Karl Barth, Des Christen Wehr und Waffen (1940): „Auch der aufrichtigste Friedensfreund steht heute vor einer letztlich sehr einfachen Frage: Bist du des ausdrücklich und unzweideutig vorliegenden Programms gewahr geworden, laut dessen ganz Europa und später einmal die ganze Erde zur „Interessensphäre“ oder zum „Lebensraum“ eines bestimmten europäischen Volkes gemacht werden soll?“

Des Christen Wehr und Waffen (1940) Von Karl Barth I. Wer seine Bibel kennt, denkt bei diesem Thema ganz von … Mehr

Karl Barth über die Dummheit (1938): „Die Dummheit ist genial darin, alles zur Unzeit zu denken, zu sagen und zu tun, keine Möglichkeit eines Missverständnisses vorübergehen zu lassen, gerade das Notwendige, das Geforderte, das Heilsame regelmäßig zu unterlassen, das Überflüssige, Verbotene, Verderbliche aber mit sicherem Instinkte regelmäßig zu wählen, zu denken, zu sagen und zu tun. Dummheit ist lebensgefährlich, gemeingefährlich, staatsgefährlich, kirchengefährlich – und am meisten da, wo man sie nicht erkennt und gewähren lässt oder bloß mit Missachtung ihr begegnen zu können meint. Sie ist darum so gefährlich, weil sie sich ja niemals als Dummheit fühlen, erkennen und bekennen, geschweige denn als solche auftreten, sich vielmehr immer für Weisheit halten und entsprechend kostümieren wird: mit der größten Sicherheit, Behändigkeit und Ausdauer Gründe auf Gründe türmend, immer schon im Voraus im Recht und immer nachträglich Alles besser gewusst habend, immer gewaltig bestärkt durch sich selbst und so unermüdlich zu immer neuen Untaten aufbrechend. Sie ist weiter darum so gefährlich, weil sie auf den ersten Blick immer so harmlos, gutmütig und friedfertig zu sein scheint; hinter ihrer Biederkeit und Sanftmut verbergen sich aber wie die Krallen des Katzengeschlechtes in dessen weichen Pfoten höchste Bösartigkeit, zänkische Aggressivität, rücksichtslose Gewalttätigkeit, die ihre Opfer anfällt und zerreißt, wie keine offenkundig satanische Bosheit es vermag.“

Über die Dummheit[1] Von Karl Barth Es muss also – wenn wir jetzt Alles überblicken – damit gerechnet und es … Mehr

Martin Luthers sechste Invokavitpredigt am Freitag, 14. März 1522: „Wer in einem solchen Glauben steht, der gehört hier­her und nimmt das Sakrament als eine Versicherung oder ein Siegel und Wahrzeichen, daß er der göttlichen Ver­sprechung und Zusage gewiß sei. Ja, solchen Glauben haben wir nicht alle; wollte Gott, es hätte ihn der zehnte Teil.“

Martin Luthers sechste Invokavitpredigt am Freitag, 14. März 1522 Ihr habt nun von den Hauptstücken gehört, bis auf das Empfangen … Mehr

Karl Barths Klarstellung zu seinem Brief an Hromadka: „Ist die politische Ordnung und Freiheit bedroht, dann trifft diese Bedrohung indirekt auch die Kirche. Und schreitet ein rechter Staat zu deren Verteidigung, dann ist an dieser Verteidigung indirekt auch die Kirche beteiligt. Sie würde ihre eigene Verkündigung nicht ernst nehmen, wenn sie hier gleichgültig bleiben könnte.“ (Aus einem Brief an Pfarrer G. J. Derksen, Holland, 1938)

Aus einem Brief an Pfarrer G. J. Derksen (Holland), 1938 Basel, 26. Oktober 1938. Ich will es in Beantwortung der … Mehr

Martin Luthers fünfte Invokavitpredigt am Donnerstag, 13. März 1522: „Wollt ihr darin als gute Christen angesehen werden, daß ihr das Sakrament mit Händen anfaßt, und dadurch einen Ruhm vor der Welt haben, so sind Herodes und Pilatus die obersten, besten Christen. Ich meine, sie haben den Leichnam Christi gewiß angetastet, als sie ihn ans Kreuz schlagen und töten ließen.“

Martin Luthers fünfte Invokavitpredigt am Donnerstag, 13. März 1522 Wir haben gehört von denjenigen Dingen, die notwen­dig sind, wie die … Mehr

Karl Barth zur Atombewaffnung 1957: „Die Menschen im Westen und im Osten sollen aufstehn gegen den Wahnsinn, der in dieser Sache im Gange ist. Sie sollen damit eine politische Tatsache ersten Ranges schaffen, mit der auch die Regierungen und die Presse werden rechnen müssen. Es geht nicht um Prinzipien oder Ideologien und Systeme. Es geht nicht um Machtfragen. Es geht ums Leben, es geht um sie: die Menschen.“

Es geht ums Leben Von Karl Barth Hier die Stellungnahme des bekannten Basler Theologen Karl Barth zur Erklärung der 18 … Mehr

Martin Luthers vierte Invokavitpredigt am Mittwoch, 12. März 1522: „Gegenüber solchen gutherzi­gen Menschen müssen wir uns ganz anders verhalten als gegenüber den Halsstarrigen. Mit jenen sollen wir Ge­duld haben, uns unserer Freiheit enthalten, weil es uns keinen Schaden oder Gefahr weder an Leib noch Seele bringt, ja vielmehr förderlich ist, und wir daneben unsern Brüdern und Schwestern einen großen Nutzen tun.“

Martin Luthers vierte Invokavitpredigt am Mittwoch, 12. März 1522 Liebe Freunde, wir haben nun gehört die Stücke, die da »müssen« … Mehr

Karl Barth zur Frage der militärischen Dienstpflicht und der Kriegsdienstverweigerung (KD III/4, 1951): „Der Dienstverweigerer müsste davon überzeugt und dessen ganz gewiss sein, durch seinen Widerstand nun gerade für die von Gott gewollte und gesetzte politische Gemeinschaft einzutreten und zu handeln, den Staat also nicht zu verneinen, sondern nun eben so – im Gegensatz zu dessen Regierung und Majorität, zu seiner geltenden Verfassung und Gesetzgebung – zu bejahen. Seine Dienstverweigerung müsste den Sinn und Charakter eines Appells von dem schlecht informierten Staat der Gegenwart an den besser zu informierenden Staat der Zukunft haben und also selbst, dem Schein zuwider, durchaus als ein Akt von Staatstreue gemeint sein und durchgeführt werden. Der Dienstverweigerer müsste bereit sein, die Konsequenzen der widersetzlichen Form seiner Staatstreue, die Abwehr der Regierung und Majorität, der er sich entgegensetzt, die Strafe für seine Übertretung von Verfassung und Gesetz ohne Murren und Klage auf sich zu nehmen. Er dürfte nicht verlangen, dass der nach seiner Ansicht schlecht informierte Staat von heute ihn so behandle, als ob er schon der nach seiner Hoffnung besser zu informierende Staat von morgen wäre.“

Zur Frage der militärischen Dienstpflicht und der Kriegsdienstverweigerung Von Karl Barth Die pazifistische Forderung der Abschaffung der allgemeinen Dienstpflicht (vgl. … Mehr