Winfried Kretschmann hat sich seiner schon angenommen im Deutschlandfunk in der Reihe „Luther aufs Maul geschaut“: „Nur wer entscheidet, existiert!“ … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Hans Joachim Iwand, Predigt über 2. Korinther 12,10 (Neujahrsbetrachtung 1959): „Wir meinen so oft, in unserem ruhigen sicheren Westen hätte die Kirche nichts zu fürchten. Aber ist es nicht so, dass die Kirche sich vor nichts mehr fürchten muss, als vor der Sicherheit? Das Wasser muss uns ins Schiff laufen, damit wir schreien. Wir müssen Sturm erfahren, damit wir beten. Wir müssen beten, damit Christus uns helfen, damit Jesus uns Christus sein kann. Heil denen, die so angefochten sind, ihnen ist Christus nahe.“
Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark Von Hans Joachim Iwand 2. Korinther 12,10b: Denn, wenn ich schwach bin, … Mehr
Pastoraler Restschamanismus und die eigene Bodenhaftung: „Dass dem Pfarrer eine professionelle Wirksamkeit über die empirische Wirklichkeit hinaus zuerkannt wird, verbindet ihn mit einem Schamanen. Zugleich verleiht sie ihm einen besonderen Amtsbonus: Wer sich professionell in höheren Gefilden zu bewegen scheint, wird von unbotmäßiger Kritik meist verschont.“
Pastoraler Restschamanismus und die eigene Bodenhaftung Als evangelischer Pfarrer genießt man ein besonderes Ansehen bei anderen Menschen, nicht nur bei … Mehr
Wem ich im christlichen Glauben verbunden bin – Erfahrungen aus Hongkong: „Mit der Zeit bin ich in Sachen Gottesdienste vielsprachig geworden, kann selbst an katholischen Messen eines marianisch geprägten alten Priesters bei uns in Vöhringen innerlich teilnehmen. Da ließe sich die Frage stellen, ob ich in Sachen Gottesdienst und Glaube beliebig geworden bin. Ich würde das verneinen, kann mitunter in Sachen evangelischer Gottesdienst und Glaube messerscharf urteilen. Aber mir ist bewusst geworden, dass all die unterschiedlichen Gottesdienste und Denominationen je eigene Akzentuierungen unseres christlichen Glaubens haben.“
Wem ich im christlichen Glauben verbunden bin. Erfahrungen aus Hongkong Die Jahre, die ich als Dozent von 2002 bis 2008 … Mehr
Gerhard von Rad, Die Diskussion über die Leiden Hiobs (1961): „Hiob steht in einer äußersten Dramatik des Glaubens; das Gottesbild hat sich ihm beinah in zwei Aspekte zerrissen, denn er appelliert allen Ernstes an den Freund Gott gegen den Feind Gott, der ihn zerstört.“
Gerhard von Rad hatte sich im Oktober 1961 in zwei Vorträgen für den damaligen Südwestfunk des Buchs Hiob angenommen. Hier … Mehr
Gerhard von Rad, Die Erzählung von den Leiden Hiobs: „»Der Herr hat’s gegeben, der Satan hat’s genommen.« Hiob hat es ausschließlich mit Gott zu tun. Aber das, was Hiob sagt, das ist entscheidend, denn – wieder hat Herder es prächtig formuliert – : Dieser Hiob leidet als der Ruhm und Stolz Gottes.“
Von Gerhard von Rad stammt der oft zitierte Spruch „Die legitimste Form theologischen Redens vom Alten Testament ist […] immer … Mehr
Wer bin ich wirklich? Ein Gebet im Anschluss an Psalm 139: „Befreie mich von Selbsttäuschungen, und auch von den falschen Vorstellungen, die ich von meinem Leben habe.“
Wer bin ich wirklich? Ein Gebet im Anschluss an Psalm 139 HERR, mein Gott,erforsche mich und erkenne mein Herz,prüfe mich … Mehr
„Sei nicht allzu gerecht und nicht allzu weise, damit du dich nicht zugrunde richtest.“ Friedrich Mildenbergers Auslegung zu Prediger 7,15-18 für den Sonntag Septuagesimae: „Sicher sind sie himmelweit voneinander, wenn wir auf das sehen, was jeder über sich selber denkt, der besonders Fromme wie der Gottlose. Aber in einem gehören sie doch ganz nah zusammen: Sie wollen es beide erzwingen, das bessere Leben, das Glück. Dem einen muss es ohne Gott gelingen, und der andere will es gerade mit Gott schaffen. Darin unterscheiden sie sich schon. Aber darin gehören sie zusammen, dass sie es nicht nehmen wollen, wie es kommt.“
In der neuen Perikopenordnung ist für den Sonntag Septuagesimae nunmehr in der ersten Predigtreihe ein wirklich ungewöhnlicher Text aus dem … Mehr
Johannes Wirsching, Häresie als Glaubensphänomen: „Ein Heil, das der Häretiker sich selber nicht mehr vermitteln zu lassen braucht, kann er auch nicht anders als unvermittelt zur Geltung bringen. Im Grunde steht er damit außerhalb der Gemeinschaft des Glaubens, sieht sich jedoch — als der wahre Gläubige — erst recht in ihr, um ihr nunmehr vorzuhalten, wie sie verbessert, überboten und vollendet werden muss. Sowohl die gesamtkirchlich vermittelte Heilserfahrung aller Gläubigen als auch die aktuell vermittelte Heilsverkündigung durch Wort und Sakrament werden dem Häretiker auf diese Weise zu Bedingungen oder doch Möglichkeiten der Selbstvermittlung und sind darin paradigmatisch für den Gläubigen schlechthin, das heißt, sie werden zu Legitimationsformen des Heilszwanges. Das Heil des Menschen ist immer schon vermittelt, es muss nur noch als solches gelebt und — ethisch, sozial, politisch — durchgesetzt werden.“
Häresie als Glaubensphänomen Von Johannes Wirsching Ob das, was nach herkömmlichem Sprachgebrauch häretisch heißt, überhaupt bemerkt, geschweige denn abgearbeitet wird, … Mehr