Hans Jonas, dass nicht Gott uns helfen kann, sondern wir ihm helfen müssen. Rezension über „Das denkende Herz. Die Tagebücher von Etty Hillesum 1941-1943“: „Ein philosophischer Diskurs, der dieser doch nach Möglichkeit sein will, darf nicht mit der emotionalen Vergewaltigung seiner Leser enden, und wenn ich von mir selbst schließen darf, hat das eben Vorgebrachte etwas davon an sich.“

Da hatte Hans Jonas („Der Gottesbegriff nach Auschwitz“ ) ein feines Gespür dafür gehabt, welche Gebetssätze aus Etty Hillesums Tagebücher … Mehr

Jürgen Moltmann über Leiden und die Theodizee-Frage: „Wer in seinem Schmerz nach Gott schreit, der stimmt bewußt oder unbewußt in den Todes­schrei Jesu Christi ein: ‚Mein Gott, warum hast du mich verlassen?‘ Wer dies erkennt, der spürt sofort, daß Gott nicht jenes unerforschliche Gegenüber im Himmel ist, sondern in einem sehr persönlichen Sinne der menschliche Christus ist, der mit ihm schreit, und der einfühlende Geist, der in ihm ruft und für ihn rufen wird, wenn er selbst verstummt. Es ist der Trost des gekreuzigten Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des ewigen Geistes in die Abgründe unserer Leiden und in unsere Höllen des Bösen zu bringen.“

Leiden/Theodizee Von Jürgen Moltmann Die Gottesfrage ist mit der Erfahrung von Leiden zutiefst verbunden. Auf der einen Seite rufen Menschen … Mehr