Schweigen und Stille in der Bibel. Eine kurze Einleitung und sieben Miniaturen Von Jürgen Ebach Eminente Bedeutung hat in der … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Roger Mehl über die Vaterlandsliebe (1962): „Man kann von einer Pathologie der Vaterlandsliebe sprechen. Die Verabsolutierung ihres Gegenstandes liegt in der Natur jeder Liebesleidenschaft: alle guten Eigenschaften werden auf ihn übertragen, alle übrigen Gegenstände verachtet oder gehaßt. So hat die Vaterlandsliebe bei den einzelnen Nationen zu Argwohn und Empfindlichkeit geführt, zum Machtwillen, zu Verachtung oder Hass dem Ausland gegenüber, zur Bildung eines Mythenkranzes, der die internationalen Beziehungen vergiftet.“
Vaterlandsliebe Von Roger Mehl Vaterlandsliebe ist ein spontanes und tiefes Gefühl, das einerseits zu aufopferndem, ja heldischem Handeln anspornen kann, … Mehr
Gisbert Greshake, Glück – ein Thema des Glaubens und der Theologie?: „Das „kleine Glück“, das nicht offen ist für das größere Glück und das in seiner Zerbrechlichkeit nicht nach Dauer verlangt, verliert leicht das Glückhafte, es erstickt und bringt seine eigene Grenze leidvoll zum Bewusstsein.“
Glück – ein Thema des Glaubens und der Theologie? Von Gisbert Greshake 1. Auseinanderbrechen von Glück und Heil Die Frage … Mehr
Erik Peterson, Der Reiche und der Arme (1952): „Das Schlimme an der Geschichte vom Reichen und Armen ist, daß sie eigentlich nie zu Ende gegangen ist. Denn als der Arme und der Reiche gestorben waren und in der anderen Welt sich befanden, lag der Arme noch immer vor den Augen des Reichen [nur daß keine Tür da war, die von dem einen zum andern führte], und noch immer sah der Arme nicht zu dem Reichen auf und sprach kein Wort zu ihm.“
Der Reiche und der Arme (1952) Von Erik Peterson Der arme Mann lag noch immer auf der Straße vor dem … Mehr
Rainer Oechslen über Kristlieb Adloff (1934-2023). Anwalt der hebräischen Bibel: „Adloff hat seine Loyalität zum ‚Judentum als Religion und als Volk‘ theologisch und politisch durchgehalten. Er hat dadurch Abstand gewonnen zum theologischen, kirchlichen und politischen Betrieb unserer Tage, war fähig zu radikaler Ideologiekritik und zu Entdeckungen in der Bibel, die seinen Schülern und Schülerinnen, Freunden und Freundinnen ganz neue Horizonte eröffnet haben. Seine Stimme wird fehlen.“
Kristlieb Adloff (1934-2023). Anwalt der hebräischen Bibel Von Rainer Oechslen Briefe schreiben konnte er, wunderbar altmodische Briefe, seitenlang in seiner … Mehr
Heinrich Spaemann, Das größere Ja: „Freudlosigkeit, das ist der ganze Bereich des Nein, und zwar darum, weil jedes Nein ohne das größere Ja isoliert und trennt. Wo aber das aushaltende Ja ist, da wächst Verbundenheit, da wird österliche Wirklichkeit bewährt und bezeugt, aus der und auf die hin wir leben.“
Das größere Ja Von Heinrich Spaemann Die zunehmende Unfähigkeit zu tiefer und durchgehender Freude, wie sie eigentlich im Christen wohnen … Mehr
Jürgen Moltmann, Predigt zu Matthäus 5, 43-48 (1972): „Feindesliebe setzt offenbar Feinde voraus. Wir mögen das nicht. In unserem bürgerlich gut situierten Christentum haben wir Angst vor offener Feindschaft. Wir gehen Konflikten lieber aus dem Wege. Widersprüche werden verschleiert. Ungelöste Probleme werden verdrängt, sie werden emeritiert oder in Watte verpackt und nachfolgenden Generationen zugeschoben. Statt Feinde und Feindesliebe haben wir die lauwarme Welt des »Seid nett zueinander« gewählt.“
Predigt zu Matthäus 5, 43-48 Von Jürgen Moltmann Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und … Mehr
Elazar Benyoëtz, Kajin wurde verdammt, Repräsentant seines Bruders zu sein: „An ihrem schieren Anfang setzte Kajin der Brüderlichkeit ein Ende. Er konnte nicht genau wissen, was er tut, aber einsehen, was er tat: Er führte den Tod in die Welt ein und sprach der Reue ihr erstes Wort.“
Kajin wurde verdammt, Repräsentant seines Bruders zu sein Von Elazar Benyoëtz Kajin hat seinen Bruder erschlagen, gestellt, versuchte er seine … Mehr
Martin Buber über Franz Kafka (Zwei Glaubensweisen): „Der Jude, sofern er nicht vom Ursprung getrennt ist, auch noch der exponierteste Jude, also Kafka, ist geborgen. Alles geschieht ihm, aber es kann ihm nichts geschehen. Wohl vermag er sich nicht mehr »im Versteck deiner Flügel« (Ps 61,5) zu bergen, denn der Zeit, in der er lebt, und mit ihr ihm, ihrem exponiertesten Sohn, verbirgt Gott sich.“
Über Franz Kafka (Zwei Glaubensweisen) Von Martin Buber Man kennt Kafkas Beitrag zur Metaphysik der »Tür«: die Parabel von dem … Mehr