Luthers De servo arbitrio von 1525 in Auseinandersetzung mit Erasmus von Rotterdam geschrieben ist bekanntlich die Schrift, an der sich … Mehr
Kategorie: Hans Joachim Iwand
Hans Joachim Iwands Brief an seinen theologischen Lehrer Rudolf Hermann vom 17. August 1943 und der Erfahrungsbezug seiner Theologie: „Mit einer fast grimmigen Genugtuung erlebt man den Untergang der industriellen Welt an sich selbst. Es ist eine unheimliche Predigt, wenn sich die Hand des Todes gerade auf die «große Stadt», die glaubte, am meisten gegen ihn gefeit zu sein, herabsenkt und dort die Menschen wieder einmal vor die letzten, ursprünglichen Fragen stellt. Wir haben mit den Gottesdiensten nicht ausgesetzt, freilich in sehr zerstörter Kirche, aber meine Kirche ist nun die einzige, die in der Innenstadt noch steht, und die Fenster sind jetzt wieder so weit, dass nicht mehr aller Lärm und Schmutz von draußen hereinkommt.“
Hans Joachim Iwands Brief an seinen theologischen Lehrer Rudolf Hermann vom 17. August 1943 aus seiner Zeit als Pfarrer an … Mehr
Hans Joachim Iwands Kritik des Protestantismus in seiner Bonner Vorlesung zu Luthers Theologie: „Wenn das Gewissen aufbrechen will, wenn das Schuldbewusstsein sich meldet, dann stellt sich eine Christuspredigt ein, die sofort dieses Gewissen wieder einschläfert. Darum ist auch die Kirche für viele Menschen unersetzlich. Von da aus wird auch verständlich, warum heute unser deutsches Volk die Kirche so braucht und warum wir uns dazu gebrauchen lassen.“
Kritik des Protestantismus Von Hans Joachim Iwand Das anspruchsvollste Buch zu Luthers Theologie dürfte wohl noch immer Hans Joachim Iwands … Mehr
Hans Joachim Iwand, Und Friede auf Erden … Eine Weihnachtsbetrachtung (1951): „Suum cuique! So zerrissen ist das Wunder der Heiligen Nacht – wir halten nur die Hälften seiner Wahrheit in unseren Händen. Die halbe Wahrheit aber ist die Lüge. Das ist ihr verführerischer Glanz. Könnten wir nicht den Weg ein Stück zurückgehen, bis dahin, wo diese Wahrheit noch ein Ganzes war? Alle echten Wege des Heils sind Wege der Umkehr.“
Wie kein anderer verstand es Hans Joachim Iwand, das Weihnachtsevangelium in seinem christologischen Gehalt mit einer politischen Friedensbotschaft zusammenzusprechen, als … Mehr
Hans Joachim Iwand – Das Wunder der Weihnacht
Ursprünglich veröffentlicht auf NAMENSgedächtnis:
Geburt Jesu (Rogier van der Weyden, Bladelin-Altar, um 1450) Von 1946 bis 1951, also während seiner…
Hans Jochim Iwand über Tod und Auferstehung in seiner Vorlesung zu Luthers Theologie: „Luther hat den Glauben an die Auferstehung nicht nur auf die Auferstehungsberichte gegründet, sondern auf die Tatsache, daß Gott mit uns redet, also auf das erste Gebot. Darauf kommt er immer wieder: Wenn Gott sagt «Ich bin der Herr, dein Gott», dann sei damit schon die Auferstehung gegeben. Mit anderen Worten: Im Bunde (des Gesetzes), den Gott mit den Menschen macht, ist die Gewissheit der Auferstehung gegeben. Was bezeugt wird in der Auferstehung Jesu, ist nichts anderes, als dass Gott Gott ist. Und was bezeugt werden wird in der Wiederkunft Christi, das ist auch nichts anderes, als dass Gott Gott ist. Das heißt: Das Sein, das sich der Tod angemaßt hat, wird, in der letzten Perspektive gesehen, als ein Nicht-sein erwiesen werden, und das Sein, das Jesus darstellt, wird uns als rechtes Sein offenbar werden. Das «In-Christus-Sein» ist also Ausdruck der einzigen Wirklichkeit, die es gibt. Dagegen wird die angemaßte Wirklichkeit des Todes, die eine Wirklichkeit ist, weil der Zorn Gottes dahintersteht, als ein Schein erwiesen werden.“
In seiner Bonner Vorlesung zu Luthers Theologie 1956/57 behandelt Hans Joachim Iwand im Rahmen der Christologie auch die Frage nach … Mehr
Hans Joachim Iwand, Tod und Auferstehung: „Die Auferstehung Jesu ist das Besondere und bleibt das Besondere in Zeit und Ewigkeit. Aber zu diesem Besonderen gehört etwas Allgemeines: Der Tod, den wir alle in uns spüren, der in unserem Blute sitzt, als Gesetz unseres Fleisches, das vergehen muß – dieser ist betroffen. Um diese Frage entbrennt der große Streit in Korinth um die Auferstehung. Es geht hier ums Grundsätzliche: Es geht um die Kopula, die zwischen jenem Besonderen, der Auferstehung Jesu, und der Totenauferstehung schlechthin geschlungen ist. Wenn es die letztere nicht gibt, wenn die Kette, die uns bindet, nicht zugleich gerissen ist, dann ist sie überhaupt noch nicht gerissen, dann sind wir noch in unseren Sünden; dann ist auch der Satz, dass Jesus auferstanden ist, ein nutzloser, ein gleichgültiger, ein leerer Satz, den man dann auch nicht ausbotschaften und verkündigen kann.“
Tod und Auferstehung (1959) Von Hans Joachim Iwand Wir haben bisher unser theologisches Interesse auf die Frage des Daseins Jesu … Mehr
Hans Joachim Iwand über die erste EKD-Synode 1948 in Eisenach: „dass dem sola fide der Reformatoren die una ecclesia entspricht“
Ende und Anfang. Zur verfassunggebenden Kirchenversammlung in Eisenach Von Hans Joachim Iwand Der konfessionelle Separatismus und der Partikularismus der Länder … Mehr
Hans Joachim Iwand, Einheit der Christenheit. Gedanken zur Weltkirchenkonferenz in Amsterdam (1948): „Es kommt nur darauf an, daß wir jetzt nicht schweigen, damit die Stimme der Christenheit das übertönt, was sich zwischen den Menschen in der Tiefe und den Gott aller Gnade stellen möchte.“
Einheit der Christenheit. Gedanken zur Weltkirchenkonferenz in Amsterdam Von Hans Joachim Iwand Es ist schwer, in wenigen Worten ein Bild … Mehr