Erlösung zum Diesseits (1950) Von Hans Joachim Iwand Sie haben mich gebeten, zu Ihnen über ein Thema zu sprechen, das … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Predigt von Papst Leo XIV. an Palmsonntag auf dem Petersplatz in Rom: „Brüder, Schwestern, das ist unser Gott: Jesus, der König des Friedens. Ein Gott, der den Krieg ablehnt, den niemand dazu benutzen kann, um Krieg zu rechtfertigen, der das Gebet derer, die Krieg führen, nicht erhört und es mit den Worten zurückweist: »Wenn ihr auch noch so viel betet, ich höre es nicht. Eure Hände sind voller Blut« (Jesaja 1,15).“
Auch wenn am Ende der Predigt eine Anrufung Mariens steht, gilt die Friedenspredigt Papst Leos XIV. gerade Protestanten, wenn diese … Mehr
Dietrich Bonhoeffer, „Die Antwort des Gerechten auf die Leiden, die ihm die Welt zufügt, heißt: segnen.“ Meditation zur Losung vom 8. Juni 1944: „Das war die Antwort Gottes auf die Welt, die Christus ans Kreuz schlug: Segen. Gott vergilt nicht Gleiches mit Gleichem und so soll es auch der Gerechte nicht tun. Nicht verurteilen, nicht schelten, sondern segnen. Die Welt hätte keine Hoffnung, wenn dies nicht wäre. Vom Segen Gottes und der Gerechten lebt die Welt und hat sie eine Zukunft. Segnen, das heißt die Hand auf etwas legen und sagen: du gehörst trotz allem Gott. So tun wir es mit der Welt, die uns solches Leiden zufügt.“
„Die Antwort des Gerechten auf die Leiden, die ihm die Welt zufügt, heißt: segnen.“ Meditation zur Losung vom 8. Juni … Mehr
Hans Günther Ulrich, Sinn und Geschmack für Gottes Willen. Zum theologischen Verständnis des Urteilens: „Damit sind wir in der biblischen Ethik. Was so als Weltwirklichkeit erscheint, ist die Welt, in der so Gottes Wille präsent wird, die Welt, die Gott mit sich versöhnt hat. Diese Welt erscheint in diesem Ereignis der Versöhnung Gottes, dem die weitere Wahrnehmung folgt. Es geht um keine moralische Orientierung, die ohne Urteil auskommt. Die Welt nach Gottes Willen in dieser »Weltzeit« zu finden ist die – ästhetische, wahrnehmende und verstehende – Aufgabe des Urteilens. Sie folgt der mit Gottes Wirken gegebenen Geschichte. Sie folgt dieser und keiner anderen »Geschichte« und – ohnehin – ist das was »Geschichte« heißen könnte, kein Ganzes. Das Urteil kann nur Fragmente fassen.“
Sinn und Geschmack für Gottes Willen. Zum theologischen Verständnis des Urteilens Von Hans Günther Ulrich Das Thema, so gefasst, hat … Mehr
Denkschrift der Vorläufigen Kirchenleitung der Deutschen Evangelischen Kirche (Bekennende Kirche) an Adolf Hitler vom 28. Mai 1936: „Wir haben in Offenheit die große Sorge weiter evangelischer Kreise zu begründen versucht, dass maßgebende Kräfte im heutigen Staate eine Unterdrückung der evangelischen Kirche, eine Zersetzung ihres Glaubens eine Beseitigung der evangelischen Sittlichkeit, kurz, eine Entchristlichung im weitesten Umfange betreiben. Schon jetzt übt der Zwang auf die Gewissen, die Verfolgung evangelischer Überzeugung, das gegenseitige Sich-Bespitzeln und Aushorchen unheilvollen Einfluss aus. Auch eine große Sache muss, wo sie sich gegen den offenbarten Willen Gottes stellt, am Ende das Volk ins Verderben führen. Gottes Kirche wird bestehen, auch wenn unter dem Versuch, das deutsche Volk zu entchristlichen, Millionen evangelischer Christen ihr Heil verlieren müssten.“
Denkschrift der Vorläufigen Kirchenleitung der DEK (BK) an Adolf Hitler vom Mai 1936 28. Mai 1936 An den Führer und … Mehr
Nachruf des Fachbereichs Theologie der FAU auf Prof. Dr. Hans Günter Ulrich: „Hans Günter Ulrich gehörte zu jener Art von Theologen und Intellektuellen, die selten geworden sind. Er nahm sich Zeit zum Hören. Er hörte Menschen, Texten und Konflikten aufmerksam zu. Er dachte über Gelesenes und Gehörtes gründlich nach, bevor er sich zu Wort meldete. Und wenn er sprach, geschah dies klug, bedacht und mit einer Ruhe, die nicht Distanz, sondern Konzentration auf die Sache und für die Menschen erkennen ließ. In einer Zeit der schnellen Positionierung und der zugespitzten Urteile stand Hans Günter Ulrich für eine andere Form intellektueller Präsenz: für Aufmerksamkeit, Wahrhaftigkeit und Urteilskraft. Wer ihn so kennenlernen durfte, weiß, warum Hans Ulrich einen so großen Freundes- und Schülerkreis um sich scharen konnte.“
24. März 2026 Nachruf auf Prof. Dr. Hans Günter Ulrich Der Fachbereich Theologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg trauert um Prof. … Mehr
Hans G. Ulrich, Mensch werden als Gottes Subjekt: „‚Lasst Euch Eure Lebensform verändern durch die Erneuerung Eurer Wahrnehmung, damit Ihr erproben könnt, was Gott für Euch will, das Gute, das Wohlgefällige und das Vollkommene‘“ (Römer 12,2). Die Erneuerung der Wahrnehmung in diesem Sinn ist der Angelpunkt reformatorischer Erfahrung. Hier ist die Grammatik der biblischen Rede vom Mensch-werden enthalten. Nicht die Frage, was der Mensch ‚ist‘ oder ’sein‘ kann, sondern, wie er in Gottes Wirken erscheint, wird hier artikuliert. Der Mensch erscheint als der, der Gottes Wirken ‚unterworfen‘ ist. Das ist sein Subjektsein und Subjekt-Werden. Diesem Subjekt-Werden gilt die Befreiung des Menschen. Die biblische Grammatik, die hier zur Geltung kommt, sieht das Handeln und Werden des Menschen und das Handeln Gottes zusammen, und so auch die ‚vita activa‘ und die ‚vita passiva‘.“
Mensch werden als Gottes Subjekt Von Hans G. Ulrich 1. Eine andere Reformation – auf dem Weg der Reformation Ein … Mehr
Karl Barth über Niklaus von Flüe als Heiliger (1944): „Das Spiel des in Rom vollzogenen Heiligsprechungsprozesses ist ein übles Spiel mit dem Gedanken, dass dem Menschen über die Heiligkeit der heiligen Taufe hinaus nun doch noch etwas Höheres und Besseres zugesprochen werden könnte. Dieses Höhere kann nur ein Geringeres, dieses Bessere kann nur ein Schlechteres sein. Darum können wir an diesem Spiel nicht teilnehmen.“
Ein Heiliger. Über Niklaus von Flüe Von Karl Barth Unsere katholischen Mitschweizer und die übrige katholische Welt sehen einer Handlung … Mehr
Kornelis Heiko Miskotte, Vorzeichen der Freude (Wenn die Götter schweigen): „Es sind die Propheten, die, mehr als die Weisen, mittragen an dem Leid der seufzenden Kreatur. Sie sind es, die von der Zukunft wissen, welche, obwohl sie sich in ihren Vorzeichen im Heute präsent setzt, dennoch das Heute unendlich überbietet. Wenn die Prophetie davon spricht, wird ihre Sprache fremdartig wie ein spielerisches Moment in allem Ernst, einsam wie ein Tun, das sich durch keine Erfahrung, auch keine Glaubenserfahrung, rechtfertigen läßt, dann wird auch sie – Kunst.“
Vorzeichen der Freude Von Kornelis Heiko Miskotte „… Und siehe, es war sehr gut“. Das kann niemand nachsprechen. Die Mächte … Mehr