Wir wandeln im Glauben, nicht im Schauen. Antwort auf W. Hauers „Deutsche Gottschau“ (1935) [1] Von Hans Joachim Iwand I. … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Kornelis Heiko Miskotte, Das Bild Gottes (Het beeld Gods, 1942): „Wo Gott Gott ist, da sind die Menschen Menschen. Ach, was bedarf es eines Kampfes der Seele, um zu jener Einfalt zu gelangen! Wir sind zu kompliziert, wir suchen es zu weit und zu hoch, wir sind gleich fertig und werden nie fertig. Dies ist der Kampf des Lebens, aber wenn wir aufrichtig sind, dann muss er im Heiligtum durchgekämpft werden. Hier müssen wir kämpfen, unter der Spannung und der Entscheidung der Predigt. Es wird euch gesagt: Ich will euch zu Menschen haben, und ihr werdet verwandelt, wenn ihr den Spiegel der Herrlichkeit Christi anschaut. Das Kommen unter den Klang des Wortes ist ein Kommen in das Kraftfeld des Geistes. Es ist gut, wenn wir rufen: Veni Creator Spiritus, aber es würde wenig bedeuten, wenn wir nicht begriffen, dass wir von jenem schöpferischen Geist ergriffen werden. Es braust nun oben und über uns: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild und Gleichnis. Es widerfährt uns hier durch den Geist.“
Das Bild Gottes (Het beeld Gods, 1942) Von Kornelis Heiko Miskotte „Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die … Mehr
Werner Sylten, Gebet in Dachau (1942): „Mein Gott, auch in des Lebens / dunkler Weglosigkeit / lass uns doch nicht vergebens / Not und Verlassenheit / im Schauen auf Dich verwinden. / Reiß uns aus Angst und Pein / und lass am Kreuz Dich finden, / Dich unser Heiland sein.“
Werner Sylten wurde am 27. Februar 1941 verhaftet und ins KZ Dachau deportiert. Trotz Krankheit und Folter meldete er sich … Mehr
Valentin Thalhofer, Über den Bart der Geistlichen (1863): „Seit mehr als hundert Jahren ist es jetzt bei uns herkömmlich, dass die Geistlichen keinen Bart tragen, und es kann, ja soll der einzelne Bischof um so mehr darauf bestehen, dass diese Gewohnheit fortan aufrechterhalten werde, als sie, wie gezeigt wurde, in der abendländischen Kirche nahezu ein Jahrtausend lang die herrschende und für sie dem Orient gegenüber charakteristisch war.“
Über den Bart der Geistlichen Von Valentin Thalhofer (Nach dem Augsburger Pastoralblatt von Prof. Thalhofer 1863. Nr. 13—16.) I. Es … Mehr
Maximilian Forschner über die Verantwortung: „Verantwortlich ist jemand zunächst für den Zustand der Dinge, den er durch sein Tun herbeiführen wollte und tatsächlich bewirkt, ferner für jene Dinge und Sachverhalte, die er als Mittel zur Realisierung seines Ziels benützt, schließlich auch für jene Folgen seines Tuns, die er voraussieht, nicht eigentlich wünscht, aber als Nebenwirkungen in Kauf nimmt. Zentrale moralische oder rechtliche Rechtfertigungsprobleme betreffen hier einmal Bedingungen der Erlaubnis, bestimmte Dinge lediglich als Mittel zu benützen und bestimmte Folgen als Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen, zum anderen die Festlegung der Grenzen des Verantwortungsbereichs, soweit sie durch Möglichkeiten und Grenzen jeweils verfügbarer Voraussicht von Handlungsfolgen bedingt ist.“
Verantwortung Von Maximilian Forschner 1. Der Sinn von Verantwortung Von Verantwortung sprechen wir in unterschiedlichen Hinsichten und Bedeutungen: (1) Wenn … Mehr
Tagesgebet zum 13. Sonntag nach Trinitatis, 30. August 2026
Gott, unser Vater,Du hast alle Menschen zu Deinem Ebenbild geschaffen.So sind wir einander gleichgestellt.Weite unseren Blick,damit wir im Fremden den … Mehr
Christine Lavant, Und manchmal hört man Gott vorübergehn: „Und manchmal hört man Gott vorübergehn! / Sein Gang ist schwer, so wie ein Abendlied, / und es kann sein, dass er den Garten sieht. / Dann bleibt er ab und zu ein wenig stehn, / wählt aus der Trauer irgendeine Art.
Und manchmal hört man Gott vorübergehn! Um viele Einsamkeiten reicherverlässt uns jede neue Nacht;der Engel, der uns matt bewacht,ist jeden … Mehr
Martin Buber, Israel und die Völker (1933): „Ich sagte: es gibt Israel. Ich sagte auch: Israel ist nicht mit dem Judentum identisch. Das heißt, es gibt im Judentum einen Zerfall, der durch den Abfall von Israel und seinem Amt entsteht. Dieser Zerfall ist nicht bloß für Israel eine schwere Bedrohung, sondern er hat auch seine Bedenklichkeit für die Völkerwelt. Wenn in einem Volk oder Staat jemand etwas sagt oder treibt, wovon man fühlt oder weiß, dass es dem Innersten des eigenen Volks widerspricht oder widerstrebt, dann scheint es mir dem Sinn der Situation zu widersprechen, dass man sagt: den muss man mundtot machen, sondern es scheint mir, dass es dem Sinn der Aufgabe entspricht, dem Mann sein Publikum zu nehmen, d.h. das Volk so zu führen, dass es ihn nicht anhört.“
Israel und die Völker (1933)[1] Von Martin Buber Die Einladung Martin Bubers zur sechsten und zugleich letzten Arbeitswoche des Köngener … Mehr
Hendrikus Berkhof, Nachruf auf Kornelis Heiko Miskotte (1976): „Die Originalität, die Miskotte auch gegenüber Barth nicht verleugnen konnte, lebte er besonders in seiner Predigt aus. Wer seine Predigten mit denen Barths vergleicht, erkennt eine völlig andere Welt. Miskotte verkündete das Evangelium vor dem Hintergrund des modernen Lebensgefühls – mit einer Tiefe und Subtilität, die Barth fremd war (von ihm jedoch hoch geschätzt wurde). Ich glaube, dass Miskotte als Prediger und als Autor mehrerer Predigtbände mehr Einfluss ausgeübt hat als durch all seine anderen Werke. Wahrscheinlich wird er in der niederländischen Kirchengeschichte vor allem als der größte Prediger dieser Epoche in Erinnerung bleiben.“
IN MEMORIAM PROF. DR. KORNELIS HEIKO MISKOTTE23. September 1894 – 31. August 1976 Es scheint, dass der stetig wachsende Strom … Mehr