Ambrosius von Mailand, Über das richtige Verhalten gegenüber Fremden in Zeiten einer Hungersnot (De Officiis Ministrorum): „Keinen Hund lassen wir ohne Futter vor unserem Tische, den Menschen stoßen wir hinaus. Wie zwecklos ferner gehen ganze Volksmassen als Opfer der unseligen Hungerpest der Welt verloren! Wie viele gehen der Stadt verloren, die derselben, sei es für die Lebensmittelbeschaffung, sei es für den Handelsmarkt, ihre helfenden Dienste zu leihen pflegten!“

Über das richtige Verhalten gegenüber Fremden in Zeiten einer Hungersnot Von Ambrosius von Mailand 45. Aber auch denen darf man … Mehr

Karl Barth über die Mystik in seiner Kirchlichen Dogmatik: „Der Mystiker wird auch die gefährlichsten Dinge, etwa über die heimliche Identität des Innen und des Außen, des Ich und des Gottes, immer sehr fromm, immer im Anschluß an die scheinbar das Gegenteil behauptende religiöse Überlieferung sagen; er wird diese sozusagen zu einem Zeugen gegen sich selbst zu machen suchen. Er wird nur für solche Deutung der Überlieferung Freiheit fordern, nicht etwa die Freiheit, die Über­lieferung einfach zu beseitigen.“

Über die Mystik (Kirchliche Dogmatik I/2) Von Karl Barth Auch die Mystik bedeutet, daß der Mensch mit ihr, sofern sie … Mehr

Karl Barth, Kirche in Erneuerung (1968): „Die Kirche ist ein in Freiheit lebendes Volk. Wenn von Freiheit die Rede ist, sollte nie vor allem das interessant sein dürfen, wovon man frei ist oder werden möchte. Die Kirche jedenfalls ist frei für – eben für ihren Dienst, für Gott und die Menschen. Es ist die Ehre des Gottes­volkes, in diesem Dienst zu stehen: Gott und so auch den Menschen dienen zu dürfen.“

Kirche in Erneuerung[1] Von Karl Barth Das Problem der Wiedervereinigung der Kirchen steht bei dieser unserer Zusammenkunft in seiner ganzen … Mehr

Carl-Friedrich von Weizsäcker über Luthers De servo arbitrio: „Die Aufklärung wehrt sich mit Leidenschaft gegen das servum arbitri­um. Sie will ein besseres Gesetz und kein Evangelium. So hat in der späteren Neuzeit der Kern christlicher Wahrheit überhaupt keinen Sprecher, der das moderne Bewusst­sein erreicht: die Aufklärung nicht, weil sie den Kern verwirft, die Kirche nicht, die defensiv das Pfund vergräbt.“

Über Luthers De servo arbitrio Von Carl-Friedrich von Weizsäcker Nicht das historisch neu auftretende und rasch von der Aufklärung überholte … Mehr

Lesslie Newbigin, Mission und Einheit der Kirche (1958): „Wenn wir die heutigen Weltereignisse unter An­leitung des Neuen Testaments betrachten, dann wird uns deutlich, daß wir Zeugen eines Prozesses sind, in dem die Menschheit immer mehr hinein­gezogen wird in eine einzige Geschichte mit dem Kreuz als Mitte und dem Jüngsten Gericht und der Gnade Christi als Ziel.“

Mission und Einheit der Kirche[1] Von The Rt. Rev. Lesslie Newbigin Bischof in Madura I. Auf Grund unserer Geschichte und … Mehr

Karl Barths Vorwort zu seinem Büchlein „Gebete“ (1963): „Meine Vorstellung dabei ist nicht einfach die, dass die Gebete von den Gemeinden bzw. von ihren Predigern so, wie sie dastehen, übernommen werden sollten, wohl aber die, sie möchten von Dem und Jenem als Anregung zu einer energischen Besinnung darüber gelesen werden: ob er das Beten in und mit der zum Gottesdienst versammelten Gemeinde nicht ganz anders als heute üblich zum Gegenstand seiner eigenen besonders sorgfältigen Aufmerksamkeit und Arbeit machen sollte?

Vorwort zu „Gebete“ (1963) Von Karl Barth Daß unter meinem Namen noch einmal ein Gebetbüchlein erscheinen werde, hätte ich mir … Mehr