Hans G. Ulrich, Predigt zu 1. Petrus 3,8-17: „Im Zentrum der Bibel, über die ganze Geschichte, die sie umspannt, geht es um die Hoffnung, die dort wach wird, wo Menschen Gottes Wort hören, Gottes politische Botschaft von der neuen Zeit, immer neu – weil sie immer wieder vergessen wird und sich im Gewirr der Nachrichten verliert. Gottes Wort immer neu sprechen zu lassen, das macht Volk Gottes aus, das nicht verloren geht. Es erinnert, was von Gott kommt, das macht Gottes Volk zum Hoffnungsträger für die Welt.

Predigt zu 1. Petrus 3,8-17 Von Hans G. Ulrich 8 Seid alle eines Sinnes, voller Mitgefühl, liebt einander, übt Barmherzigkeit, … Mehr

Was für ein Gebet: „Protect me from what I want“ (Jenny Holzer, Times Square, New York, 1985). Die Bitte lässt sich an die Gebetsworte aus dem Vaterunser anschließen: „Dein Wille geschehe …“ Sie ist nicht nur eine Bitte wider einen seelenlosen Konsumismus, sondern steht auch Menschen in Führungs- und Herrschaftspositionen gut zu Gesicht. Aber wer ist in der Lage, dieses Gebet in unserer Zeit von ganzem Herzen zu beten …

Was für ein Gebet Was für ein Gebet: „Protect me from what I want“ (Jenny Holzer, Times Square, New York, … Mehr

Hannah Arendt über das gedankenlose Böse (Vom Leben des Geistes): „Könnte vielleicht das Denken als solches – die Gewohnheit, alles zu untersuchen, was sich begibt oder die Aufmerksamkeit erregt, ohne Rücksicht auf die Ergebnisse und den speziellen Inhalt – zu den Bedingungen gehören, die die Menschen davon abhalten oder geradezu dagegen prädisponieren, Böses zu tun? Und wird nicht diese Hypothese durch alles gestützt, was man über das Gewissen weiß, nämlich daß ein ‚gutes Gewissen‘ in der Regel nur wirklich schlechten Menschen zuteil wird, Kriminellen und ähnlichen Ele­menten, während nur ‚gute Menschen‘ eines schlechten Gewissens fähig sind?“

Vom gedankenlosen Bösen Von Hannah Arendt Was das Faktische betrifft, so hat meine Beschäftigung mit der Geistes­tätigkeit zwei recht verschiedene … Mehr

Albrecht Grözinger, Trauer braucht Rituale. Mein Abschied von der Volkskirche: „Wir alle wissen, dass es diese Volkskirche nicht mehr gibt. Diese „unsere Volkskirche“ – wie Manfred Josuttis einmal mit ironischem Unterton formuliert hat – ist tot, mausetot. Und das tut weh. Das tut mir weh. … Immer wenn mich die Trauer über die vergangenen schönen Seiten „unserer“ Volkskirche überkommt, hilft mir die Erinnerung an diese andere Seite der Medaille weiter. Es gibt nicht nur Grund zur Trauer über Verluste, sondern mancher Verlust stellt auch einen Lebensgewinn dar. Der Tod „unserer“ Volkskirche ist eben nicht nur ein Verlust.“

Trauer braucht Rituale. Mein Abschied von der Volkskirche Von Albrecht Grözinger Mit erwartbarer Regelmässigkeit erscheinen in der Presse und den … Mehr

Paul Ricoeur, Die Goldene Regel. Exegetische und theologische Verwirrungen (1989): „Die sogenannte christliche Ethik beruht meines Erachtens auf dieser Spannung zwischen einseitiger Liebe und zweiseitiger Gerechtigkeit. Die praktischen Konsequenzen dieser gemeinsamen Ethik sind zahllos und durchaus machbar. Die Aufnahme eines Motivs der Barmherzigkeit und Großzügigkeit in alle unsere Gesetzbücher, Strafgesetzbücher und Gesetzbücher der sozialen Gerechtigkeit, stellt eine vernünftige, wenn auch schwierige und endlose Aufgabe dar.“

Die Goldene Regel. Exegetische und theologische Verwirrungen[1] Von Paul Ricoeur Das Problem, das ich Ihnen zur Diskussion stelle, lässt sich … Mehr

Dietrich Bonhoeffer, Krieg und Frieden (Auszug aus einem Bericht zum Thema der Weltkirchenkonferenz Oxford 1937): „Ein Krieg bedeutet für die Kirche immer eine schwere Anfechtung und zugleich den Ruf zur Bewährung des Glaubens und Gehorsams gegen ihren Herrn. Gerade darum darf auch in solchem Schicksal die ökumenische Verbundenheit der Kirche Christi nicht zerbrechen.“

Krieg und Frieden. Auszug aus einem Bericht zum Thema der Weltkirchenkonferenz Oxford 1937 Von Dietrich Bonhoeffer 1. Das Evangelium ist … Mehr

Bernhard Häring über die Liebe: „Wir stehen vor der grandiosen Geschichte, die sich der Schöpferliebe Gottes verdankt und durch die heilende, verzeihende, befreiende Liebe Gottes durchhält. Gegenüber allen Formen verirrter, verfälschter Liebe weist Gott auf vielfältige Weise auf sein Lieben. Gott wirbt um die Liebe seines Volkes und aller Menschen. Nur auf diesem Hintergrund ist ein echtes Verstehen des Doppelgebotes der Liebe möglich.“

Liebe Von Bernhard Häring Das Wort des Apostels Paulus „Das Größte aber ist die Liebe“ (1 Kor 13,13) dürfte auch … Mehr

“If I want to be a Christian, I must also wear the colors of the court” – Martin Luther on Martyrdom: „Where the apocalyptic reality of God in Christ is trusted, martyrdom with its bodily passivity can come into its own. Martyrs cannot lose the life won with Jesus’ word on the cross, “It is accomplished” (John 19:30), in their own dying. Their “bodily confession” – far more than just lip service – takes place in the salvation space of Christ’s Passover mystery.“

It is 500 years since the two Augustinian Hermits Hendrik Vos or Voes and Jan van Essen were executed as … Mehr

Hans Joachim Iwand, Gott mehr gehorchen als den Menschen! Evangelisch-theologisches Gutachten zur Frage des Widerstandsrechts (1952): „Dieser Ano­mos, der gesetzlose Mensch, ist nach der Auffassung des Neuen Testaments und aus der Leh­re Jesu selbst der eigentliche Anti-Christ. Es ist der gesetzlose Mensch, der den sittlichen Charakter des Rechts innerhalb aller Ordnungen des Glaubens und des bürgerlich staatlichen Lebens so zersetzt, dass der ganze Körper des Staats­wesens bis in die letzten Fugen hinein von einem Gift zerfressen wird und alles zur Auflösung bringt, was heilig ist im Himmel und auf Erden.“

Nachdem Otto Ernst Remer im Mai 1951 bei einer Parteiveranstaltung der Sozialistischen Reichspartei die Attentäter des 20. Juli 1944 als … Mehr