„Herr, schau auf uns und unser Herz!“ Trauerlied im Katastrophenfall: „Sieh, welche Trauer, welcher Schmerz! / Der Tod fasste auf einmal zu; / die Frage quält: ‚Warum?‘, ‚Wozu?‘ // Wer gibt uns Antwort, hilft uns auf, / wenn niemand hielt des Unglücks Lauf? / Wir suchen Dich in Deinem Wort! / Sprich jetzt! Schweig nicht! Hier ist Dein Ort!“

In meinem Text „Der Aufstand des Gebets“, der 2014 im Deutschen Pfarrerblatt erschienen ist, habe ich darauf hingewiesen, dass es … Mehr

Der Aufstand des Gebets. Öffentliche Trauergottesdienste wider zivilreligiöses Schicksalsschweigen: „Im Gedächtnis des Pascha-Mysteriums muss Katastrophales eben nicht mit Erklärungen, Schuldzuweisungen oder Besserungszusagen abgedeckt und somit »entsorgt« werden. Die liturgische Dramaturgie lässt Unpassendes, ja Widersprüchliches nacheinander ansprechen und damit auch widereinander bekennen. Der »apokalyptische Blick« (Johann Baptist Metz) gewährt keine vorschnelle und unangebrachte Jenseitsvertröstung; er hält vielmehr das Leiden im Gedächtnis und setzt es damit dem zukünftigen göttlichen Geschehen aus.“

Der Aufstand des Gebets. Öffentliche Trauergottesdienste wider zivilreligiöses Schicksalsschweigen Von Jochen Teuffel Öffentliche Trauergottesdienste im Angesicht eines katastrophalen Erlebens haben … Mehr

Predigt zum Gedenkgottesdienst aus Anlass der Terroranschläge vom 11. September (2011): „‚Wohlan, es ist noch eine kleine Weile.‘ Im Buch der Offenbarung findet sich ein himmlisches Gotteslob, das die Prophetie des Jesaja aufnimmt: ‚Das Heil ist bei dem, der auf dem Thron sitzt, unserm Gott, und dem Lamm!‘ Der ‚apokalyptische Blick‘ (Johann Baptist Metz) des Seher Johannes lässt zu Tode gekommene Menschen noch einmal im Himmel gegenwärtig werden, ‚eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern und mit Palmzweigen in ihren Händen.‘ Da, wo das Lamm gegenwärtig ist, wo sein Geheimnis des Sterbens und der Auferstehung wirklich ist, bleibt gewaltsam hintergangenes Leben nicht länger vernichtet.“

Ich weiß noch, dass ich am Nachmittag dieses Dienstags mich im Aufgang zu meiner Wohnung in Wasserburg am Inn befand, … Mehr

Wie von der Allmacht Gottes zu reden ist: „Die göttliche Allmacht darf nicht mit einer theoretischen Allursächlichkeit Gottes verwechselt werden, andernfalls schafft man sich einen Schicksalsgötzen. Die Rede von der Allmacht Got­tes findet ihre Rechtfertigung nicht in einer vernunftgemäßen Theorie, sondern allein im Lob­preis göttlicher Taten, wie sie in der SCHRIFT bezeugt sind. Aus einer doxologischen All­macht Gottes dürfen Menschen keine eigenen Schlussfolgerungen ziehen. Entscheidend ist daher die richtige Kausalfolge: Weil Gott seinen Sohn Jesus Christus von den Toten aufer­weckt hat, deshalb ist er als allmächtig zu preisen. Der Umkehrschluss hingegen widerspricht jeglicher göttlichen Logik: Weil Gott eben allmächtig ist, deswegen konnte er Christus von den Toten auferwecken.“

Wie von der Allmacht Gottes zu reden ist Die göttliche Allmacht darf nicht mit einer theoretischen Allursächlichkeit Gottes verwechselt werden, … Mehr