Die Rede von einer second naiveté wird gemeinhin Paul Ricœur (Symbolik des Bösen) zugeschrieben. Tatsächlich geht diese Redewendung auf den … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Friedrich Schleiermacher über die Ehe. Zweite Predigt (1820): „Möchten wir nur mit vereinten Kräften auf alle Weise aller Art von Herzenshärtigkeit entgegenarbeiten, welche die Gottgefälligkeit der Ehe in ihrem Ursprung und ihrem Fortgange gefährdet! Damit alle Ehen, welche die christliche Kirche segnet im Himmel geschlossen seien, und es unter uns keine Macht der Sünde mehr gebe, welche sie zu trennen vermöge. Amen.“
Über die Ehe. Zweite Predigt (1820) Von Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher Was wir so eben gesungen haben, m. a. Fr., … Mehr
Wilhelm Vischer, Alttestamentliche Vorbilder unseres Pfarramts (1958): „Ein Pfarrer, dem das aufgegangen ist, der liest die Bibel mit offenen Sinnen für das, was um ihn herum vor sich geht. Das Problem «Christ und Welt» bewegt er in Fragen und Antworten. Er ist in der Gefahr, sich zu zersplittern. Weil man ihn von allen Seiten um seine Ansicht fragt, bildet er sich ein, er verstehe alles. Und am größten ist die Gefahr, dass er Christus verleugnet, indem er das sagt, was man gern hört, und zu dem rät, was Erfolg verspricht.“
Alttestamentliche Vorbilder unseres Pfarramts Von Wilhelm Vischer Der Hirt An ihn denken wir zuerst, heißt doch in manchen Kirchen der … Mehr
Karl Barth, Die christliche Verkündigung im heutigen Europa (1946): „Die interessante Frage hinsichtlich der christlichen Verkündigung von Gottes Gnade und Reich, der Verkündigung Jesu Christi im heutigen Europa kann nur heißen: ob denn diejenigen, welche an diese Verkündigung glauben, welche sich selber für sie verantwortlich wissen, tatsächlich mitten in diesen eben angeführten Arbeits- und Lebensfragen stehen? Wir — wir, die es angeht — haben sie zu beantworten. Wie werden wir sie beantworten?“
Die christliche Verkündigung im heutigen Europa[1] Von Karl Barth Europa ist der Lebensbereich, in welchem wir alle, Deutsche und Schweizer, … Mehr
Elie Wiesel über Erinnerung und Ethik (2011): „Das größte Gebot in der Bibel sind für mich nicht die Zehn Gebote. Erstens ist es zu schwierig, sie zu befolgen. Zweitens tun wir alle so, als würden wir sie einhalten. Mein Gebot lautet: ‚Du sollst nicht tatenlos zusehen.‘ Das heißt, wenn du Zeuge einer Ungerechtigkeit wirst, darfst du nicht tatenlos zusehen.“
Erinnerung und Ethik By Elie Wiesel Kanzler, Vorsitzender des Kuratoriums, Mitglieder der angesehenen Fakultät, Familien, Eltern, Großeltern und Freunde, und … Mehr
Martin Luther, Entwurf zum Lobpreis der Musik (Encomion musices, 1538): „In summa die edle Musica ist nach Gottes wordt / der höchste Schatz auff Erden. Sie regiret alla Gedanken / sinn / hertz und muth. Wilstu einen betrübten frölich machen / einen frechen wilden Menschen zeumen das er gelinde werde / einem zaghafftigen einen muth machen / einen hoffertigen demütigen / und dergleichen / was kann besser dazu dienen / denn diese hohe / theure / werde und edle kunst.“
Entwurf zum Lobpreis der Musik (Encomion musices, 1538) Von Martin Luther Allen liebhabern der freien Kunst Musica / wünsch ich … Mehr
Wie die Luther-Bibel 2017 in der Übersetzung von Matthäus 18,6 die Betroffenen sexueller Gewalt in der Kirche zu Mittätern macht: „Was nun die neue Luther-Bibel 2017 aus Jesu Mahnung gemacht hat, ist höchst problematisch. Ohne Anhalt an Luthers eigener Übersetzung bzw. an anderen deutschsprachigen Übersetzungen (auch nicht Luther 1984) heißt es stattdessen: ‚Wer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, …‘ Und genau das ermöglicht eine fatale Praxis sexuellen Missbrauchs: Der Täter macht in seiner Übergriffigkeit Schutzbefohlene selbst zu ‚Bösewichten‘ und hüllt damit die Betroffenen bzw. Versehrten eigener Verfehlung in das Verschweigen eines angeblich gemeinsamen Bösen ein.“
Wie die Luther-Bibel 2017 in der Übersetzung von Matthäus 18,6 die Betroffenen sexueller Gewalt in der Kirche zu Mittätern macht … Mehr
Karl Barth 1968 im Telefonat mit Eduard Thurneysen am Vorabend seines Todes: „Lassen wir die Hoffnung nicht sinken, die Hoffnung für alle Menschen, für die ganze Völkerwelt! Gott lässt uns nicht fallen, keinen einzigen von uns und uns alle miteinander nicht! – Es wird regiert!
Am Abend des 9. Dezember 1968, dem Vorabend seines Todes, telefonierte Karl Barth (1886-1968) mit seinem Freund Eduard Thurneysen (1888-1974). … Mehr
Ernst Wiechert über den Nationalsozialismus in seiner Rede an die deutsche Jugend 1945: Es war nicht eine politische Form wie andere Formen. Es war nicht ein System der Philosophie wie viele Systeme, die der Menschengeist geboren und dem Menschengeist dargeboten hatte. Es war nicht eine Sekte, die an das alte Gottesgewand einen neuen Saum nähte. Es war mehr als alles dieses. Es knetete mit seinen Händen ein neues Götterbild und richtete es auf, hoch über allem Volke, und es sagte: „Dies ist Gott, und nichts ist außer ihm. Und wer nicht anbetet, soll des Todes sterben.“
Seit Anfang der 1930er Jahre gehörte Ernst Wiechert (1887-1950) zu den meistgelesenen Autoren deutscher Sprache, seine Werke erreichten Millionenauflagen. Nach … Mehr