dass Du unter mein Dach gehest?’“
Die Kraft der Ohnmacht. Ein Wort zum Christfest 1961 Von Albrecht Goes Über die Schwäche der Macht haben wir in … Mehr
Peter Meinhold, Der Glaube Reinhold Schneiders: „Das Wort Christi »Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm« bezeugt deshalb für Reinhold Schneider nicht nur die Gottheit Christi, es ist vielmehr »das Ungeheuerste, das jemals aus Menschenmund kam«. Es sagt das ganze Wesen des Christentums aus. Dieses offenbart sich damit als eine neue Wirklichkeit, nicht etwa als eine neue Lehre.“
Der Glaube Reinhold Schneiders Von Peter Meinhold Im literarischen Werk Reinhold Schneiders nehmen die religiösen Schriften einen beachtlichen Umfang ein. … Mehr